An den Kapitalmärkten dreht sich alles um den Irakkrieg. Der Politiker hat dies gesagt, der General jenes. Kein Sender kann es sich erlauben, nicht in epischer Länge über den Konflikt am Golf zu berichten.
In den kommenden 14 Tagen dürfte sich das Interesse sowohl der Anleger als auch der Finanzdienste aber verschieben – zumindest für kurze Zeit. Das erste Quartal 2003 nähert sich seinem Ende und das bedeutet, dass die Geschäftsberichte zur Veröffentlichung anstehen. Die Vorzeichen für die Ergebnissaison stehen dabei so schlecht wie seit 1 1/4 Jahren nicht mehr.
Das Verhältnis zwischen negativen und positiven Vorankündigungen beträgt zurzeit 2,8, d.h., dass jeder positiven Vorankündigung 2,8 negative gegenüberstehen. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2002 betrug das Verhältnis 1,6.
Hohe Energiekosten belasten Ergebnisse
Auslöser für die Vielzahl an Warnungen ist der dramatische Anstieg beim Ölpreis. Während der Aufmarschphase der Alliierten war das Barrel Rohöl zeitweise auf 40 Dollar geschnellt. Historisch gesehen versuchen die Erzeugerstaaten ein Preisniveau im Bereich um die 25 Dollar/Barrel zu etablieren. Die Kursexplosion beim Öl treibt die Energiekosten der Unternehmen in die Höhe und frisst mögliche Einsparungen, beispielsweise durch die Streichung von Stellen, auf.
502 Firmen haben bisher vor einem Verfehlen der Prognosen gewarnt, dass sind 38 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die Zahl der positiven Vorankündigungen – jene Gesellschaften, die ihre Schätzungen erhöhen – sank im Vergleichszeitraum um 18 Prozent auf 182.
Und es sind keineswegs nur kleinere Unternehmen, die für negative Schlagzeilen sorgen. So beträgt das Verhältnis zwischen negativen und positiven Ankündigungen im Standard & Poor's 500 Index 2,9. Im ersten Quartal 2002 hatte der Wert 1,7 betragen.
Ein kleiner Lichtblick
Aber es gibt auch einen Lichtblick: Der Krisen geschüttelte Technologiesektor weist gegenwärtig ein Ratio von 2,0 auf und damit nur marginal mehr, als noch vor einem Jahr (1,9).
Fazit: Die Ergebnissaison im ersten Quartal wird kaum für Begeisterungsstürme an den Börsen sorgen. Solange der Krieg im Irak andauert und der Ölpreis nicht in seine historische Preisspanne zurückfällt, werden die Bemühungen der Firmen Kosten zu sparen ins Leere laufen und auf die Ergebnisse drücken. Wenn Sie auf mögliche Kursausschläge im Vorfeld der Quartalsberichte spekulieren, suchen Sie nach Nischenplayern, deren Entwicklung nicht allzu sehr von den Energiekosten abhängt.
In den kommenden 14 Tagen dürfte sich das Interesse sowohl der Anleger als auch der Finanzdienste aber verschieben – zumindest für kurze Zeit. Das erste Quartal 2003 nähert sich seinem Ende und das bedeutet, dass die Geschäftsberichte zur Veröffentlichung anstehen. Die Vorzeichen für die Ergebnissaison stehen dabei so schlecht wie seit 1 1/4 Jahren nicht mehr.
Das Verhältnis zwischen negativen und positiven Vorankündigungen beträgt zurzeit 2,8, d.h., dass jeder positiven Vorankündigung 2,8 negative gegenüberstehen. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2002 betrug das Verhältnis 1,6.
Hohe Energiekosten belasten Ergebnisse
Auslöser für die Vielzahl an Warnungen ist der dramatische Anstieg beim Ölpreis. Während der Aufmarschphase der Alliierten war das Barrel Rohöl zeitweise auf 40 Dollar geschnellt. Historisch gesehen versuchen die Erzeugerstaaten ein Preisniveau im Bereich um die 25 Dollar/Barrel zu etablieren. Die Kursexplosion beim Öl treibt die Energiekosten der Unternehmen in die Höhe und frisst mögliche Einsparungen, beispielsweise durch die Streichung von Stellen, auf.
502 Firmen haben bisher vor einem Verfehlen der Prognosen gewarnt, dass sind 38 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die Zahl der positiven Vorankündigungen – jene Gesellschaften, die ihre Schätzungen erhöhen – sank im Vergleichszeitraum um 18 Prozent auf 182.
Und es sind keineswegs nur kleinere Unternehmen, die für negative Schlagzeilen sorgen. So beträgt das Verhältnis zwischen negativen und positiven Ankündigungen im Standard & Poor's 500 Index 2,9. Im ersten Quartal 2002 hatte der Wert 1,7 betragen.
Ein kleiner Lichtblick
Aber es gibt auch einen Lichtblick: Der Krisen geschüttelte Technologiesektor weist gegenwärtig ein Ratio von 2,0 auf und damit nur marginal mehr, als noch vor einem Jahr (1,9).
Fazit: Die Ergebnissaison im ersten Quartal wird kaum für Begeisterungsstürme an den Börsen sorgen. Solange der Krieg im Irak andauert und der Ölpreis nicht in seine historische Preisspanne zurückfällt, werden die Bemühungen der Firmen Kosten zu sparen ins Leere laufen und auf die Ergebnisse drücken. Wenn Sie auf mögliche Kursausschläge im Vorfeld der Quartalsberichte spekulieren, suchen Sie nach Nischenplayern, deren Entwicklung nicht allzu sehr von den Energiekosten abhängt.