FC Bayern München bringt nach Rekordgewinn AG auf den Weg
München (Reuters) - Der Sieg in der Fußball-Champions League hat Deutschlands mitgliederstärkstem Sportverein, dem FC Bayern München, einen Rekordgewinn beschert. Der Gewinn schnellte in der abgelaufenen Saison 2000/01 auf 55,8 (Vorsaison: 17,0) Millionen Mark nach oben, wie Finanz-Vizepräsident Fritz Scherer am Freitag den Mitgliedern in der Münchener Olympiahalle berichtete. Der bisherige Rekordgewinn lag bei 24 Millionen Mark. Auch der um nahezu 20 Prozent auf 338,7 Millionen Mark gestiegene Außenumsatz erreichte Rekordniveau. Der Fußball-Leistungssport-Bereich soll 2002 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Die Mitglieder müssen diesem Schritt aber entgegen den Planungen noch auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im Februar 2002 zustimmen.
"Es geht um die Zukunft des Vereins", begründete Präsident Franz Beckenbauer die Gründung der Aktiengesellschaft. Dazu wird die bestehende FC Bayern Sport-Werbe GmbH in eine AG verwandelt, in die die Profi-Mannschaft, das Regionalliga-Team und die beiden Junioren-Mannschaften ausgegliedert werden sollen. An dieser wird sich der Herzogenauracher Sportartikel-Hersteller und Ausrüster des FC Bayern, die adidas-Salomon AG, mit zehn Prozent beteiligen und zahlt dafür 150 Millionen DM in Aktien. Der mit Abstand erfolgreichste deutsche Fußballverein wird damit mit 1,5 Milliarden Mark bewertet. Vorstand soll der bisherige Vizepräsident und frühere Torjäger Karl-Heinz Rummenigge werden. Die Umwandlung soll dann rückwirkend zum 1. Januar 2002 vollzogen werden. Einen Börsengang schließt der FC Bayern für die nächsten fünf Jahre aus.
Mit der Finanzspritze von Adidas will die FC Bayern AG vor allem ein neues Fußballstadion für 60.000 Zuschauer finanzieren, das für 450 Millionen Mark zusammen mit dem Lokalrivalen TSV 1860 auch für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gebaut werden soll. Manager Uli Hoeneß warnte, die Kosten dürften sich eher auf 500 Millionen Mark belaufen. "Wir werden noch manche schlaflose Nacht haben für die Finanzierung dieses Palastes", sagte er.
"Umsatz und Gewinn waren wesentlich bedingt durch den Gewinn der Champions League", sagte Finanzchef Scherer. Die Entwicklung werde inzwischen von vielen beneidet. Vor Steuern lag der Gewinn in den zwölf Monaten bis zum 30. Juni bei 72 Millionen Mark. Der europäische Wettbewerb, den der FC Bayern erstmals seit 25 Jahren wieder gewann, sorgte allein für 105,4 Millionen Mark Umsatz. 44 Millionen Mark kamen aus den Fernseh-Übertragungen der Bundesliga, doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Mit Fanartikeln setzte der FC Bayern 134 (92) Millionen Mark um. Die Mitgliederzahl stieg 2000/01 um 6500 auf 91.288, die 1909 Fanclubs haben 115.343 eingetragene Anhänger.
Quelle:Süddeutsche Zeitung
München (Reuters) - Der Sieg in der Fußball-Champions League hat Deutschlands mitgliederstärkstem Sportverein, dem FC Bayern München, einen Rekordgewinn beschert. Der Gewinn schnellte in der abgelaufenen Saison 2000/01 auf 55,8 (Vorsaison: 17,0) Millionen Mark nach oben, wie Finanz-Vizepräsident Fritz Scherer am Freitag den Mitgliedern in der Münchener Olympiahalle berichtete. Der bisherige Rekordgewinn lag bei 24 Millionen Mark. Auch der um nahezu 20 Prozent auf 338,7 Millionen Mark gestiegene Außenumsatz erreichte Rekordniveau. Der Fußball-Leistungssport-Bereich soll 2002 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Die Mitglieder müssen diesem Schritt aber entgegen den Planungen noch auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im Februar 2002 zustimmen.
"Es geht um die Zukunft des Vereins", begründete Präsident Franz Beckenbauer die Gründung der Aktiengesellschaft. Dazu wird die bestehende FC Bayern Sport-Werbe GmbH in eine AG verwandelt, in die die Profi-Mannschaft, das Regionalliga-Team und die beiden Junioren-Mannschaften ausgegliedert werden sollen. An dieser wird sich der Herzogenauracher Sportartikel-Hersteller und Ausrüster des FC Bayern, die adidas-Salomon AG, mit zehn Prozent beteiligen und zahlt dafür 150 Millionen DM in Aktien. Der mit Abstand erfolgreichste deutsche Fußballverein wird damit mit 1,5 Milliarden Mark bewertet. Vorstand soll der bisherige Vizepräsident und frühere Torjäger Karl-Heinz Rummenigge werden. Die Umwandlung soll dann rückwirkend zum 1. Januar 2002 vollzogen werden. Einen Börsengang schließt der FC Bayern für die nächsten fünf Jahre aus.
Mit der Finanzspritze von Adidas will die FC Bayern AG vor allem ein neues Fußballstadion für 60.000 Zuschauer finanzieren, das für 450 Millionen Mark zusammen mit dem Lokalrivalen TSV 1860 auch für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gebaut werden soll. Manager Uli Hoeneß warnte, die Kosten dürften sich eher auf 500 Millionen Mark belaufen. "Wir werden noch manche schlaflose Nacht haben für die Finanzierung dieses Palastes", sagte er.
"Umsatz und Gewinn waren wesentlich bedingt durch den Gewinn der Champions League", sagte Finanzchef Scherer. Die Entwicklung werde inzwischen von vielen beneidet. Vor Steuern lag der Gewinn in den zwölf Monaten bis zum 30. Juni bei 72 Millionen Mark. Der europäische Wettbewerb, den der FC Bayern erstmals seit 25 Jahren wieder gewann, sorgte allein für 105,4 Millionen Mark Umsatz. 44 Millionen Mark kamen aus den Fernseh-Übertragungen der Bundesliga, doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Mit Fanartikeln setzte der FC Bayern 134 (92) Millionen Mark um. Die Mitgliederzahl stieg 2000/01 um 6500 auf 91.288, die 1909 Fanclubs haben 115.343 eingetragene Anhänger.
Quelle:Süddeutsche Zeitung
