Das lese ich im heutigen Bankenbrief:
Kirsch: Eigenkapitalregeln benachteiligen europäische Geldhäuser
Die neuen globalen Kapitalregeln für Banken werden zu höheren Belastungen für europäische als für amerikanische Geldhäuser führen. Das kritisierte heute der Chef der DZ Bank, Wolfgang Kirsch. "Dass im Moment gesagt wird, dass es ein guter Deal sei aus europäischer Sicht, den man da ausgehandelt hat, kann ich nicht nachvollziehen", sagte in Frankfurt. Er bemängelte, dass die Eigenkapitalanforderungen für viele Banken steigen würden.
handelsblatt.com
Peters: Bei Bankenregulierung wird Verhältnismäßigkeit mit Füßen getreten
Der Bankenverband hat heute die zunehmende Regulierung der Geldhäuser und die damit einhergehende ausufernde Bürokratie beklagt. Als Beispiel nannte Verbandspräsident Hans-Walter Peters die neue Finanzmarkt-Richtlinie der Europäischen Union (EU). "MiFID II regelt viele sinnvolle Dinge, aber das Prinzip der Verhältnismäßigkeit wird teilweise mit Füßen getreten", sagte er. "So wichtig die Regulierung war, um den Bankenmarkt nach der Krise 2008 zu stabilisieren – jetzt hat sie ein Übermaß erreicht. Sie raubt uns Zeit und Kraft." Entlastung wünscht sich Peters zudem bei den Zinsen für kurzfristige Einlagen bei der Europäischen Zentralbank (EZB). Er forderte einen Freibetrag für die Überschussliquidität der Banken bei der EZB und eine Halbierung des negativen Einlagenzinses in Höhe von bislang 0,4 Prozent. "Beides würde eine deutliche Entspannung für die Banken bedeuten", sagte der Chef der Privatbank Berenberg. Mit Blick auf die europäische Einlagensicherung mahnte Peters, zunächst die Risiken in den jeweiligen Bankensektoren zu reduzieren und das Schutzniveau zu harmonisieren. Er regte auch Reformen der Währungsunion an. So sollte der Euro-Rettungsfonds ESM zu einem Europäischen Währungsfonds ausgebaut werden. Ein Euro-Finanzminister könnte zudem den Vorsitz der Eurogruppe übernehmen und die Eurozone nach außen vertreten. Von der EZB forderte Peters eine Kehrtwende: "Die makroökonomischen Daten rechtfertigen und die sich auftürmenden Risiken erzwingen einen wirklichen Kurswechsel in absehbarer Zeit – jedenfalls sehr viel schneller, als die EZB in Aussicht stellt." Mit Blick auf die Sondierungsverhandlungen in Berlin schrieb Peters den Parteien ins Stammbuch: "Deutschland braucht einen stabilen und zugleich prosperierenden Finanzplatz, und dieses Bekenntnis muss sich in einem Koalitionsvertrag wiederfinden."
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finanzen.net
bankenverband.de
Kirsch: Eigenkapitalregeln benachteiligen europäische Geldhäuser
Die neuen globalen Kapitalregeln für Banken werden zu höheren Belastungen für europäische als für amerikanische Geldhäuser führen. Das kritisierte heute der Chef der DZ Bank, Wolfgang Kirsch. "Dass im Moment gesagt wird, dass es ein guter Deal sei aus europäischer Sicht, den man da ausgehandelt hat, kann ich nicht nachvollziehen", sagte in Frankfurt. Er bemängelte, dass die Eigenkapitalanforderungen für viele Banken steigen würden.
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Peters: Bei Bankenregulierung wird Verhältnismäßigkeit mit Füßen getreten
Der Bankenverband hat heute die zunehmende Regulierung der Geldhäuser und die damit einhergehende ausufernde Bürokratie beklagt. Als Beispiel nannte Verbandspräsident Hans-Walter Peters die neue Finanzmarkt-Richtlinie der Europäischen Union (EU). "MiFID II regelt viele sinnvolle Dinge, aber das Prinzip der Verhältnismäßigkeit wird teilweise mit Füßen getreten", sagte er. "So wichtig die Regulierung war, um den Bankenmarkt nach der Krise 2008 zu stabilisieren – jetzt hat sie ein Übermaß erreicht. Sie raubt uns Zeit und Kraft." Entlastung wünscht sich Peters zudem bei den Zinsen für kurzfristige Einlagen bei der Europäischen Zentralbank (EZB). Er forderte einen Freibetrag für die Überschussliquidität der Banken bei der EZB und eine Halbierung des negativen Einlagenzinses in Höhe von bislang 0,4 Prozent. "Beides würde eine deutliche Entspannung für die Banken bedeuten", sagte der Chef der Privatbank Berenberg. Mit Blick auf die europäische Einlagensicherung mahnte Peters, zunächst die Risiken in den jeweiligen Bankensektoren zu reduzieren und das Schutzniveau zu harmonisieren. Er regte auch Reformen der Währungsunion an. So sollte der Euro-Rettungsfonds ESM zu einem Europäischen Währungsfonds ausgebaut werden. Ein Euro-Finanzminister könnte zudem den Vorsitz der Eurogruppe übernehmen und die Eurozone nach außen vertreten. Von der EZB forderte Peters eine Kehrtwende: "Die makroökonomischen Daten rechtfertigen und die sich auftürmenden Risiken erzwingen einen wirklichen Kurswechsel in absehbarer Zeit – jedenfalls sehr viel schneller, als die EZB in Aussicht stellt." Mit Blick auf die Sondierungsverhandlungen in Berlin schrieb Peters den Parteien ins Stammbuch: "Deutschland braucht einen stabilen und zugleich prosperierenden Finanzplatz, und dieses Bekenntnis muss sich in einem Koalitionsvertrag wiederfinden."
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