YALE-ANALYSE
Sanktionen lähmen russische Wirtschaft „katastrophal“
Weltweit wird über die Wirksamkeit der Russland-Sanktionen debattiert. Eine Analyse der US-Elite-Universität Yale hat nun herausgefunden, dass sie der russischen Wirtschaft massiv schaden
„Russland ist keine Energie-Supermacht mehr“
Öl ist zwar leichter zu transportieren, aber die Exporte machen Russland auch nicht reich. Die Situation spiegele Putins geschwundene wirtschaftliche und geopolitische Macht wider, schreiben Tien und Sonnenfeld. Im Wissen, dass Russland keine anderen Optionen habe, hätten China und Indien einen gewaltigen Rabatt von 35 Dollar auf Ural-Öl durchgesetzt. Zuvor habe Moskau nie mehr als 5 Dollar gewährt, schreiben die Wissenschaftler – nicht einmal während der Krimkrise 2014.
Öltanker seien mit 35 Tagen obendrein fünf Mmal länger nach Ostasien als nach Europa unterwegs und die Erschließung von Ölfeldern sei stark von westlicher Technologie abhängig. Das alles verteuere die russische Ölproduktion und führe dazu, dass die ohnehin schon hohe Gewinnschwelle weiter nach oben gehe.
Selbst das russische Energieministerium habe seine Prognosen zur langfristigen Ölförderung nach unten revidiert, schreiben Sonnenfeld und Tien. Es bestehe kein Zweifel, dass Russland, wie von vielen Energieexperten vorhergesagt, seinen Status als Energie-Supermacht und damit seine strategisch wirtschaftliche Positionierung als einst zuverlässiger Lieferant von Rohstoffen verliere.
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