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FRÜHAUFSTEHER Der tägliche Ausblick auf die Börse

 
04.02.02 07:55
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Holpriger Wochenauftakt beim Dax erwartet


4. Feb. 2002 Holpriger Wochenauftakt beim Dax erwartet

Ohne große Euphorie gehen die Anleger am deutschen Aktienmarkt in die Sitzung am Montag. Die wenig inspirierenden Impulse aus den USA und aus Asien sowie die bisher fehlenden wichtigen Unternehmensnachrichten lassen auf einen nur zögerlichen Wochenauftakt schließen. Beim Dax werden daher weiter leicht abbröckelnde Notierungen erwartet. Zur Erinnerung: Am Freitag war der Dax um 0,21 Prozent auf 5.097,06 Zähler gefallen.

Bund-Future vor freundlichem Grundton

Auf einen zunächst weiter gut behaupteten Grundton stellen sich Marktteilnehmer am Montag am Rentenmarkt ein. Die jüngsten Kursgewinne beim Bund-Future seien ermutigend gewesen und auch die Aufschläge am US-Rentenmarkt am Freitag stimmten zuversichtlich. Offenbar setze sich immer mehr die Auffassung durch, dass der erhoffte Konjunkturaufschwung nur gedämpft ausfallen werde und man sich am Rentenmarkt folglich nicht zu sehr um deutlich anziehende Renditen sorgen müsse. Am Freitag war der Bund-Future um 16 Basispunkte auf 108,05 Prozent gestiegen.

Devisenmarkt noch ohne große Ausschläge

Wenig bewegt zeigt sich der Euro am Montagmorgen im asiatischen Handel. Gegen 7.25 Uhr werden 0,8621 Dollar genannt nach 0,8618 Dollar am Freitagabend in New York. Der US-Dollar notiert zum Yen mit 133,41 Yen nach 133,15 Yen im späten New Yorker Geschäft am Freitag. Händler sagten, nach dem jüngsten Kursrutsch der Gemeinschaftswährung im Zuge der aufgekeimten Konjunkturhoffnungen in den USA sei nun zunächst mit einer Verschnaufpause zu rechnen.

Aktienmarkt in Japan schwach

Schwach hat der Aktienmarkt in Tokio am Montag geschlossen. Der Nikkei-225-Index gab um 1,6 Prozent oder 159,50 Yen auf 9.631,93 Yen nach.  Der Topix Index verlor 1,3 Prozent oder 12,75 Zähler auf 943,51 Punkte. Am Markt mache man sich weiter Sorgen darüber, dass sich die japanischen Wirtschaftsreformen verzögern könnten.  Das gute Ergebnis von Sony trat auf Grund der Bedenken in Bezug auf die der politischen Probleme in den Hintergrund. Sony hat das dritte Quartal besser als erwartet abgeschlossen. Dies könne als Hinweis auf eine Erholung in der Halbleiterbranche gewertet werden. Auf Unternehmensebene belasteten ansonsten aber eine Gewinnwarnung von Tokyo Electron und die im Zeitraum von April bis September um 13 Prozent gestiegene Zahl notleidender Kredite im Bankensektor.

Aktien Hongkong mittags freundlich

Freundlich präsentiert sich der Aktienmarkt in Hongkong am Montagmittag. Der Hang-Seng-Index gewinnt bis zum Ende der ersten Sitzungshälfte 0,6 Prozent oder 62,51 Punkte auf 10.753,76 Punkte. Angeführt werden die Gewinner laut Händlern von Immobilientiteln sowie China Mobile und China Unicom. Der Hang-Seng-Index wird sich bis zum Beginn der Neujahrsfeiertage in der kommenden Woche um den gleitenden 100-Tag-Durchschnitt von 10.700 Zählern bewegen, heißt es weiter. Vorerst seien keine Impuls gebenden Nachrichten zu erwarten. Zudem werde die Liquidität abnehmen. Im weiteren Verlauf wird der Index zwischen 10.600 und 10.800 Punkte gesehen.

US-Aktien nachbörslich kaum verändert

Wenig verändert zeigten sich die US-Aktienkurse am Freitag im nachbörslichen Geschäft. Der Nasdaq 100 After Hours Indicator verlor marginale 0,04 Punkte auf 1.528,11 Zähler. Am auffälligsten verhielten sich noch Worldcom mit minus 4,4 Prozent auf 9,61 Dollar, was mit der Sorge um eine Rückstufung beim Rating für die hauseigenen Unternehmensanleihen sowie einer Entnahme aus dem S&P 500 Index begründet wurde.

Wall Street geht etwas leichter ins Wochenende

Etwas leichter sind die Standardwerte an Wall Street am Freitag aus dem Handel gegangen. Der Dow Jones verlor 0,1 Prozent auf 9.907,26 Punkte. Die Nasdaq gab 1,2 Prozent auf 1.911,25 Zähler nach.

Händler sprachen von Gewinnmitnahmen nach den deutlichen Kursgewinnen der beiden vorangehenden Tage. Zudem seien die Konjunkturdaten des Tages uneinheitlich ausgefallen.

Besonders die Finanztitel standen auf den Verkaufslisten. J.P. Morgan verminderten sich um 5,6 Prozent auf 32,16 Dollar, Bank of America sanken um 2,6 Prozent auf 61,36 Dollar, und Citigroup verbilligten sich um 1,9 Prozent auf 46,49 Dollar. Auch die vom Konsum abhängigen Unternehmen sahen ihre Aktien fallen. Die Titel der Elektronikkette Best Buy gaben zwei Prozent auf 72,55 Dollar nach, Dell Computer sanken um 2,5 Prozent auf 26,80 Dollar. Amgen kletterten hingegen um 4,3 Prozent auf 57,88 Dollar und profitierten dabei von der Genehmigung des Nachfolgemedikaments für “Neupogen“ durch die FDA. Marktteilnehmer erwarten nun, dass Amgen die geplante Steigerung des Gewinns um 20 Prozent erreichen werde.

Ford verbuchten ein Minus von 2,6 Prozent auf 14,90 Dollar. Der US-Absatz des Autoherstellers war im Januar um zehn Porzent zurückgegangen. Disney stiegen hingegen deutlich um 6,6 Prozent auf 22,45 Dollar. Der Gewinn aus dem operativen Geschäft lag im ersten Quartal bei 0,15 Dollar je Aktie, erwartet wurden lediglich 0,10 Dollar.

Computer Sciences legten vier Prozent auf 46,30 Dollar zu, nachdem der Gewinn im dritten Quartal mit 0,51 Dollar die Erwartungen um 0,01 Dollar je Aktie übertroffen hatte. Darüber hinaus bekräftigte das Unternehmen die Planung für das Geschäftsjahr 2001/02. Auch Adobe Systems profitierten von aufrecht erhaltenen Planzahlen. So werde weiterhin ein Gewinn von 0,20 bis 0,22 Dollar pro Anteilsschein erwartet. Des weiteren übernimmt Adobe die kanadische Internetfirma Accelio für rund 72 Millionen Dollar in Aktien. Adobe kletterten um 6,6 Prozent auf 35,93 Dollar, Accelio um 43,2 Prozent auf 2,75 Dollar.

Waste Management verloren 12,8 Prozent auf 25,13 Dollar, nachdem das Unternehmen seine Planung für das vierte Quartal reduziert hatte. Auch andere Umwelttitel litten darunter. Waste Connections sanken um 11,4 Prozent auf 23,91 Dollar und Stericycle um 2,3 Prozent auf 55,67 Dollar.

US-Anleihen schließen nach gemischten Konjunkturdaten fest

Mit fester Tendenz sind die US-Anleihen am Freitag in New York aus dem Handel gegangen. Zehnjährige Titel mit einer Zinsausstattung von fünf Prozent verteuerten sich um 13/32 auf 100-3/32. Die Rendite fiel von 5,029 auf 4,983 Prozent. Der Longbond mit einem Kupon von 5-3/8 Prozent legte 17/32 auf 99-21/32 zu und rentierte mit 5,396 Prozent, nach 5,433 Prozent am Donnerstag. Die Notierungen profitierten Händlern zufolge von den durchwachsenen Konjunkturzahlen des Tages. So stelle der Arbeitsmarktbericht “das bisher deutlichste Zeichen“ dar, dass eine konjunkturelle Erholung weiterhin mit Risiken behaftet sei, sagte Volkswirt Drew Matus von Lehman Brothers in Jersey City.

Denn der Berichts suggeriere, dass einige der Arbeitslosen inzwischen bei der Jobsuche entmutigt seien, was wiederum negative Auswirkungen auf den Konsum haben könnte. Auch die restlichten Konjunkturdaten seien gemischt ausgefallen, so dass noch von keiner Trendwende gesprochen werden könne. “Es gab bei den Daten keine Anzeichen, dass die Wirtschaft aus dem Schneider ist. Das reflektiert der Anleihemarkt“, sagte Portfoliomanagerin Andrea Burke von Putnam Investments in Boston. Die Stimmung für Anleihen bleibe daher vorerst gut, hieß es im Handel.

 
Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters

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Medienschau


4. Feb. 2002
Unternehmensnachrichten

DaimlerChrysler plant Dividendenkürzung

Der DaimlerChrysler-Vorstand wird nach einem Bericht der “Financial Times Deutschland“ (Montagausgabe) voraussichtlich in dieser Woche eine Kürzung der Dividende um etwa ein Drittel auf rund 1,50 Euro je Aktie empfehlen. Die Zeitung beruft sich auf Konzernkreise und fügt hinzu, der Vorstand müsse die Kürzung noch formal billigen. Vorstandsvorsitzender Jürgen Schrempp werde diesen Schritt möglicherweise mit dem intensiven Preiswettbewerb auf dem Pkw- und Lkw-Markt in Nordamerika und Europa begründen. (vwd)

Novartis will Bereich Health & Functional Food verkaufen

Novartis will ihren Geschäftsbereich Health & Functional Food verkaufen. Nach Angaben des schweizerischen Pharmakonzerns vom Montag handelt es sich dabei um eine als nicht-strategisch bewertete Sparte mit einem Jahresumsatz von 850 Millionen Schweizer Franken. Nach dem Verkauf erhalte der Bereich Consumer Health eine nach Geschäftsbereichen organisierte Struktur.  Verkauft würden die Marken Ovomaltine, Isostar und Cereal. Einzelheiten gebe es auf der Bilanzpressekonferenz am 7. Februar. Credit Suisse First Boston sei mit der Abwicklung des Verkauf beauftragt worden, hieß es weiter. Die Transaktion solle binnen sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein. (vwd)

Private Media verschiebt Börsengang

Die Private Media Group hat im Einvernehmen mit der konsortialführenden Commerzbank Securities beschlossen, ihren für diesen Montag geplanten Gang an den Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zu verschieben. Beide stimmten nach einer Mitteilung des Unternehmens darin überein, dass unter den aktuellen Marktbedingungen derzeit kein ideales Kapitalmarktumfeld für eine erfolgreiche Zweitplatzierung gegeben ist. (vwd)

Zeitung: Tchibo-Imperium wird aufgeteilt

Für den langen Streit in der Eigentümerdynastie der Tchibo Holding AG, Hamburg, bahnt sich nach einem Bericht des “Handelsblatt“ (Montagausgabe) eine Lösung an. Die verfeindeten Geschwistergruppen der Hamburger Familie Herz planten die Aufteilung ihres Familienvermögens, heißt es. Ihre Auseinandersetzung blockiere nämlich die Entwicklung der Holding seit Jahren. Vermittler soll der Münchener Rechtsanwalt Reinhard Pöllath, Aufsichtsratsmitglied der Tchibo-Holding, sein, erfuhr die Zeitung aus Kreisen des Kontrollgremiums. (vwd)

Infineons Angebot für Hynix besser als Microns

Infineon Technologies hat Hynix Semiconductor nach koreanischen Zeitungsberichten eine Allianz angeboten, deren Bedingungen besser sind als das Gebot von Micron Technology. Die “Korea Economic Daily“ schreibt in ihrer Montagausgabe, Infineon habe Hynix den Austausch eines mehr als 20-prozentigen Gesellschaftsanteils vorgeschlagen. Von deutscher Seite sei ferner angeboten worden, Infineon könne sich an dem südkoreanischen Chiphersteller auch mehrheitlich beteiligen, heißt es unter Berufung auf nicht genannte Mitglieder des Hynix-Restrukturierungskomitees. (vwd)

Yukos an deutschen Tankstellen interessiert

Der russische Erdölkonzern Yukos ist nach einem Bericht des “Handelsblatt“ (Montagausgabe) an der Übernahme deutscher Tankstellennetze interessiert. Er suche nach Möglichkeiten, seine Ölexporte in den Westen langfristig deutlich zu steigern, wird Yukos-Manager Michail Chodorkowskij zitiert. Im Gespräch mit der Zeitung habe er am Rande des Weltwirtschaftsforums in New York gesagt, man wolle zudem eine oder mehrere Raffinerien in Deutschland erwerben. Es werde jedoch ein Partner gesucht, der bereits über Erfahrungen auf dem Tankstellenmarkt verfügt. (vwd)



Wirtschaftsnachrichten

Eichel rechnet mit drei Prozent Wachstum im laufenden Jahr

Bundesfinanzminister Hans Eichel rechnet in diesem Jahr mit einem deutlichen Aufschwung der deutschen Wirtschaft. Ende des Jahres werde Deutschland “jahresbezogen bei drei Prozent Wachstum“ liegen, sagte Eichel am Sonntagabend in der ARD-Sendung “Sabine Christiansen“. Im nächsten Jahr werde der Durchschnitt der Europäischen Union (EU) erreicht.  Trotz der Empfehlung der EU, Deutschland wegen seines Haushaltsdefizits zu verwarnen, verteidigte Eichel seine Politik und machte Länder und Kommunen für das Defizit verantwortlich. (vwd)

Airlines machten 2001 weltweit 15 Milliarden Dollar Verlust

Die Fluggesellschaften haben im vergangenen Jahr weltweit 15 Milliarden Dollar Verlust gemacht. Dies erklärte der Generaldirektor der Internationalen Luftfahrt-Organisation, Pierre Jeanniot, auf dem New Yorker Weltwirtschaftsforum. Das vergangene Jahr war für die Fluglinien weltweit zum Teil katastrophal: Die ohnehin sinkenden Passagierzahlen brachen nach den Terroranschlägen vom 11. September dramatisch ein. Die beiden großen europäischen Fluggesellschaften Swissair und Sabena gingen Pleite, andere wie British Airways kündigten drastische Maßnahmen wie Personalentlassungen zur Kosteneinsparung an. (AFP)

DIHK-Präsident fordert kürzere Bezugszeit bei Arbeitslosengeld

Der Anspruch auf Arbeitslosengeld sollte für jüngere Arbeitnehmer nach Ansicht von DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun auf wenige Wochen gekürzt werden. In der “Financial Times Deutschland“ (Montagausgabe) sprach sich der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages dafür aus, Unter-30-Jährigen nur noch vier bis sechs Wochen Arbeitslosengeld zu zahlen. Wer jung sei, könne “eigentlich jede Arbeit annehmen“. Ältere Arbeitslose sollten bis zu sechs Monate Arbeitslosenhilfe erhalten. Kürzere Bezugszeiten ziehe er einer Senkung des Arbeitslosengeldes vor. (vwd/AFP)

Argentinien gibt Bankguthaben frei und hebt Dollar-Anbindung auf

Zwei Monate nach Verhängung der umstrittenen Beschränkungen für Barabhebungen in Argentinien hat die Regierung die Guthaben auf Gehaltskonten wieder freigegeben und die Anbindung des Peso an den Dollar endgültig aufgehoben. Wirtschaftsminister Jorge Remes Lenicov stellte am Sonntag (Ortszeit) in Buenos Aires einen entsprechenden Plan zur Sanierung der am Boden liegenden Wirtschaft vor, mit dem die Regierung wieder die Kreditwürdigkeit beim Internationalen Währungsfonds (IWF) erlangen will. Die Reformen stellen eine deutliche Erleichterung für die Argentinier dar, die landesweit wochenlang gegen die Zwangsmaßnahmen demonstriert hatten. (vwd/AFP)
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darkday:

bewertung ist aber immer superschnell

 
04.02.02 08:14
na ja zu recht!

grinsssss
Antworten
Brummer:

Danke !! wie immer hervorragend o.T.

 
04.02.02 08:28
Antworten
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