Gewinnbesteuerung in Ergänzung zu calexa´s Thread

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hasenhaarsch.:

Gewinnbesteuerung in Ergänzung zu calexa´s Thread

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22.10.02 23:20
Bislang galt: Wer Aktien länger als ein Jahr hält, musste beim Verkauf einen möglichen Spekulationsgewinn nicht versteuern. Doch die Regierung plant nun, die einjährige Spekulationsfrist zu streichen und alle Aktiengewinne unabhängig vom Zeitpunkt der Gewinnerzielung zu besteuern. Dabei soll es keine Rolle spielen, wann die Papiere gekauft und wie lange sie gehalten wurden. Diese Pläne werfen allerdings mehrere Probleme auf:

Problem 1: Besteuerung war nicht absehbar

Die Aufhebung der Spekulationsfrist benachteiligt vor allem diejenigen Investmentsparer, die in einem langen Zeitraum ihr Geld in Aktien anlegen. Denn wer Aktien vor zehn, fünf oder einem Jahr im Vertrauen auf steuerfreie Gewinne erworben hat, und sie nach dem 1. Januar 2003 mit Gewinn verkaufen will, muss diese Einnahmen dann wie sein Einkommen versteuern - obwohl er beim Kauf nicht damit rechnen konnte. Dadurch würden einige durch die Auszahlung mit einem höheren Einkommenssteuersatz besteuert werden.

Einige Rechenbeispiele:

1. Wer in den vergangenen 30 Jahren monatlich 50 Euro in deutsche Aktienfonds investierte, verfügte am 30. Juni 2002 über ein Vermögen von durchschnittlich 82.833 Euro - bei Einzahlungen von lediglich 18.000 Euro. Die Differenz beträgt 64.833 Euro. Unter der Voraussetzung, dass von dem Wertzuwachs etwa 90 Prozent der Kapitalgewinnbesteuerung unterliegen (die schon jährlich versteuerten Dividenden sind also abgezogen), müssten 58.350 Euro der persönlichen Einkommensteuer unterworfen werden.

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calexa:

Ja es scheint mir auch so

 
22.10.02 23:25
als ob die Regierung ihre Denkfähigkeit abgelegt hätte.

Nein, mal im Ernst: Ich denke auch nicht, daß die Pläne so durchgesetzt werden, wie sie bis jetzt verlautbart wurden...

So long,
Calexa
www.investorweb.de
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ecki:

Das denke ich auch nicht.

 
23.10.02 00:00
Das geht jetzt an die Finanzbeamten, und die müssen da was praktikables draus machen. Wie läuft das bei den Amis? Vielleicht kann man da das Gesetz abschreiben? Oder bei den Engländern? Soweit ich weiß haben die alle eine Lösung.

Grüße
ecki  
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Logain:

Schlussfolgerung fuer mich:

 
23.10.02 09:45
Ich werde das Grossreinemachen in meinem Depot verschieben und die Positioen, welche fast nichts mehr wert sind, weiter halten. Die Verluste werden dann realisiert, wenn ich sie mit Gewinnen verrechnen, oder unbegrenzt vortragen, oder direkt von der Steuer absetzen kann (ist zwar eher unwahrscheinlich, aber vielleicht ...).
Also erst mal abwarten wie das neue Gesetz am Ende wirklich aussieht.

Ciao

Logain
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TopBroker:

Ja und wie ist es wenn ich meine Aktien von einer

 
23.10.02 10:04
Bank zu einer anderen übertragen habe. Die neue Bank hat ja gar keine Daten über meinen Kaufkurs und kann somit einen möglichen Gewinn auch nicht errechnen....
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>Depots
Kritiker:

Schlupflöcher, ...

 
23.10.02 14:06
... die werden von den Finanzunternehmen vermutl. schneller gefunden, wie Eichel denken kann, deshalb denkt er auch immer hinterher.
z.B., ich bin bei der DAB, die hält eine Filiale in Frankreich. Ich werde dann anfragen, ob mein Aktien-Depot dort geführt werden kann; allea €, oder was!
Außerdem hat die Mutter HypoVer.Bk. Filialen in Österreich.
Was Eichel übersieht, daß die Bekanntgabe aller Aktienbewegungen die Banken mehr wie Mio's kosten würde; DAS bezahlen die nicht!
Deshalb wird die Suppe sicher nicht so heiß gegessen wie...versalzen. -Kritiker.
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mod:

Das Steueraufkommen für Eichel wird sehr gering

 
23.10.02 14:12
sein.

Merke:

Eine gut gemeinte Politik ist keine gute Politik!
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TopBroker:

Klasse Beitrag kritiker o. T.

 
23.10.02 14:13
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>Depots
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ecki:

Wird in Frankreich die Spekusteuer nicht

 
23.10.02 15:47
Direkt am Depot abgezogen? Wie ist deren Regelung nochmal genau?

Also Kritiker, was du schreibst ist kein Schlupfloch, sondern Steuerbetrug, denn legale Daytrader zahlten schon immer Steuern. Du nicht?

Grüße
ecki  
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