Greenspan stellt weitere Zinssenkungen in Aussicht
US-Notenbank-Chef Alan Greenspan sieht in den kommenden Monaten beträchtliche "Unsicherheiten" bei der Entwicklung der US-Wirtschaft. Weitere Zinssenkungen der Notenbank könnten erforderlich sein.
Die Verlangsamung der Konjunktur in Japan und Europa könne die Lage in den USA verschlechtern, sagte Greenspan am Mittwoch bei seiner mit Spannung erwarteten Anhörung vor dem Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses in Washington. Die US-Notenbank müsse deshalb möglicherweise ihre Zinsen weiter senken. Dabei dürfe die Federal Reserve allerdings nicht das Ziel der Inflationsbekämpfung aus den Augen verlieren.
"Die Phase einer unterdurchschnittlichen Wirtschaftsleistung ist noch nicht vorbei. Es bestehen weiter Risiken, dass die Abschwächung stärker sein wird als ursprünglich erwartet, und dies könnte eine politische Antwort erfordern", sagte Greenspan. Die bisherigen Zinssenkungen und niedrigere Steuern sollten der Konjunktur jedoch im Jahresverlauf helfen, fügte Greenspan hinzu.
Steigerung des Bruttoinlandsprodukts
Nach Angaben des Notenbank-Chefs deuten Voraussagen auf eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2001 um insgesamt 1,25 bis zwei Prozent hin. Für 2002 lägen die Prognosen bei drei bis 3,25 Prozent. Die Periode unterdurchschnittlicher Wirtschaftsergebnisse sei jedoch noch nicht vorbei, "und wir sind nicht frei vom Risiko, dass die wirtschaftliche Schwäche größer sein wird als zur Zeit erwartet und weitere Antworten erfordert".
Nach Ansicht von Beobachtern deuten die Äußerungen darauf hin, dass Greenspan zu weiteren Zinssenkungen neigt, nachdem es bereits sechs in diesem Jahr gegeben hat. Insgesamt wurden die Leitzinsen um 275 Basispunkte auf 3,75 Prozent im Schlüsselzins gesenkt, um die US-Wirtschaft vor einer Rezession zu bewahren. Der für die Geldpolitik der Fed verantwortliche Offenmarktausschuss kommt das nächste Mal am 21. August zusammen.
© 2001 Financial Times Deutschland
US-Notenbank-Chef Alan Greenspan sieht in den kommenden Monaten beträchtliche "Unsicherheiten" bei der Entwicklung der US-Wirtschaft. Weitere Zinssenkungen der Notenbank könnten erforderlich sein.
Die Verlangsamung der Konjunktur in Japan und Europa könne die Lage in den USA verschlechtern, sagte Greenspan am Mittwoch bei seiner mit Spannung erwarteten Anhörung vor dem Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses in Washington. Die US-Notenbank müsse deshalb möglicherweise ihre Zinsen weiter senken. Dabei dürfe die Federal Reserve allerdings nicht das Ziel der Inflationsbekämpfung aus den Augen verlieren.
"Die Phase einer unterdurchschnittlichen Wirtschaftsleistung ist noch nicht vorbei. Es bestehen weiter Risiken, dass die Abschwächung stärker sein wird als ursprünglich erwartet, und dies könnte eine politische Antwort erfordern", sagte Greenspan. Die bisherigen Zinssenkungen und niedrigere Steuern sollten der Konjunktur jedoch im Jahresverlauf helfen, fügte Greenspan hinzu.
Steigerung des Bruttoinlandsprodukts
Nach Angaben des Notenbank-Chefs deuten Voraussagen auf eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2001 um insgesamt 1,25 bis zwei Prozent hin. Für 2002 lägen die Prognosen bei drei bis 3,25 Prozent. Die Periode unterdurchschnittlicher Wirtschaftsergebnisse sei jedoch noch nicht vorbei, "und wir sind nicht frei vom Risiko, dass die wirtschaftliche Schwäche größer sein wird als zur Zeit erwartet und weitere Antworten erfordert".
Nach Ansicht von Beobachtern deuten die Äußerungen darauf hin, dass Greenspan zu weiteren Zinssenkungen neigt, nachdem es bereits sechs in diesem Jahr gegeben hat. Insgesamt wurden die Leitzinsen um 275 Basispunkte auf 3,75 Prozent im Schlüsselzins gesenkt, um die US-Wirtschaft vor einer Rezession zu bewahren. Der für die Geldpolitik der Fed verantwortliche Offenmarktausschuss kommt das nächste Mal am 21. August zusammen.
© 2001 Financial Times Deutschland