Wenn man jedoch eine Preisteuerung anhand eines gleich bleibenden Lebensstandard errechnen will, so muss man auch entsprechend den Lebensstandard in der Berechnung "stabil" halten.
Da dies jedoch nicht gewünscht bzw. sinnvoll ist, so wird der Warenkorb entsprechend angepasst und je nachdem wie schnell dieser an die realen Lebensstandards angepasst wird, je höher fällt nunmal die Preisteuerung allein schon wegen des gestiegenen Lebensstandards aus.
Dies erklärt u.a. auch, dass eine Preisstabilität bei steigenden Lebensstandards gar nicht möglich sein kann, andernfalls würde es bedeuten, dass Geld wertvoller gemacht wird, weil man für gleiches Geld schließlich Mehr bekommen würde.
Die Schwierigkeit ist nun, dass man den gestiegenen Lebensstandard nur schwer "wichten" kann.
Daher finde ich, sind Warenkörbe als Gesamtes differenziert zu betrachten.
Entscheidend ist für mich daher die Preissteigerung bei Lebensmitteln und Energie, weil Beides die größten negativen Auswirkungen auf die Konjunktur hat.
Lebensmittel, weil Lebensmittel gekauft werden müssen und demzufolge auch das Volk "negativ" treffen.
Energie, weil Energie überall die Grundlage darstellt und sich ebenfalls auf die Konjunktur bzw. Wachstum niederschlägt.
Uninteressanter hingegen finde ich Preissteigerungen bei Autos, Computern, TVs, etc. weil diese Dinge nicht unmittelbar und nur mit Verzögerung negativ auf die Konjunktur wirken. D.h. steigen die Preise für Autos oder Computer in Folge eines Kunjunkturaufschwungs, so werden Käufe ggf. eben später als geplant vollzogen, wodurch sich die Preise dann meist von selbst wieder regulieren.
Entscheidend ist für mich wiegesagt die Preisteuerung bei Lebensmitteln und Energie und dort sieht es momentan nicht gut aus.
Ein weiterer Indikator für bevorstehende Preisteuerungen sind die Preisentwicklungen bei Basismetallen, die eine Inflation bzw. Preisteuerung "provozieren".
Also polo, bleib locker und nehme nicht alle Dinge hier auf die Goldwaage ;-)
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