Frühaufsteher - Orientierung für den Tag


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das Zentrum d.:

Frühaufsteher - Orientierung für den Tag

 
02.07.01 08:45
Etwas leichter ins neue Halbjahr


2. Juli 2001
Dax etwas leichter gesehen
Etwas leichter dürften sich die deutschen Aktien am Montag zunächst zeigen. Die Vorgaben aus den USA sind gemischt. Während die High Techs trotz technischer Probleme an der Nasdaq zulegten, gaben die Standardwerte nach.  Angesichts des Feiertages am Mittwoch in den USA sollten wenig Impulse aus den Staaten für Furore in Europa sorgen. Anleger warten auf die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag. Im Blickpunkt steht die Kapitalerhöhung von Infineon.

Abschläge am Rentenmarkt gesehen
Die Rentenmärkte werden sich in der neuen Woche nach Einschätzung von Analysten in engen Grenzen bewegen. Vor der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten für Juni am Freitag würden sich die Anleger zurück halten. Außerdem werde am Mittwoch wegen eines Feiertages die Handelswoche unterbrochen. Daher dürften sich auch die europäischen Rentenmärkte in engen Bahnen bewegen. Befürchtungen, dass nach den jüngsten günstigen US-Konjunkturdaten die US-Notenbank die Zinsen nicht weiter senken wird, drückten am Freitag die Kurse an den Kreditmärkten. Die richtungweisenden 30-jährigen Bonds schlossen um 1-4/32 tiefer auf 96-29/32. Ihre Rendite stieg dabei auf 5,42 Prozent und damit den höchsten Stand im Juni. Der Bund-Future starten mit einem Abschlag von sechs Basispunkten auf 106,44 Prozent in die Woche.

Euro knapp behauptet

Knapp behauptet startet der Euro in die neue Woche. Im europäischen Handel notiert die Einheitsdevise mit 0,8473 Dollar nach 0,8480 Dollar in Asien und 0,8493 Dollar am Freitag in New York. Am Markt herrscht  weiter Unklarheit darüber, ob und wann die Zentralbank die Leitzinsen in der Euro-Zone senken wird. Der Yen steht nach dem enttäuschenden Tankan-Bericht unter Druck.

Börse Tokio fällt nach Tankan-Bericht um 1,68 Prozent
Der Aktienmarkt in Tokio hat am Montag nach der Vorlage des Konjunkturberichts der Bank von Japan (BoJ) schwächer tendiert. Der Konjunkturbericht (Tankan) habe die Sorgen über die Situation der Wirtschaft wieder aufkommen lassen, hieß es bei Marktteilnehmern. Der Nikkei verlor 1,7 Prozent auf 12.751,18 Yen. Der Diffusions-Index ist dem Takan-Bericht zufolge mit minus 16 - nach minus fünf bei der letzten Umfrage im März - auf den niedrigsten Stand seit Dezember gefallen. Die japanische Notenbank misst mit der Quartalsumfrage die Beurteilung der gegenwärtigen Situation und die Erwartungen der Firmen für die kommenden drei Monate.

Die Börse in Hongkong bleibt wegen eines Feiertags am Montag geschlossen.

US-Aktien beenden verlängerten Handel uneinheitlich
Uneinheitlich haben die New Yorker Aktienmärkte am Freitag nach verlängertem Handel geschlossen. Der Dow Jones führender Industriewerte ging mit einem Minus von 0,6 Prozent auf 10.502,40 Zählern aus dem Handel. Die Nasdaq stieg um 1,7 Prozent auf 2.160,54 Punkte. Die US-Technologiebörse hatte den regulären Handel wegen zwischenzeitlicher technischer Probleme um rund eine Stunde verlängert. Da die Aktien von Microsoft und Intel sowohl an der Nasdaq als auch im Dow Jones notiert sind, bewegte sich der Dow ebenfalls länger. Börsianer sagten, dass das Geschäft in der verlängerten Handelszeit chaotisch verlaufen sei. Den nachbörslichen Handel sagte die Nasdaq gänzlich ab. Marktteilnehmer führten die Kursaufschläge bei den Hochtechnologiewerten auf bessere Aussichten für die Branche zurück. „Nach dem jüngsten Zinsschritt der US-Notenbank Fed vom Mittwoch prüften die Anleger die Äußerungen des Fed-Chefs Alan Greenspan und kamen zu dem Schluss, dass die künftige Lage der US-Wirtschaft doch nicht so schlecht ist, wie sie aussieht", sagte Rick Meckler Direktor bei Liberty View.  Die Verluste der Honeywell-Aktien hätten die Blue Chips belastet. General Electric hatte den Honeywell-Vorschlag, für das Unternehmen gebotenen Übernahmepreis um 1,8 Milliarden Dollar zu senken, abgelehnt. Damit sei eine Genehmigung der Fusion durch die EU unwahrscheinlich, hieß es. Honeywell brachen 8,4 Prozent auf 34,99 Dollar ein. General Electric büßten 0,25 Prozent auf 48,75 Dollar ein. Einige Börsianer mahnten trotz der jüngsten Kursgewinne zur Vorsicht. Es könnten weitere schlechte Nachrichten von der Unternehmensseite kommen. Der zweitgrößte Chemiekonzern der USA, Dow Chemical, hatte eine Gewinnwarnung ausgegeben. Die Aktie gab 2,3 Prozent nach.

US-Anleihen schließen sehr schwach
Sehr schwach haben sich die  US-Anleihen am Freitag im späten New Yorker Geschäft gezeigt. Zehnjährige Titel mit einer Zinsausstattung von fünf Prozent verloren 18/32 auf 96-31/32 und rentierten mit 5,403 Prozent. Der Longbond mit einem Kupon von 5-3/8 Prozent gab um 38/32 auf 94-19/32 nach, die Rendite lag bei 5,755 Prozent. Angesichts eines niedriger als erwarteten Steueraufkommens in den USA hätte der Markt die Anleihenotierungen in den Keller geschickt, da es Sorgen gebe, ob die Rücknahme von Staatsanleihen nun limitiert werde, sagte ein Händler. Zusätzlich hätte dier sehr feste Nasdaq die Anleger zu Umschichtungen in Aktien veranlasst.

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2. Juli 2001
Unternehmensnachrichten

Infineon will 60 Millionen Aktien platzieren
Infineon will im Rahmen einer Kapitalerhöhung 60 Millionen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre platzieren. Das Platzierungsvolumen liegt damit bei rund 1,7 Milliarden Euro. Der Ausgabepreis soll am 12. Juli bestimmt werden. Der Handel soll am 13. Juli aufgenommen werden.

GE/Honeywell erwägen Rücknahme des Fusionsantrags
General Electric (GE) und Honeywell erwägen nach Angaben aus mit der Situation vertrauten Kreisen die Aufgabe ihrer Fusionspläne. Die Unternehmen würden darüber nachdenken, ihren bei der EU-Kommission gestellten Antrag zur Genehmigung der Fusion zurückzunehmen, hieß es in den Kreisen am Samstag in Brüssel. Die EU-Kommission soll am Dienstag darüber entscheiden, ob die geplante Fusion zwischen GE und Honeywell mit den kartellrechtlichen Vorschriften der EU im Einklang steht. (Reuters)

Verkauf von Cropscience an BASF und Bayer
Aventis steht kurz vor dem Verkauf von Cropscience an BASF und Bayer. BASF soll den Bereich Insektenvernichtung übernehmen und Bayer den Rest: (HB, S. 11)

Telekom begibt Anleihe
Die Deutsche Telekom begibt am Montag eine Anleihe mit einem Emissionsvolumen von fünf bis acht Milliarden Euro. Da die Roadshow in der Vorwoche gut verlaufen ist, rechnen Beobachter mit der Platzierung des maximalen Emissionsvolumens. (FT, S. 20)

E.ON will in USA einkaufen
E.ON will in den USA auf Einkaufstour gehen und bis zu 55 Milliarden Euro investieren. Die Liberalisierungen in Europa gingen den Konzern zu langsam voran. (CNBC)

Fiat bietet für Montedison
Fiat wird am Montag ein Übernahmeangebot für Montedison unterbreiten. Die Offerte wird von Electricite de Frande und der Deutschen Bank unterstützt, die beide Anteile an Montedison halten. (WSJE, S. 1)  

Alcatel könnte 50 Standorte abstoßen
Alcatel könnte 50 der 100 Werke verkaufen, sagte Alcatelchef Seger Tchuruk, nachdem  Arbeitnehmervertreter am Freitag ein Treffen mit ihm abgesagt hatten. (WSJE, S. 1)

Bankgesellschaft Berlin will Kapitalvotum zur Hauptversammlung
Der Aufsichtsrat der finanziell stark angeschlagenen Bankgesellschaft Berlin hat am Sonntag das vom Vorstand erarbeitete Sanierungskonzept im Grundsatz begrüßt. Die erforderlichen Beschlüsse zur Kapitalerhöhung würden auf der Hauptversammlung am 29. August getroffen, teilte der Bank-Konzern, der einen akuten Kapitalbedarf von zwei Milliarden Euro hat, nach der rund siebenstündigen Gremiensitzung mit. (Ad-hoc)

Morphosys vor Kapitalerhöhung und Strategiewechsel
Morphosys bereitet offenbar eine Kapitalerhöhung vor und hat Gespräche mit Banken. Zudem will das Unternehmen seine Strategie wechseln und künftig auch selbst Medikamente herzustellen. (Die Welt, S. 15)

Lycos France SA kündigt Umstrukturierung an
Lycos Europe N.V will bei seiner französischen Sparte umstrukturieren, um Kosten zu sparen und in die Gewinnzone zu gelangen. Die Geschäftsleitung von Lycos France SA habe seinen Beschäftigten Umstrukturierungsmaßnahmen angekündigt.  (Ad-hoc)

Deutsche Bank/GFT/emagine bündeln IT-Aktivitäten
GFT Technologies  und die Deutsche Bank haben vereinbart, GFT und emagine zu einem Anbieter von integrierten IT-Lösungen in Europa zusammenzuführen. Hierzu bringt die Deutsche Bank emagine, ihre Tochtergesellschaften für integrierte IT-Lösungen, in GFT ein. Die Geschäftsbeziehung zwischen den Unternehmen soll durch eine strategische Partnerschaft sowie durch eine von der Deutschen Bank im Rahmen der Einbringung erworbenen Kapitalbeteiligung in Höhe von 25 Prozent an der erweiterten GFT gestärkt werden. (Ad-hoc)

Schmalbach-Lubeca und Silgan Holdings gründen Joint Venture
Schmalbach-Lubeca und die Silgan Holdings gründen ein Gemeinschaftsunternehmen für ihre Aktivitäten im Bereich der Produktion von Metall- und Kunststoffverschlüssen für den nordamerikanischen Markt. Schmalbach-Lubeca hält einen Anteil von 65 Prozent an dem Joint Venture. (Ad-hoc)

Höft & Wessel gibt Umsatzwarnung
Höft & Wessel rechnet für das Geschäftsjahr 2001 mit einem Umsatzwachstum auf rund  170 (140,5) Millionen Mark, was einem Anstieg um rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, und einem deutlich positiven Ergebnis. Die neue Umsatzplanung liegt um rund 13 Prozent unter den bisherigen Erwartungen. Grund für die veränderte Umsatzprognose ist, dass ein mit hohem Volumen geplanter Kunde der Gruppe vermutlich Zahlungsschwierigkeiten hat und deshalb bisher wesentlich weniger Produkte abgerufen hat, als ursprünglich vorgesehen, heißt es erläuternd. (Ad-hoc)
 

 
Wirtschaftsnachrichten

Aktiengesellschaften bekommen Verhaltenskodex
Aktiengesellschaften soll ein Verhaltenskodex verordnet werden. Die Regierungskommission Corporate Governance hat sich auf einen entsprechenden Schritt verständigt. Die Befolgung des Regelwerks soll freiwillig sein, seine Veröffentlichung im Bundesanzeiger jedoch vorgeschrieben werden. Die Unternehmen müssten zudem jedes Jahr verbindlich mitteilen, ob sie die Regeln einhalten wollen. (Frankfurter Allgemeinse Zeitung, S. 13)

Tankan-Bericht weist stark wachsenden Pessimismus aus
Die Stimmung in der japanischen Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal des laufenden Jahres nochmals deutlich eingetrübt. Wie die Bank of Japan in ihrem Quartalsbericht erläutert, ist der Diffusionsindex für das Sentiment in den Großunternehmen des Verarbeitenden Gewerbes auf minus 16 gefallen, nachdem im vorhergehenden Tankan-Bericht noch ein Wert von minus fünf ausgewiesen worden war. Ökonomen hatten im Durchschnitt ihrer Prognosen eine Verschlechterung auf minus 18 erwartet. (vwd)



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