Frühaufsteher Medienschau


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jack303:

Frühaufsteher Medienschau

 
25.07.02 08:10
25. Juli 2002 Unternehmensnachrichten

AOL Time Warner übertrifft Analystenprognosen - Ermittlungen

Der weltgrößte Medienkonzern AOL Time Warner hat im zweiten Quartal im Zuge eines schwachen Online-Geschäfts einen zum Vorjahr unveränderten Gewinn erzielt, damit aber die Analystenerwartungen übertroffen. Der Gewinn vor Sonderposten habe wie im Vorjahreszeitraum 0,24 Dollar je Aktie betragen, teilte AOL am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten im Mittel mit 0,22 Dollar Gewinn je Aktie gerechnet. Bei der Vorlage der Geschäftsergebnisse teilte Firmenchef Richard Parsons mit, dass die SEC eine Überprüfung der Buchhaltung eingeleitet habe. Dabei gehe es um Anzeigengeschäfte der Internettochter AOL Online. Vorwürfe über „unkonventionelle“ Transaktionen waren zuerst in der „Washington Post“ erhoben worden. Der Konzern hat sie zurückgewiesen. (dpa/Reuters)

Amgen-Gewinn um 28 Prozent gestiegen - Prognosen übertroffen

Der weltgrößte Biotechnologie-Konzern Amgen hat wegen gestiegener Umsätze mit neuen Präparaten im zweiten Quartal 28 Prozent mehr verdient und damit die Analystenprognosen übertroffen. Für das Gesamtjahr stellte das Unternehmen am Mittwoch eine Gewinnsteigerung je Aktie von 25 Prozent vor Einmalbelastungen und ohne Berücksichtigung der Immunex-Übernahme in Aussicht. Zuletzt hatte Amgen noch ein Plus von 20 Prozent erwartet. Der Nettogewinn sei auf 412 Millionen Dollar oder 38 Cent je Aktie gestiegen nach 322 Millionen Dollar oder 30 Cent je Aktie im Vorjahresquartal, teilte Amgen im kalifornischen Thousand Oaks mit. Analysten hatten im Durchschnitt einen Gewinn je Aktie von 34 Cent erwartet. Amgen-Aktien stiegen im nachbörslichen Instinet-Handel kräftig auf 40,90 Dollar, nachdem sie an der Nasdaq zuvor rund vier Prozent fester bei 37,09 Dollar geschlossen hatten. Hohe Umsätze mit einem neuen Präparat zur Infektionsvermeidung bei Krebspatienten hätten zu dem Gewinnplus beigetragen, hieß es. Der Umsatz mit dem Mittel Neupogen sei im Berichtsquartal um sieben Prozent auf 363 Millionen Dollar gestiegen. Der Erlös mit dem Präparat Epogen, das zur Behandlung von Blutarmut bei Dialysepatienten eingesetzt wird, sei um zehn Prozent auf 570 Millionen Dollar gestiegen. Der Gesamtumsatz stieg um 30 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar. Die Synergieeffekte durch die Übernahme des kleineren Konkurrenten Immunex seien höher als erwartet, teilte Amgen weiter mit. Der in der Vorwoche abgeschlossene Kauf werde den Gewinn im kommenden Geschäftsjahr auf bereinigter Basis um weniger als fünf Prozent verwässern. (Reuters)

Telefonica Moviles weist überraschend Milliardenverlust aus

Der führende spanische Mobilfunkanbieter Telefonica Moviles hat im ersten Halbjahr im Zuge hoher Kosten wegen der geplanten Neuordnung des UMTS-Geschäfts überraschend einen Milliardenverlust ausgewiesen. Nach außerordentlichen Aufwendungen von fast fünf Milliarden Euro habe der Halbjahresverlust 4,33 Milliarden Euro betragen nach einem Gewinn von 471 Millionen Euro ein Jahr zuvor, teilte die Telefonica-Tochter am Mittwoch mit. Das Unternehmen habe die spanische Börsenaufsicht CNMV über außerordentliche Aufwendungen von 4,9 Milliarden Euro informiert. Damit wolle der Konzern Umstrukturierungskosten der europäischen Mobilfunkaktivitäten der dritten Generation nach dem UMTS-Standard abdecken. (Reuters)

Der Konzern stoppt alle Entscheidungen bezüglich des Mobilfunkstandards UMTS in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz. Wie aus einem Memorandum des Mobilfunkanbieters vom Mittwoch hervorgeht, gilt dies Aussetzung bis zu einer signifikanten Verbesserung der Bedingungen in technischer Hinsicht und am Markt. Man habe sich entschieden, die kurz- und mittelfristigen Ziele für Europa neu zu definieren, weil sich derzeit der Zugang zu einer wirtschaftlich gangbaren UMTS-Technologie verzögere. Auch müssten für die genannten Länder die Geschäftspläne neu ausgearbeitet werden. (vwd)

Lambda Physik schreibt im dritten Quartal rote Zahlen

Der Laserhersteller Lambda Physik ist im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2001/02 bei rückläufigem Umsatz wieder in die roten Zahlen gerutscht und hat die Erwartungen der Analysten verfehlt. Der Umsatz sei im dritten Quartal auf 21,1 Millionen Euro von 32 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum gesunken, teilte die im Nemax50 gelistete Firma am Donnerstag mit. Vor Zinsen und Steuern sei ein Verlust (Ebit) von 0,1 Millionen Euro entstanden nach einem Gewinn von 3,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Den Periodenfehlbetrag bezifferte die Gesellschaft mit 0,3 Millionen Euro nach einem Überschuss von 0,9 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Auftragseingang sei im Vergleich zum zweiten Quartal um 31 Prozent auf 29,4 Millionen Euro gestiegen. Für das Geschäftsjahr 2001/02 (zum 30. September) rechnet Lambda Physik bei einem Umsatz von 100 Millionen Euro weiterhin mit einen Gewinn. (Reuters)

BroadVision erwartet Breakeven bis Ende des Jahres

Die BroadVision Inc hat sich bei der Vorlage der Zweitquartalszahlen zuversichtlich gezeigt, den Breakeven bis zum Ende des Jahres zu erreichen. Trotz der weiterhin schwierigen Marktbedingungen im Informationstechnologie-Bereich wurden die Lizenzumsätze im zweiten Quartal zum Vorquartal um 26 Prozent gesteigert, wie der US-Softwaresteller am Mittwochabend ad hoc mitteilte. Auf Pro-Forma-Basis wurden die betrieblichen Aufwendungen in derselben Periode um neun Prozent reduziert. (vwd)


Wirtschaftsnachrichten

Neue US-Bilanzkontrolle trifft auch europäische Unternehmen

Der Kampf der Amerikaner gegen Bilanzfälscher trifft auch Europas Wirtschaft. Neue US-Gesetze zu Rechnungslegung und Bilanzprüfung beträfen auch europäische Unternehmen und Wirtschaftsprüfer, hieß es in der EU-Kommission. So soll die US-Börsenaufsicht SEC das Recht bekommen, bei europäischen Wirtschaftsprüfern zu ermitteln und Akteneinsicht zu verlangen. (Handelsblatt, S. 11)

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Text: @la
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