www.heidelberg.com/global/de/...stor_relations/overview_1.jsp
3 Kernpunkte:
- Primefire 106 und Grossformat werden eingestellt
- Bis zu 2000 Stellen sollen wegfallen
- Pensionsfonds stellt Liquidität zur Verfügung
- Banken, Arbeitnehmervertreter und Gewerkschaften spielen mit
Adhoc-Bewertung:
1. Eine Insolvenz ist vorerst abgewendet
2. Es passiert etwas.
Das Supergrossformat stand seit jeher in der Kritik. MAN Roland war früher der Platzhirsch, KBA konnte es einigermassen und HDM kam einfach zu spät und hatte durch das Patentrecht auch den Nachteil, die Maschinen nicht effizient bauen zu können, weil technische Lösungen dem Patentschutz unterlagen.
Es wird schwierig den Sozialplan zu finanzieren. Wie das geschehen soll bleibt abzuwarten.
3. Rätselhaft bleibt mir das Thema mit dem Pensionsfonds. Im Originaltext heisst es:
"Gleichzeitig wird durch die teilweise Rückübertragung von Liquiditätsreserven in Höhe von rund 375 Mio. Euro aus dem Treuhandvermögen des Heidelberg Pension-Trust e.V. in das Unternehmen die Liquidität signifikant erhöht. Durch diese mit Unterstützung des Vorstands und der Mitglieder des Heidelberg Pension-Trust e.V. erfolgende Rückübertragung der Mittel wird das Treuhandvermögen auf das Maß zurückgeführt, das für die Sicherung von Pensionsansprüchen erforderlich ist, die nicht von der gesetzlichen Insolvenzsicherung abgedeckt sind; diese Maßnahme hat daher keinerlei negative Auswirkungen auf bestehende und zukünftige Pensionsansprüche."
Ich hatte bisher nicht den Eindruck, dass mehr an Pensionsrückstellungen gebildet wurde als unbedingt nötig. Im Gegenteil, durch den niedrigen Zins mussten die Rückstellungen erhöht werden. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das freiwillig geschah.
Meine Vermutungen:
1. Ich denke, dass die Pläne schon länger diskutiert wurden und Kaliebe diese nicht unterstützte
2. Die Pensionäre werden behupst.
Wer zweckdienliche Hinweise hat, dass die Vermutungen Quatsch sind, ist hier gerne eingeladen, seinen Standpunkt zu formulieren.