Dax verhalten erwartet
30. Januar 2003 Die Kursgewinne an der Wall Street dämpfen die negative Stimmung der vergangenen Tage. Die normale Wirtschaftsentwicklung wird auf Grund des Irakproblems und den daraus resultierenden Verzerrungen - steigender Ölpreis et cetera - gestört. Das dürfte zu einer anhaltenden Volatilität an den Börsen führen. Denn Kriegsängste mischen sich immer wieder mit den konjunkturellen Daten, die nach Angaben der Fed nicht auf eine Verschlechterung der Konjunkturentwicklung hindeuten.
Rentenmarkt in Wartestellung
Die Lage an den Börsen hat sich nach den erstaunlichen Tagesverläufen mit positivem Ausgang am Mittwoch zumindest leicht entspannt. Allerdings bleibt die anhaltende Unsicherheit um den Irakkonflikt. Das dürfte die Rentenmärkte grundsätzlich weiter stützen. Allerdings dürften sie bei denkbaren Erholungsbewegungen an den Börsen tendenziell unter Druck geraten.
Euro-Dollar kaum verändert
Der Dollar hat sich am Donnerstag an den asiatischen Devisenmärkten leicht erholt gezeigt. Händler verwiesen auf Deckungen kurzer Positionen, nachdem die US-Börsen im Nachklang zu der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank fester tendiert hätten. Die Kurskorrektur beim Dollar könnte weiter anhalten, es sei denn in der Irak-Frage ergäben sich neue Entwicklungen, sagten Händler in Tokio. Am Morgen wird die der Dollar gegen den Euro mit Kursen um 1,0825 Dollar nach Kursen im späten New Yorker Handel von 1,0839/43 Dollar gehandelt. Der Dollar wurde zudem mit 118,60 Yen genannt nach einem New Yorker Niveau von 118,34/42 Yen. Der Markt warte auf die am Donnerstag anstehenden Wachstumszahlen aus den USA, hieß es weiter. Bei der ersten Schätzung zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2002 rechnen Volkswirte mit einer Jahresrate von lediglich 0,7 Prozent.
Tokio knapp behauptet
Knapp behauptet haben die Aktienkurse am Donnerstag in Tokio den Handel beendet. Der Nikkei-225-Index verlor 0,2 Prozent oder 14 Yen auf 8.317. Der Topix-Index reduzierte sich um 0,1 Prozent oder knapp einen Zähler auf 825. Vor allem binnenmarktorientierte Werte standen unter Druck, da die Arbeitslosenrate vermutlich weiter steigen wird. Dagegen legten die Papier von Canon zu, da vermutet wird, das Ergebnis des Jahes 2002 könnte die Erwartungen übertreffen.
Aktien Hongkong am Mittag knapp behauptet
Knapp behauptet tendiert die Börse in Hongkong am Donnerstagmittag im Vorfeld handelFrankeneier Tage am Freitag und Montag. Zum Ende der ersten Sitzungshälfte verzeichnet der Hang-Seng-Index (HSI) ein Minus von 0,2 Prozent oder 14 Punkten auf 9.227. Erwartungsgemäß verlaufe der Handel ruhig, sagt ein Teilnehmer. Vor dem verlängerten Wochenende hielten sich die Investoren zurück. Legend verbessern sich nach Quartalszahlen über den Erwartungen um 0,9 Prozent. Dagegen reduziert sich der Titel des Indexschwergewichts HSBC um 0,3 Prozent, da hier die Bedenken wegen der Akquisition von Household International anhielten.
Nachbörsliche Entwicklungen am US-Aktienmarkt
Im nachbörslichen Geschäft zeigten sich die US-Aktienkurse leichter als im regulären Handel. Der Nasdaq-100 After Hours Indicator fiel 3,98 auf 1.012,58 Punkte.
AOL Time Warner haben am Donnerstag im nachbörslichen Handel kräftig abgegeben, nachdem überraschend der Rücktritt des Vice Chairman Ted Turner mitgeteilt worden war. Der Titel verbilligte sich gegenüber dem regulären Schlusskurs auf Island ECN bis kurz vor 2.00 Uhr MEZ um gut zehn Prozent auf 12,55 Dollar. Das Unternehmen hatte zugleich einen durch Abschreibungen aufgeblähten Verlust von über 10,04 Dollar je Aktie ausgewiesen. Das operative Ergebnis bewegte sich im Rahmen der Zielvorgaben. Für 2003 erwartet AOL ein Umsatzwachstum im einstelligen Bereich und ein wenig verändertes Ebitda.
Wenig verändert notierten Gateway nach Zahlen. Das Unternehmen hat im vierten Quartal einen Verlust von 0,22 Dollar je Aktie verbucht, Analysten hatten mit einem Verlust von 0,19 Dollar je Anteilsschein gerechnet. Der Kurs reduzierte sich nachbörslich auf Island ECN bis 1.33 Uhr MEZ um 0,3 Prozent auf 2,92 Dollar. ESS Technolgy rutschten nachbörslich um 14,5 Prozent auf 4,95 Dollar ab. Das Unternehmen prognostiziert einen Pro-Forma-Verlust im ersten Quartal im Bereich zwischen 0,01 und 0,07 Dollar je Titel. Analysten hatten einen Gewinn von 0,02 Dollar ins Auge gefasst.
Corixa steigerten sich auf Island ECN bis 1.33 Uhr MEZ um 6,6 Prozent auf 6,37 Dollar. Das Biotech-Unternehmen hat mit Glaxo SmithKline eine Vereinbarung erzielt, derzufolge Corixa eine weltweite Exklusivlizenz für die Entwicklung eines Wirkstoffs bei Prostata- und Brustkrebs erhält.
Wall Street beendet Dienstag-Sitzung mit Kursgewinnen
Die New Yorker Aktienmärkte haben am Mittwoch im Plus geschlossen. Analysten sagten, der Markt habe die Entscheidung der US-Notenbank (Fed), die Zinsen unverändert zu lassen als Anzeichen dafür gewertet, dass sich die US-Konjunktur nicht weiter abschwächen werde. Andere Analysten sprachen dagegen von einer technischen Korrektur in einem überverkauften Markt. Der Dow-Jones-Index schloss 0,3 Prozent höher auf rund 8.111 Zählern, der technologielastige Nasdaq-Index stieg um 1,2 Prozent auf rund 1.358 Punkte. Der breiter gefasste S&P-Index ging mit einem Plus von 0,7 Prozent auf rund 864 Punkten aus dem Handel.
"Der Markt ist überverkauft. Wir haben an sieben von neun Handelstagen schwächer geschlossen, und wir hatten eine Korrektur nötig", sagte Robert Basel, Händler bei Salomon Smith Barney. „Es wird noch bis zum Ende des Tages dauern, bis wir alles verdaut haben, was die Fed gesagt hat, aber sie haben offenbar nichts gesagt, was sehr negativ oder noch nicht bekannt ist.“ Analysten sagten, der Fed-Beschluss sei an den Finanzmärkten weitgehend erwartet worden. Die Notenbank bezeichnete außerdem die Konjunktur- und Inflationsrisiken weiter als ausgeglichen. Im frühen Geschäft hatten wachsende Kriegsängste nach den Äußerungen von US-Präsident George W. Bush in seiner Rede zur Lage der Nation die Kurse ins Minus gedrückt. Bush hatte Irak darin völlige Missachtung der Abrüstungsforderungen der Vereinten Nationen (UNO) vorgeworfen. Er kündigte zudem an, dem UNO-Sicherheitsrat in der nächsten Woche Beweise für irakische Massenvernichtungswaffen vorzulegen.
Die Aussichten auf einen weiter steigenden Ölpreis gaben den Aktien der Ölkonzerne Auftrieb. Die Titel von Exxon Mobil legten um rund 3,6 Prozent auf 33,85 Dollar zu und BP-Aktien gewannen rund fünf Prozent auf 38,30 Dollar. Deutliche Kursgewinne verbuchten auch die Aktien des US-Chipherstellers Rambus, die rund 57 Prozent auf 11,69 Dollar anzogen. Der Beschwerde des Unternehmens in dem seit Jahren andauernden Patent-Rechtsstreit mit dem Münchener Chip-Hersteller Infineon vor einem US-Berufungsgericht war stattgegeben worden.
Pharma-Aktien legten ebenfalls deutlich zu. Händler sagten, die Anleger hofften, dass die von der US-Regierung geplanten Reformen des staatlichen Gesundheitsprogramms die Nachfrage nach Medikamenten steigern würden. Merck-Aktien legten um rund 1,8 Prozent auf 55,39 Dollar zu, die Titel von Pfizer stiegen rund 1,8 Prozent auf 30,55 Dollar. Die am meisten gehandelten Titel an der New Yorker Börse waren die Aktien von Kraft Foods. Sie verloren rund 13,6 Prozent auf 31,20 Dollar, nachdem der größte US-Nahrungsmittelhersteller angekündigt hatte, der Gewinn werde 2003 wohl hinter den Erwartungen zurückbleiben. Die Papiere des Kraft-Mutterkonzerns Altria gaben 3,5 Prozent auf 37,03 Dollar nach. Der Altria-Gewinn ist im abgelaufenen Quartal wegen niedrigerer Umsätze und hoher Werbeausgaben um knapp 20 Prozent gesunken. Der Konzern hatte sich am Montag von Philip Morris in Altria umbenannt.
US-Anleihen schließen nach Fed-Entscheidung schwächer
Mit schwächeren Kursen zeigten sich die US-Anleihen am Mittwoch in New York. Die Entscheidung der Federal Reserve (Fed), das Zinsniveau unverändert zu lassen, führte zu einem anschließenden Nachgeben der Notierungen. So verloren zehnjährige Titel mit einem Kupon von vier Prozent 14/32 auf 99-24/32 und rentierten mit 4,029 Prozent nach 3,969 Prozent am Dienstag. Der 30-jährige Longbond mit einer Zinsausstattung von 5,375 Prozent ermäßigte sich um 23/32 auf 106-30/32 und bot eine Rendite von 4,918 Prozent nach 4,868 Prozent.
Händler sagten, die Mehrzahl der Marktteilnehmer habe einen Zinsschritt der Notenbank zwar für sehr unwahrscheinlich gehalten, einige hätten jedoch damit gerechnet, dass die Fed die Einschätzung der Lage der US-Wirtschaft ändern würde. “Spekulative Long-Positionen, die eröffnet worden waren, weil die Anleger auf eine Überraschung seitens der Fed gehofft hatten, wurden geschlossen. Das hat die Kurse ein wenig einbrechen lassen“, sagte Chef-Anleihenhändler Paul Calvetti von der Deutschen Bank in New York. Zudem habe es einige Umschichtungen von Bonds in Aktien gegeben.
Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.
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Text: @cri
30. Januar 2003 Die Kursgewinne an der Wall Street dämpfen die negative Stimmung der vergangenen Tage. Die normale Wirtschaftsentwicklung wird auf Grund des Irakproblems und den daraus resultierenden Verzerrungen - steigender Ölpreis et cetera - gestört. Das dürfte zu einer anhaltenden Volatilität an den Börsen führen. Denn Kriegsängste mischen sich immer wieder mit den konjunkturellen Daten, die nach Angaben der Fed nicht auf eine Verschlechterung der Konjunkturentwicklung hindeuten.
Rentenmarkt in Wartestellung
Die Lage an den Börsen hat sich nach den erstaunlichen Tagesverläufen mit positivem Ausgang am Mittwoch zumindest leicht entspannt. Allerdings bleibt die anhaltende Unsicherheit um den Irakkonflikt. Das dürfte die Rentenmärkte grundsätzlich weiter stützen. Allerdings dürften sie bei denkbaren Erholungsbewegungen an den Börsen tendenziell unter Druck geraten.
Euro-Dollar kaum verändert
Der Dollar hat sich am Donnerstag an den asiatischen Devisenmärkten leicht erholt gezeigt. Händler verwiesen auf Deckungen kurzer Positionen, nachdem die US-Börsen im Nachklang zu der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank fester tendiert hätten. Die Kurskorrektur beim Dollar könnte weiter anhalten, es sei denn in der Irak-Frage ergäben sich neue Entwicklungen, sagten Händler in Tokio. Am Morgen wird die der Dollar gegen den Euro mit Kursen um 1,0825 Dollar nach Kursen im späten New Yorker Handel von 1,0839/43 Dollar gehandelt. Der Dollar wurde zudem mit 118,60 Yen genannt nach einem New Yorker Niveau von 118,34/42 Yen. Der Markt warte auf die am Donnerstag anstehenden Wachstumszahlen aus den USA, hieß es weiter. Bei der ersten Schätzung zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2002 rechnen Volkswirte mit einer Jahresrate von lediglich 0,7 Prozent.
Tokio knapp behauptet
Knapp behauptet haben die Aktienkurse am Donnerstag in Tokio den Handel beendet. Der Nikkei-225-Index verlor 0,2 Prozent oder 14 Yen auf 8.317. Der Topix-Index reduzierte sich um 0,1 Prozent oder knapp einen Zähler auf 825. Vor allem binnenmarktorientierte Werte standen unter Druck, da die Arbeitslosenrate vermutlich weiter steigen wird. Dagegen legten die Papier von Canon zu, da vermutet wird, das Ergebnis des Jahes 2002 könnte die Erwartungen übertreffen.
Aktien Hongkong am Mittag knapp behauptet
Knapp behauptet tendiert die Börse in Hongkong am Donnerstagmittag im Vorfeld handelFrankeneier Tage am Freitag und Montag. Zum Ende der ersten Sitzungshälfte verzeichnet der Hang-Seng-Index (HSI) ein Minus von 0,2 Prozent oder 14 Punkten auf 9.227. Erwartungsgemäß verlaufe der Handel ruhig, sagt ein Teilnehmer. Vor dem verlängerten Wochenende hielten sich die Investoren zurück. Legend verbessern sich nach Quartalszahlen über den Erwartungen um 0,9 Prozent. Dagegen reduziert sich der Titel des Indexschwergewichts HSBC um 0,3 Prozent, da hier die Bedenken wegen der Akquisition von Household International anhielten.
Nachbörsliche Entwicklungen am US-Aktienmarkt
Im nachbörslichen Geschäft zeigten sich die US-Aktienkurse leichter als im regulären Handel. Der Nasdaq-100 After Hours Indicator fiel 3,98 auf 1.012,58 Punkte.
AOL Time Warner haben am Donnerstag im nachbörslichen Handel kräftig abgegeben, nachdem überraschend der Rücktritt des Vice Chairman Ted Turner mitgeteilt worden war. Der Titel verbilligte sich gegenüber dem regulären Schlusskurs auf Island ECN bis kurz vor 2.00 Uhr MEZ um gut zehn Prozent auf 12,55 Dollar. Das Unternehmen hatte zugleich einen durch Abschreibungen aufgeblähten Verlust von über 10,04 Dollar je Aktie ausgewiesen. Das operative Ergebnis bewegte sich im Rahmen der Zielvorgaben. Für 2003 erwartet AOL ein Umsatzwachstum im einstelligen Bereich und ein wenig verändertes Ebitda.
Wenig verändert notierten Gateway nach Zahlen. Das Unternehmen hat im vierten Quartal einen Verlust von 0,22 Dollar je Aktie verbucht, Analysten hatten mit einem Verlust von 0,19 Dollar je Anteilsschein gerechnet. Der Kurs reduzierte sich nachbörslich auf Island ECN bis 1.33 Uhr MEZ um 0,3 Prozent auf 2,92 Dollar. ESS Technolgy rutschten nachbörslich um 14,5 Prozent auf 4,95 Dollar ab. Das Unternehmen prognostiziert einen Pro-Forma-Verlust im ersten Quartal im Bereich zwischen 0,01 und 0,07 Dollar je Titel. Analysten hatten einen Gewinn von 0,02 Dollar ins Auge gefasst.
Corixa steigerten sich auf Island ECN bis 1.33 Uhr MEZ um 6,6 Prozent auf 6,37 Dollar. Das Biotech-Unternehmen hat mit Glaxo SmithKline eine Vereinbarung erzielt, derzufolge Corixa eine weltweite Exklusivlizenz für die Entwicklung eines Wirkstoffs bei Prostata- und Brustkrebs erhält.
Wall Street beendet Dienstag-Sitzung mit Kursgewinnen
Die New Yorker Aktienmärkte haben am Mittwoch im Plus geschlossen. Analysten sagten, der Markt habe die Entscheidung der US-Notenbank (Fed), die Zinsen unverändert zu lassen als Anzeichen dafür gewertet, dass sich die US-Konjunktur nicht weiter abschwächen werde. Andere Analysten sprachen dagegen von einer technischen Korrektur in einem überverkauften Markt. Der Dow-Jones-Index schloss 0,3 Prozent höher auf rund 8.111 Zählern, der technologielastige Nasdaq-Index stieg um 1,2 Prozent auf rund 1.358 Punkte. Der breiter gefasste S&P-Index ging mit einem Plus von 0,7 Prozent auf rund 864 Punkten aus dem Handel.
"Der Markt ist überverkauft. Wir haben an sieben von neun Handelstagen schwächer geschlossen, und wir hatten eine Korrektur nötig", sagte Robert Basel, Händler bei Salomon Smith Barney. „Es wird noch bis zum Ende des Tages dauern, bis wir alles verdaut haben, was die Fed gesagt hat, aber sie haben offenbar nichts gesagt, was sehr negativ oder noch nicht bekannt ist.“ Analysten sagten, der Fed-Beschluss sei an den Finanzmärkten weitgehend erwartet worden. Die Notenbank bezeichnete außerdem die Konjunktur- und Inflationsrisiken weiter als ausgeglichen. Im frühen Geschäft hatten wachsende Kriegsängste nach den Äußerungen von US-Präsident George W. Bush in seiner Rede zur Lage der Nation die Kurse ins Minus gedrückt. Bush hatte Irak darin völlige Missachtung der Abrüstungsforderungen der Vereinten Nationen (UNO) vorgeworfen. Er kündigte zudem an, dem UNO-Sicherheitsrat in der nächsten Woche Beweise für irakische Massenvernichtungswaffen vorzulegen.
Die Aussichten auf einen weiter steigenden Ölpreis gaben den Aktien der Ölkonzerne Auftrieb. Die Titel von Exxon Mobil legten um rund 3,6 Prozent auf 33,85 Dollar zu und BP-Aktien gewannen rund fünf Prozent auf 38,30 Dollar. Deutliche Kursgewinne verbuchten auch die Aktien des US-Chipherstellers Rambus, die rund 57 Prozent auf 11,69 Dollar anzogen. Der Beschwerde des Unternehmens in dem seit Jahren andauernden Patent-Rechtsstreit mit dem Münchener Chip-Hersteller Infineon vor einem US-Berufungsgericht war stattgegeben worden.
Pharma-Aktien legten ebenfalls deutlich zu. Händler sagten, die Anleger hofften, dass die von der US-Regierung geplanten Reformen des staatlichen Gesundheitsprogramms die Nachfrage nach Medikamenten steigern würden. Merck-Aktien legten um rund 1,8 Prozent auf 55,39 Dollar zu, die Titel von Pfizer stiegen rund 1,8 Prozent auf 30,55 Dollar. Die am meisten gehandelten Titel an der New Yorker Börse waren die Aktien von Kraft Foods. Sie verloren rund 13,6 Prozent auf 31,20 Dollar, nachdem der größte US-Nahrungsmittelhersteller angekündigt hatte, der Gewinn werde 2003 wohl hinter den Erwartungen zurückbleiben. Die Papiere des Kraft-Mutterkonzerns Altria gaben 3,5 Prozent auf 37,03 Dollar nach. Der Altria-Gewinn ist im abgelaufenen Quartal wegen niedrigerer Umsätze und hoher Werbeausgaben um knapp 20 Prozent gesunken. Der Konzern hatte sich am Montag von Philip Morris in Altria umbenannt.
US-Anleihen schließen nach Fed-Entscheidung schwächer
Mit schwächeren Kursen zeigten sich die US-Anleihen am Mittwoch in New York. Die Entscheidung der Federal Reserve (Fed), das Zinsniveau unverändert zu lassen, führte zu einem anschließenden Nachgeben der Notierungen. So verloren zehnjährige Titel mit einem Kupon von vier Prozent 14/32 auf 99-24/32 und rentierten mit 4,029 Prozent nach 3,969 Prozent am Dienstag. Der 30-jährige Longbond mit einer Zinsausstattung von 5,375 Prozent ermäßigte sich um 23/32 auf 106-30/32 und bot eine Rendite von 4,918 Prozent nach 4,868 Prozent.
Händler sagten, die Mehrzahl der Marktteilnehmer habe einen Zinsschritt der Notenbank zwar für sehr unwahrscheinlich gehalten, einige hätten jedoch damit gerechnet, dass die Fed die Einschätzung der Lage der US-Wirtschaft ändern würde. “Spekulative Long-Positionen, die eröffnet worden waren, weil die Anleger auf eine Überraschung seitens der Fed gehofft hatten, wurden geschlossen. Das hat die Kurse ein wenig einbrechen lassen“, sagte Chef-Anleihenhändler Paul Calvetti von der Deutschen Bank in New York. Zudem habe es einige Umschichtungen von Bonds in Aktien gegeben.
Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.
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Text: @cri