Frühzeitige Reifung macht Spermien nutzlos
Umwelt-Östrogene können ebenso wie körpereigene Östrogene die Befruchtungsfähigkeit von Spermien beeinflussen. Dies haben Wissenschaftler vom King´s College in Londen nachgewiesen, indem sie die Wirkung von hormon-ähnlichen Substanzen aus Sojabohnen, Bier und Industrieprodukten wie Waschmitteln, Farben und Pflanzenschutzmitteln auf Spermien untersuchten. Offensichtlich haben die körperfremden Östrogene sogar einen deutlich stärkeren Effekt auf die Samenzellen.
Umwelt-Hormone beeinträchtigen die Fruchtbarkeit
Hormon-ähnliche Substanzen stehen schon lange unter Verdacht die Fruchtbarkeit zu beeinflussen. Bisher nahmen die Forscher an, dass diese Substanzen die Spermienanzahl reduzieren und die Hodenentwicklung schon bei Babys beeinträchtigen. Nun gibt es jedoch erste Beweise, dass sie die reifen Samenzellen davon abhalten, in die Eizellen einzudringen. Einige Forscher glauben, dass damit die sinkende Fruchtbarkeitsrate bei Männern erklärt werden kann.
Östrogen-ähnliche Substanzen beschleunigen die Reifung
Die Wissenschaftler setzten die Spermien von Mäusen zum einen Östrogenen von weiblichen Mäusen, und zum anderen verschiedenen Umwelt-Östrogenen aus. Die Konzentrationen entsprachen in etwa der in menschlichem Blut. Nach 30 Minuten waren die Spermien, die mit den Umwelt-Östrogenen behandelt wurden, sehr viel weiter gereift als die anderen. Sie setzten Enzyme frei, die es möglich machen die Eihülle zu druchdringen. Normalerweise geschieht dies erst, wenn das Spermium mit der Eizelle in Kontakt tritt.
Künstliche Befruchtungsmethoden könnten optimiert werden
Tritt nun diese letzte Reifephase der Spermien durch den Einfluss von Umwelt-Östrogenen verfrüht ein, würden die Spermien den optimalen Zeitpunkt der Befruchtung verpassen. Allerdings ist die tatsächliche Wirkung dieser Umwelt-Östrogene auf die Spermien noch nicht geklärt. Unbekannt ist, ob die Hormone, die über Lebensmittel oder über die Haut aufgenommen werden, tatsächlich bis in die Hoden vordringen können. Die Wissenschaftler glauben jedoch, dass man sich die Wirkung der östrogen-ähnlichen Substanzen aus der Umwelt für die künstliche Befruchtung zu Nutze machen kann - beispielsweise um den Zeitplan beim Befruchtungsvorgang exakt zu steuern.
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Umwelt-Östrogene können ebenso wie körpereigene Östrogene die Befruchtungsfähigkeit von Spermien beeinflussen. Dies haben Wissenschaftler vom King´s College in Londen nachgewiesen, indem sie die Wirkung von hormon-ähnlichen Substanzen aus Sojabohnen, Bier und Industrieprodukten wie Waschmitteln, Farben und Pflanzenschutzmitteln auf Spermien untersuchten. Offensichtlich haben die körperfremden Östrogene sogar einen deutlich stärkeren Effekt auf die Samenzellen.
Umwelt-Hormone beeinträchtigen die Fruchtbarkeit
Hormon-ähnliche Substanzen stehen schon lange unter Verdacht die Fruchtbarkeit zu beeinflussen. Bisher nahmen die Forscher an, dass diese Substanzen die Spermienanzahl reduzieren und die Hodenentwicklung schon bei Babys beeinträchtigen. Nun gibt es jedoch erste Beweise, dass sie die reifen Samenzellen davon abhalten, in die Eizellen einzudringen. Einige Forscher glauben, dass damit die sinkende Fruchtbarkeitsrate bei Männern erklärt werden kann.
Östrogen-ähnliche Substanzen beschleunigen die Reifung
Die Wissenschaftler setzten die Spermien von Mäusen zum einen Östrogenen von weiblichen Mäusen, und zum anderen verschiedenen Umwelt-Östrogenen aus. Die Konzentrationen entsprachen in etwa der in menschlichem Blut. Nach 30 Minuten waren die Spermien, die mit den Umwelt-Östrogenen behandelt wurden, sehr viel weiter gereift als die anderen. Sie setzten Enzyme frei, die es möglich machen die Eihülle zu druchdringen. Normalerweise geschieht dies erst, wenn das Spermium mit der Eizelle in Kontakt tritt.
Künstliche Befruchtungsmethoden könnten optimiert werden
Tritt nun diese letzte Reifephase der Spermien durch den Einfluss von Umwelt-Östrogenen verfrüht ein, würden die Spermien den optimalen Zeitpunkt der Befruchtung verpassen. Allerdings ist die tatsächliche Wirkung dieser Umwelt-Östrogene auf die Spermien noch nicht geklärt. Unbekannt ist, ob die Hormone, die über Lebensmittel oder über die Haut aufgenommen werden, tatsächlich bis in die Hoden vordringen können. Die Wissenschaftler glauben jedoch, dass man sich die Wirkung der östrogen-ähnlichen Substanzen aus der Umwelt für die künstliche Befruchtung zu Nutze machen kann - beispielsweise um den Zeitplan beim Befruchtungsvorgang exakt zu steuern.