FRÜHAUFSTEHER Der tägliche Ausblick auf die Börse


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18.03.02 07:55
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Hohe Erwartungen an den Dax


18. März 2002 Dax muss hohe Erwartungen erfüllen

Mit großen Versprechungen auf weitere Kursgewinne durch Überwindung wichtiger Marken wie die von 5.300 und 5.400 Punkten hat sich der Dax ins Wochenende verabschiedet. Der technische Analyst Wieland Staud von Staud Research sagt dem Dax noch vor Ostern weitere Hochs voraus und visiert als Kursziel 5.800 Punkte an.

Hohe Erwartungen also, die der Index erst noch einlösen muss. Das überraschende Momentum der vergangenen Woche gibt Grund zur Hoffnung. Kommt aber Störfeuer von fundamentaler Seite, wäre dies für viele Marktteilnehmer eine willkommene Begründung, um Gewinne mitzunehmen.

Bund-Future bleibt in gefährlichem Terrain

Die Gegenreaktion des Bund-Future am Freitag, der trotz weiterer positiver US-Konjunkturdaten um zwei Ticks auf 105,02 Prozent stieg, sowie die Vorgaben aus den USA sprechen dafür, dass der Rentenmarkt möglicherweise erst einmal das Schlimmste hinter sich hat. Doch hat sich der Bund-Future vergangene Woche in charttechnisch riskantes Terrain gebracht. Um der Gefahr weiterer Abstürze zu entgehen, müsse er sich umgehend auf das Niveau von 105,17 bis 105,30 Prozent erholen, meint Rudolf Meier vom Bankhaus Vontobel.

Die Sitzung des Offenmarktausschusses der amerikanischen Notenbank Fed am Dienstag wird wohl kaum weitere Beunruhigung bringen. Der Markt hat nach Ansicht von Beobachtern einen Wechsel der Tendenz der Geldpolitik auf „neutral“, was einen ersten Schritt hin zu möglichen Leitzinserhöhungen bedeutet, in den Kursen vorweggenommen.

Euro in Asien etwas leichter

Etwas leichter zeigt sich der Euro am Montag in Asien. Bis 6.44 Uhr MEZ kostet ein Euro 0,8801 Dollar nach 0,8823 Dollar am Freitagabend in New York. Zum Yen notiert der Dollar mit 129,88 Yen nach 129,13 Yen im späten New Yorker Handel am Freitag.

Der Euro hat nach Ansicht von Devisenanalysten in den nächsten Tagen gute Chancen auf Kursgewinne. Aus fundamentaler Sicht gebe es nur begrenztes Potenzial für den Dollar, meint Alexandra Bechtel von der Commerzbank. Allerdings könnte der Dollar bei einer Verschärfung der Krise im Irak von “Safe-Haven“-Bewegungen und dann möglicherweise wieder anziehenden Ölpreisen profitieren, fügt die Analystin hinzu. Ihre Range-Schätzung für die nächsten Tage lautet auf 0,8700 bis 0,8900 Dollar.

Börse Tokio vor Notenbanksitzungen schwächer

Die Börse Tokio hat zum Wochenauftakt im Vorfeld der für Dienstag anberaumten Sitzungen der US-Notenbank sowie der Bank of Japan (BOJ) schwächer geschlossen. Die beiden Ereignisse mäßigten den wachsenden Optimismus, dass eine von den USA angeführte wirtschaftliche Erholung Japan mit nach oben ziehen werde, sagten Händler. Der Nikkei-Index fiel um 1,3 Prozent auf 11.498,38 Zähler. Der breiter gefasste Topix-Index um 0,8 Prozent auf 1.088,14 Punkte. TDK-Aktien brachen im Handelsverlauf um 6,37 Prozent ein, nachdem die Papiere in den zwei vorhergehenden Sitzungen insgesamt 7,2 Prozent zugelegt hatten. „Viele der hoch bewerteten Technologiewerte waren aus technischer Perspektive in den vergangenen Tagen überkauft", sagte ein Marktteilnehmer. Zu den Kursgewinnern gehörte am Montag Nissan Motor mit plus 2,13 Prozent. Japans drittgrößter Autokonzern hatte nach Angaben vom Freitag in der ersten Verkaufswoche 25.000 Bestellungen für seinen neuen Kleinwagen March eingesammelt.

Aktien Hongkong am Mittag etwas fester

Etwas fester präsentieren sich die Aktienkurse am Montagmittag (Ortszeit) in Hongkong. Zum Ende der ersten Sitzungshälfte gewinnt der Hang-Seng-Index (HSI) 0,5 Prozent auf 11.260,22 Zähler. China Mobile legen um zwei Prozent auf 25,45 HK-Dollar zu. Das Unternehmen hat in der Mittagspause seine Zahlen für das Jahr 2001 vorgelegt. Der Nettogewinnzuwachs um 55 Prozent sei im Rahmen der Erwartungen, heißt es. Positiv sei allerdings die Zunahme der Ebitda-Marge auf 60,1 Prozent von 57,7 Prozent.

US-Nachbörse leicht im Plus

Nach Börsenschluss stand Oracle im Mittelpunkt des Computerhandels. Der Softwarehersteller erholte sich um 0,6 Prozent auf 12,68 Dollar, nachdem die Aktie in der regulären Sitzung wegen des schwachen Ausblicks um über sechs Prozent eingebrochen war. Der Nasdaq-100 After Hours Indicator ging mit einem leichten Aufschlag von 0,1 Prozent auf 1.497,17 Punkte ins Wochenende.

US-Börsen nach starken Konjunkturdaten im Aufwind

Besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten haben am Freitag Hoffnungen auf eine Erholung der US-Wirtschaft gestärkt und die Kurse an den New Yorker Aktienmärkten steigen lassen. Der Dow-Jones-Index schloss 0,86 Prozent im Plus bei 10.607,23 Zählern. Der technologielastige Nasdaq Composite-Index legte um 0,76 Prozent auf 1.868,30 Zähler zu. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 1,14 Prozent auf 1.166,16 Punkte. Händler sagten, der stärker als erwartet ausgefallene Anstieg des US-Verbrauchervertrauens Anfang März und das deutliche Plus der Industrieproduktion im Februar seien ein weiteres Zeichen dafür, dass die US-Wirtschaft auf Erholungskurs sei. „Die Zahlen (zur Industrieproduktion) waren etwas besser als erwartet, und das hat uns geholfen", sagte Todd Clark, Leiter Aktienhandel bei Wells Fargo Securities.

Finanzwerte profitierten Händlern zufolge von der gestiegenen Hoffnung auf eine Konjunkturerholung und sorgten mit zum Teil deutlich höheren Kursen für Gewinne des Dow-Jones-Index. Der Kurs der Aktien des Finanzkonzerns American Express stieg um rund 3,8 Prozent auf 42,15 Dollar, die Titel von J.P. Morgan Chase legten 2,6 Prozent auf 36,01 Dollar zu. Ölwerte zogen nach der Entscheidung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), die Fördermengen nicht zu ändern, ebenfalls an. Der Aktienkurs der Exxon Mobil stieg um 0,86 Prozent auf 43,61 Dollar.

Der verhaltene Ausblick des zweitgrößten Software-Herstellers der Welt, Oracle, habe jedoch die Sorgen der Anleger über die Gewinnentwicklung bei den Technologiewerten bestätigt, sagten Händler. Der Kurs der Aktie fiel 6,25 Prozent auf 12,60 Dollar. Das Unternehmen rechnet nach eigenen Angaben mit weiterer Zurückhaltung bei den Ausgaben im Technologiesektor und sieht derzeit noch keine Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung. Die Kurs der Aktie des Pharmakonzerns Merck gab um 5,82 Prozent auf 59,75 Dollar nach und bremste damit nach Händlerangaben einen weiteren Anstieg des Dow-Jones-Index. Das Unternehmen hatte zuvor die Bewerbung für die Zulassung eines neuen Arthritis-Medikamentes zurückgezogen. Merck wolle jedoch die Dokumente zu einem späteren Zeitpunkt für eine breitere Anwendung erneut einreichen, teilte der Konzern weiter mit.

US-Anleihen schließen sehr fest

Fest haben sich die US-Staatsanleihen am Freitag präsentiert. Zehnjährige Papiere mit einem Kupon von 4,875 Prozent stiegen um 17/32 auf 96-15/32 und rentierten mit 5,334 Prozent nach 5,388 Prozent am Vortag. Der 30-jährige Longbond mit einem Kupon von 5,375 Prozent kletterte deutlich um 1-1/32 auf 94-22/32 nach, Rendite: 5,752 Prozent nach 5,812 Prozent. Trotz der guten US-Konjunkturzahlen am Morgen verbuchten die Treasurys zum Teil kräftige Kursgewinne, was Beobachter mit einer technischen Erholung begründeten. Der Markt “war so derartig überverkauft, wir mussten einfach nach oben“, sagte Michael Ryan, Analyst bei UBS Warburg.

Weil einige große Unternehmensanleihen am Freitag gepreist wurden, hätten diese damit auch die “Kauf-Sperre“ vor allem bei der Zehnjährigen aufgehoben. Käufer von Unternehmensanleihen verkauften vor dem Pricing oft Staatspapiere, um das Zinsniveau “einzusperren“, und kauften sie danach wieder zurück, erklärte ein Analyst. Außerdem spiegele sich in den Aufschlägen das Vertrauen der Anleger in die nächsten Schritte der US-Fed wider, sagte ein Beobachter. Der voraussichtliche Wechsel der Fed-Politik von der Einschätzung “konjunkturelle Risiken“ zu einer neutralen Sicht auf der nächsten Sitzung am 19. März sei mittlerweile im Markt akzeptiert, hieß es. Die Anleihen seien entsprechend zurückgestuft  worden, sagte Ryan.

Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters

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Medienschau


18. März 2002 Unternehmensnachrichten

Insolvenzgefahr für Holzmann wächst erheblich

Die Gefahr einer Insolvenz des Holzmann-Konzerns wächst nach Zeitungsberichten vom Montag erheblich. Wie die “Financial Times Deutschland“ schreibt, sollen sich die Gläubigerbanken auch am Wochenende nicht auf ein Finanzkonzept für das Bauunternehmen haben einigen können. “Die Gespräche sind nicht abgebrochen, sie sind aber auch nicht abgeschlossen“, wird ein Holzmann-Insider zitiert. Ein neuer Gesprächstermin sei nach Angaben aus Bankenkreisen nicht vereinbart worden. Die Wahrscheinlichkeit einer Pleite sei jetzt größer als 50 Prozent. Ohne Finanzhilfe wäre Holzmann nach einem schlechten Jahresabschluss überschuldet. (FTD, S. 1)

Noch kein Durchbruch bei Kirch-Verhandlungen

Bei den Verhandlungen um die Zukunft des Medienkonzerns Kirch am Wochenende hat es nach übereinstimmenden Zeitungsberichten vom Montag noch keinen Durchbruch gegeben. Ergebnisse des Treffens mit den Gläubigerbanken, das an einem geheim gehaltenen Ort offenbar in München am Nachmittag begonnen habe und bis zum Abend dauern sollte, wurden zunächst nicht bekannt, schreibt die “Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Erwartet würden vorerst nur kleine Schritte, habe es am Sonntag in Bankenkreisen geheißen. Die Zahlungsverpflichtungen und erwarteten Einnahmen Kirchs müssten durchgerechnet werden. Einig sei sich die Bankengruppe über den Weg und das Ziel. (vwd)

Hynix und Micron einig über Verkauf von Hynix-Kernbereichen

Die südkoreanische Hynix Semiconductor Inc und ihre Gläubiger haben sich mit der Micron Technology in weiten Teilen über einen Verkauf zentraler Bereiche des Chipproduzenten an das US-Unternehmen verständigt. Wie die Gläubigerbank Hanvit Bank am Montag mitteilte, haben sich beide Seiten auf den Zahlungsbetrag, die Zahlungsweise und die Investitionen von Micron in das Non-Memory-Chip-Geschäft der Hynix geeinigt. Zeitungsberichten zufolge hat Micron 3,8 Milliarden Dollar für den Kauf des Memory-Chip-Geschäfts geboten sowie 200 Millionen Dollar für den Kauf von 15 Prozent des Non-Memory-Chip-Geschäfts. Der größte Teil der Zahlungen werde in Mircon-Aktien erfolgen, ein kleiner Teil in bar. (vwd)



Wirtschaftsnachrichten

Konservative Sozialdemokraten siegen bei Wahl in Portugal

Portugal steht vor einem Machtwechsel. Bei der Parlamentswahl am Sonntag erreichten die konservativen oppositionellen Sozialdemokraten einen leichten Vorsprung vor den seit 1995 regierenden Sozialisten. Zwar reicht der Vorsprung wahrscheinlich nicht für eine absolute Mehrheit im Parlament, zusammen mit der rechtsgerichteten Volkspartei können die Sozialdemokraten jedoch einen Regierungswechsel herbeiführen.

Portugals Wirtschaft steckt in einer Krise, die Staatsausgaben sind außer Kontrolle geraten. Mit einem Haushaltsdefizit von 2,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ist das Land wie Deutschland nur knapp einem Blauen Brief der EU-Kommission entgangen. Zur Bewältigung der Krise will Oppositionsführer Durao Barroso die Unternehmenssteuern senken. So hofft er, neue Investoren anzuziehen. (vwd/AFP)

Deutsche Börse will Delisting-Regeln lockern

Wie das “Handelsblatt“ unter Verweis auf einen Beschluss des Frankfurter Börsenrates berichtet, könne künftig ein Unternehmen ein Delisting beantragen, ohne den freien Aktionären ein Abfindungsangebot zu unterbreiten. Dieser Schritt, der noch von der hessischen Börsenaufsicht abgesegnet werden müsse, verschaffe den Emittenten größere Freiheiten, berge aber nach Ansicht von Fachleuten zugleich Risiken für Kleinanleger. (Handelsblatt, S. 21)

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das Zentrum d.:

Kirch und Holzmann: Rettungschancen stehen 50:50

 
18.03.02 08:08
17. März 2002 Das Schicksal der Kirch-Gruppe und des Holzmann-Konzerns liegt weitgehend in den Händen der Gläubigerbanken. Wenn sich diese bei ihren Verhandlungen in den kommenden Tagen und Wochen nicht auf eine gemeinsame Linie einigen, sind eine Pleite des traditionsreichsten deutschen Baukonzerns und eine Insolvenz von Teilen der Kirch-Gruppe wahrscheinlich.

„In beiden Fällen stehen die Chancen für eine Rettung vielleicht 50 zu 50“, hieß es am Sonntag in Finanzkreisen. Auf eine gemeinsame Linie konnten sich die Banken bisher in beiden Fällen nicht verständigen.

Baldiger Insolvenzantrag Holzmanns „gut möglich“

Bei Kirch wie bei Holzmann wollen die Banken keine Rettung um jeden Preis. „Wir leben nun einmal in einer Marktwirtschaft. Da kann man nicht Dinge tun, nur um des Rettens willen“, heißt es in Holzmann-Gläubigerkreisen. Schon bei der letzten Holzmann-Rettung sei schließlich eher auf politischen Druck denn aus ökonomischer Vernunft gehandelt worden. Bei den Banken, die den Rettungsplan der Deutschen Bank nicht mittragen wollen, gilt ein Insolvenzantrag von Holzmann noch in dieser Woche als gut möglich.

Kirch-Schulden möglicherweise höher als bisher bekannt

Die Krisengespräche bei Kirch sind in einem früheren Stadium. „Man arbeitet sich Stückchen für Stückchen voran“, sagt ein Branchenkenner. Ob die Verschuldung der KirchGruppe bei 6,5 Milliarden Euro liegt, wie von dem Konzern bisher mitgeteilt, oder bei 6,9 Milliarden Euro, wie es das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtet, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. „Entscheidend ist, ob eine dauerhaft tragfähige Lösung gefunden wird“, betont eine Gläubigerbank.

Im Falle Kirch werden derzeit erste Szenarien durchgespielt. Laut „Focus“ könnte Rupert Murdoch Kirchs Formel 1-Mehrheit übernehmen. Im Gegenzug müsste Kirch dem Medienmogul nicht 1,7 Milliarden Euro zahlen, wenn dieser im Herbst seine Premiere-Beteiligung verkauft. Damit würde Kirch eines seiner größten Probleme los. In Branchenkreisen gilt dieses Tauschgeschäft derzeit aber nicht als wahrscheinlich.

Weiterer Knackpunkt in den Verhandlungen ist Premiere. Derzeit macht der Sender etwa zwei Millionen Euro Verlust am Tag. Daher gilt bei den Banken eine Pleite von Premiere als möglich. Bei der Suche nach einer Lösung versuchen die Beteiligten daher auch, den Premiere-Komplex von der Kerngesellschaft KirchMedia zu trennen.

Mögliche Verbindung zwischen beiden Fällen

Ein Ausweg aus der Finanzkrise ist nach Einschätzung beider Seiten nur möglich, wenn die Banken an einem Strang ziehen. Dazu suchen die Gläubiger schon seit längerem nach einem Moderator. Diesen brauchen die Banken, weil sie unterschiedliche Interessen verfolgen. Dabei spielt besonders die Deutsche Bank, deren Kredite gut besichert sind, eine Sonderrolle. Der Deutschen Bank komme eine mögliche Insolvenz Kirchs nicht ungelegen, wird in Branchenkreisen vermutet. Die HypoVereinsbank durchkreuzte demnach diese Pläne, als sie Kirch mit dem Angebot, sein Springer-Paket zu kaufen, kurzfristig finanzielle Luft verschaffte.

Hier sehen einige Beobachter einen Zusammenhang mit der festgefahrenen Situation bei Holzmann. Weil die Deutsche Bank bei Kirch quer schieße, lehnten die Konkurrenten um Dresdner Bank und HypoVereinsbank nun den Rettungsplan für Holzmann ab. Damit könnten die aus München gesteuerten Banken auch gleich Bundeskanzler Gerhard Schröder eins mitgeben. In den Kreisen der Gläubigerbanken wurde dieses Szenario allerdings entschieden zurückgewiesen. „Das ist Unsinn. Hier geht es um so große Dimensionen, da gibt es keine Spielchen.“


das Zentrum der Macht

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Guido:

Vielen Dank

 
18.03.02 08:12
lese ich jeden morgen gerne!!
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das Zentrum d.:

Cargolifter verschiebt Serienproduktion um 1 Jahr

 
18.03.02 08:18
Cargolifter verschiebt Serienproduktion um ein Jahr


16. März 2002 Cargolifter hat wegen Finanzproblemen die Serienproduktion des geplanten Luftschiffes CL 160 um ein Jahr verschoben und den bis dahin erwarteten Kapitalbedarf um rund 130 Millionen Euro erhöht. Kurz vor der Hauptversammlung am Samstag im brandenburgischen Briesen-Brand sagte Unternehmens-Chef Carl von Gablenz, die Serienproduktion werde erst im Geschäftsjahr 2005/06 und nicht wie bisher geplant 2004/05 beginnen. Zudem habe Cargolifter den bis dahin nötigen Kapitalbedarf angepasst und gehe von 720 statt der bisher angepeilten 590 Millionen Euro aus. Mit dem Erreichen der Gewinnschwelle rechnet das Unternehmen im Jahr 2006/07.

In einem ersten Finanzierungsschritt will das Unternehmen im März/April dieses Jahres bis zu 50 Millionen Euro einnehmen. Cargolifter verkaufte zudem seinen ersten Transportballon CL 75 AirCrane für 9,7 Million Dollar und einigte sich mit der kanadischen Firma Heavy Lift Canada über eine Kaufoption weiterer 25 Ballone für jeweils zehn Millionen Dollar.

Erster Testflug im Februar 2005

Von Gablenz kündigte den ersten Testflug mit dem Luftschiff CL 160, das Schwerlasten transportieren soll, für Februar 2005 an. „Wir haben Verzuge, die wir nicht mehr aufholen können.“ Deshalb werde das Projekt um ein Jahr verschoben. Bereits auf der Hauptversammlung 2001 hatte das im MDax notierte Unternehmen den ersten Testflug und die Profitschwelle um ein Jahr verschoben. Der Cargolifter-Chef begründete die diesjährige Verzögerung mit notwendigen Kosteneinsparungen und aufgeschobenen Investitionen. „Sie können sich vorstellen, dass wir momentan nicht mit Vollgas fahren können", sagte von Gablenz vor Journalisten.

Im Januar hatte Cargolifter angekündigt, auf staatliche Hilfe angewiesen zu sein, sollten Gespräche über alternative Finanzierungsformen scheitern. Die Aktie brach darauf vorübergehend um bis zu 60 Prozent ein.  Cargolifter geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die Gewinnschwelle erst ein Jahr später als geplant 2006/07 überschritten werde. Finanzvorstand Karl Bangert räumte ein, die Unternehmensberatung Roland Berger rechne mit dem Erreichen des so genannten Break-Even erst ein bis zwei Jahre später. Bangert betonte, einer Roland-Berger-Studie zufolge sei die langfristige Rentabilität von Cargolifter aber trotz der Verzögerungen gegeben. Die Unternehmensberatung gehe davon aus, dass bis zur Serienreife des CL 160 insgesamt rund 880 Millionen Euro nötig seien. Cargolifter selbst bezifferte den erhöhten Finanzbedarf auf 720 von bisher geplanten 590 Millionen Euro. Bislang hat das Unternehmen vor allem über Kleinaktionäre rund 300 Millionen Euro eingenommen.

Frisches Kapital in den nächsten Monaten

Finanz-Chef Bangert äußerte sich zuversichtlich, dass Cargolifter in den nächsten Monaten bis zu 50 Millionen Euro an frischem Kapital einwerben könne. Geschehen solle dies über eine Kapitalerhöhung von zehn Prozent des Grundkapitals ohne Bezugsrecht, die vor allem strategischen Investoren angeboten werde. Dazu beitragen sollten zudem die Ausgabe von Wandelanleihen auch mit Bezugsrecht für die Aktionäre. Zudem hofft Bangert auf öffentliche Hilfe, nannte aber keine Einzelheiten. Für ein möglicherweise kurzfristiges Darlehen sei das Land Brandenburg erster Ansprechpartner.

Die nächsten Finanzierungsschritte solle es im Sommer 2002 über eine Kapitalerhöhung geben, die zu einer Verdopplung des Grundkapitals führen könnte, sollten alle Aktionäre ihr Recht ausüben. Die Barkapitalerhöhung von bis zu 33 Millionen Aktien könnte nach Einschätzung Bangerts bei einem Kurs von rund fünf Euro um die 160 Millionen Euro bringen. Am Freitag schloss die Aktie bei 4,61 Euro. Mit 15 Euro waren die Titel im Mai 2000 an die Börse gegangen. Für den Lauf des Jahres 2003 rechnet Cargolifter mit einem bedingt rückzahlbarem Bundesdarlehen von 300 Millionen Euro. Die Gelder, die in den Bundeshaushalt 2003 eingestellt werden müssten, sollen nach Planung von Cargolifter dann in zwei Raten von jeweils 150 Millionen Euro fließen.

Beteiligung an Heavy Lift Canada

Cargolifter kündigte an, sich mit 20 Prozent an der neu gegründeten Heavy Lift Canada zu beteiligen. Der erste Ballon des Modells CL 75, der kleiner ist als der CL160, solle voraussichtlich im Dezember 2002 an Heavy Lift geliefert werden. Der so genannte Luftkran soll vor allem in Kanadas Arktik für den Transport von Öl- und Erdgasförder-Einrichtungen genutzt werden.


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KPN mit Rekordverlust

 
18.03.02 08:58
18. März 2002 Der niederländische Telekommunikationskonzern KPN Telecom hat 2001 nach umfangreichen Abschreibungen auf Firmenwerte einen Nettoverlust in Rekordhöhe von 7,495 Milliarden Euro verbucht. Im Jahr zuvor hatte KPN noch 1,9 Milliarden Euro Gewinn erzielt.

Für das laufende Jahr werde ein einstelliges Umsatzwachstum sowie ein zweistelliges Gewinnwachstum angestrebt, teilte der Konzern in Amsterdam mit. Vor Sonderposten und Firmenwertabschreibungen verdoppelte der niederländische Konzern seinen Verlust auf 1,41 Milliarden Euro (Vorjahr: 626 Millionen Euro) und verfehlte damit die Erwartungen von Analysten, die mit 1,35 Milliarden Euro gerechnet hatten.

Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) stieg den Angaben zufolge um 5,5 Prozent auf rund 3,59 Milliarden Euro. In der vergangenen Woche hatte KPN angekündigt, für seine Beteiligung am deutschen Mobilfunkanbieter E-Plus eine Firmenwertabschreibung von 12,4 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2001 vorzunehmen.

Text: Reuters



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Schnorrer:

Kirch wird nicht fallengelassen. Nur zerstückelt

 
18.03.02 10:06
und neu zusammengesetzt. Wer will schon einen ausländischen Meinungsmacher in der Deutschland AG? Unvorstellbar. Definitiv.
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chartgranate:

moin moin

 
18.03.02 10:11
an alle im Ariva-Ländle.Vor allem an Dich,Zentrum,denn ich bin auf diese kommende Börsenwoche sehr gespannt und freue mich umso mehr auf Deine sachkundige Kommentierung derselben.
Übrigens,Schnorrer,you´re absolutely right........
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