Frühaufsteher: Dax freundlich erwartet


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EinsamerSam.:

Frühaufsteher: Dax freundlich erwartet

 
16.02.06 09:15
Frühaufsteher

Dax freundlich erwartet

Einen freundlichen Handelsstart nahe dem bisherigen Jahreshoch bei 5.790 Punkten erwarten Händler für den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag. Die Vorgaben aus den USA und Tokio seien nicht schlecht. Störfeuer vom Ölpreis und vom Euro seien bislang nicht in Sicht. Nach den sehr guten Zahlen von Volkswagen wird im Handel auf das Jahresergebnis von DaimlerChrysler gewartet, das um 8.30 Uhr MEZ zur Veröffentlichung ansteht. Gegen 8.10 Uhr berechnen Banken den Dax bei 5.791 Punkten nach 5.764 Zählern zum Handelsschluß am Mittwoch.

Aus technischer Sicht liege die nächste Zielmarke für den Dax nach dem Überwinden des Jahreshochs bei 5.790 Punkten weiter im Bereich bei 5.850/6.000. Eine erste Unterstützung werde im Bereich bei 5.740 Punkten gesehen. Am Nachmittag könnten die dann anstehenden amerikanischen Konjunkturdaten für etwas frischen Wind sorgen. Neben den Import- und Exportpreisen für Januar stehen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Baugenehmigungen um 14.30 Uhr MEZ auf der Agenda.

Händler rätseln am Morgen über die von Merck vorgelegten Zahlen. ”Auf den ersten Blick erscheinen sie schlecht”, sagt ein Marktteilnehmer. Die Umsatzseite liege zwar über den Prognosen, doch hätten die Gewinne die Schätzungen nicht erreicht. ”Die Frage ist nun, ob da irgendwelche Sonderfaktoren enthalten sind, die die Gewinne belasten”, merkt er an. Die angekündigte Dividende liege nur leicht über der des Vorjahres und sei sicherlich von vielen Anlegern höher erwartet worden. Vorbörslich gerät die Aktie mit einem Minus von 4 Prozent zunächst deutlicher unter Druck.

Abgaben erwarten Händler zudem bei Techem, nachdem die Gründerfamilie angekündigt hat, sich von ihrer 25 Prozent-Beteiligung zu trennen. Die Plazierung durch ein beschleunigtes Bookbuilding-Verfahren über Goldman Sachs sei für die amerikanischen Investoren bereits am Vorabend angelaufen. Weiter volatil dürfte sich der Handel in Premiere-Aktien gestalten. Einem Pressebericht zufolge plane die Deutsche Telekom für die Bundesligarechte in der Gastronomie zu bieten. Das sei bereits bekannt und jetzt nur ”ein wenig aufgebauscht” worden, sagt ein Marktteilnehmer. Premiere hält gemäß Zeitungsberichten seit 1999 die Bundesliga-Rechte für die Gastronomie und nutze sie bundesweit in rund 13.000 Sportbars. Das Bieterverfahren endet im April.

Rentenmarkt bietet wenig Phantasie

Die Rentenmärkte scheinen sich bis auf weiteres trotz der steigenden Zinsen in Amerika und wohl auch in Europa gut zu halten. Auf der anderen Seite bieten sie aber auch kaum Phantasie nach oben. Im frühen Handel liegt der Bund-Future mit einem leichten Plus von vier Punkten bei 120,26 Prozent.

Dollar nach Bernanke-Rede gestärkt

Im Tokioter Devisenhandel hat sich der Dollar am Donnerstag nahe an seinem Sechs-Wochen-Hoch gegenüber dem Euro gehalten. Zuvor hatte der neue Chef der amerikanischen Notenbank Fed, Ben Bernanke, die Märkte auf weiter steigende Zinsen eingestellt. Die Kapazitäten der boomenden amerikanischen Wirtschaft seien praktisch ausgelastet, so daß die Inflationsrisiken ohne ein Gegensteuern der Geldpolitik zunehmen könnten, sagte Bernanke vor dem Finanzdienstleistungs-Ausschuß des Repräsentantenhauses. Am Mittag wurde der Euro mit 1,1880 Dollar gehandelt. Ihr Sechs-Wochen-Tief hatte die Gemeinschaftswährung am Dienstag mit 1,1859 Dollar im elektronischen Handel verzeichnet. In japanischer Währung wurden für den Dollar kaum verändert 117,85 Yen gezahlt.

Leichte Kursgewinne in Japan

Die Börse in Tokio hat am Donnerstag freundlich geschlossen, nachdem zwischenzeitlich deutlichere Gewinne im Handelsverlauf nach und nach wieder dahingeschmolzen waren, ehe eine Schlußrally den Index wieder etwas nach oben zog. Der Nikkei-225 gewann nach einem damit abermals volatilen späten Handelsverlauf 0,7 Prozent oder 111 Punkte auf 16.044, während der Topix um 0,4 Prozent oder 7 Zähler auf 1.631 zulegte. Im Mittelpunkt des Interesses habe das am Freitag anstehende BIP für das vierte Quartal 2005 gestanden. Sollte dieses wie erwartet mit einem Jahresplus von 5 Prozent berichtet werden, könne dies am Markt mit Enttäuschung aufgenommen werden und zu Gewinnmitnahmen führen, berichteten Marktteilnehmer.

Wenngleich ausländische Anleger derzeit eher zu Gewinnmitnahmen neigten, hätten sie am Berichtstag mit selektiven Käufen beispielsweise von Toyota und Sony dem Index Auftrieb gegeben. Toyota gewannen - gestützt von einer bestätigten Kaufempfehlung und einem erhöhten Kursziel durch Morgan Stanley - 1,6 Prozent auf 6.320 Yen und Sony 2,7 Prozent auf 5.660 Yen. Auch Canon zeigten sich mit plus 2 Prozent auf 7.210 Yen unter den Gewinnern. Gesucht waren Teilnehmern zufolge Aktien aus dem Papierbereich sowie dem Finanzsektor, während Fluglinien- und Ölaktien Abgaben verzeichneten. Im Finanzsektor zogen Mitsubishi UFJ Securities um 3,9 Prozent an auf 1.679 Yen und Mitsubishi UFJ Financial Group um 1,9 Prozent auf 1,65 Millionen Yen, nachdem das Institut seinen Gewinnausblick erhöht hatte.

Ölaktien litten weiter unter dem rückläufigen Rohölpreis. Cosmo Oil gaben um 2,5 Prozent nach auf 544 Yen und Nippon Mining Holdings um 6,6 Prozent auf 856 Yen. Die andauernden internen Management-Streitigkeiten bei Japan Airlines drückten die Aktie des Unternehmens um 1,2 Prozent auf 321 Yen. Auch Untersuchungen wegen angeblicher Preisabsprachen im Frachtgeschäft hätten der Aktie zugesetzt, hieß es. Werte der Papierbranche profitierten von Hoffnungen auf höhere Margen, nachdem es in Berichten geheißen hatte, die Papierpreise sollten trotz nachgebender Öl- und Rohstoffpreise erhöht werden. Nippon Paper Group verteuerten sich um 4,6 Prozent auf 525.000 Yen und Oji Paper um 3,6 Prozent auf 752 Yen. Asahi Glass gewannen 5 Prozent auf 1.547 Yen. Das Unternehmen hatte sich optimistisch für das Geschäftsjahr 2006 geäußert und angekündigt die Produktionskapazitäten bei LCD-Glas erhöhen zu wollen.

Börse in Hongkong tendiert gut behauptet

Die Börse in Hongkong schließt sich am Donnerstagmittag den Vorgaben von Wall Street an und tendiert gut behauptet. Der HSI steht zum Ende der ersten Handelshälfte 0,2 Prozent höher bei 15.447, wobei der Umsatz mit bis dahin 18,831 Milliarden Hongkong-Dollar etwas unterhalb des zuletzt beobachteten Durchschnittswerts liegt. Trotz ausreichender Liquidität berichtet ein Teilnehmer von einer leicht negativen Stimmung, die es dem Index schwer machen dürfte, kurzfristig die Marke von 15.500 Punkte zu überwinden. CNOOC leiden weiter unter dem nachgebenden Ölpreis und rutschen um 3,9 Prozent ab auf 6,20 Hongkong-Dollar. Tagesfavoriten sind Immobilienwerte, nachdem HSBC die Hypothekenzinsen gesenkt hat. SHK Properties, Henderson Land und Sino Land gewinnen zwischen n1,6 Prozent und 3,2 Prozent.

Nachbörsliche Meldungen aus Amerika

Die amerikanischen Aktien tendierten am Mitwoch nachbörslich etwas fester. Der Nasdaq-100 After Hours Indicator legte um 1,73 Zähler auf 1.674,88 Zähler.

Positiv interpretierte Geschäftszahlen haben der Aktie von Hewlett- Packard (HP) am Mittwoch im nachbörslichen Handel in Amerika Auftrieb gegeben. HP verteuerten sich um 3,7 Prozent auf 32,86 Dollar, nachdem das Unternehmen nach Börsenschluß für das erste Quartal seines Geschäftsjahrs ein Ergebnis je Aktie von 0,48 Dollar ausgewiesen hatte. Analysten hatten im Schnitt mit 0,44 Dollar gerechnet. Der Umsatz lag mit 22,7 Milliarden Dollar ebenfalls über der Konsensschätzung von 22,5 Milliarden Dollar. Ein enttäuschender Ausblick auf das Ergebnis 2006 ließ Biogen Idec um 0,3 Prozent auf 45,86 Dollar leicht nachgeben. Biogen Idec schätzt das Ergebnis je Aktie vor Aufwendungen für Aktienoptionen auf 1,95 bis 2,10 Dollar. Analysten rechneten bislang mit 2, 00 Dollar. Den Aufwand für Aktienoptionen sieht das Unternehmen bei 0,06 bis 0,09 Dollar je Aktie. Im vierten Quartal verdiente Biogen Idec vor Sonderposten 0,48 Dollar je Aktie, während Analysten mit 0,47 Dollar gerechnet hatten. Der Umsatz betrug 633 Millionen Dollar; die Konsensschätzung der Analysten war von 626 Millionen Dollar ausgegangen. Ein unerwartet gutes Quartalsergebnis verhalf Network Appliances zu einem Kursgewinn von 10,9 Prozent auf 34,56 Dollar. Das Ergebnis je Aktie lag im dritten Quartal mit 0,22 Dollar um 0,01 Dollar über der Konsensschätzung. Network Appliances erzielte im Berichtszeitraum einen Umsatz von 537 Millionen Dollar, Analysten hatten mit 524,5 Millionen Dollar gerechnet. Applied Materials gewannen bis 18.29 Uhr 2,5 Prozent auf 20,97 Dollar. Der Zulieferer für die Halbleiterindustrie hatte ebenfalls über den Erwartungen liegende Geschäftszahlen mitgeteilt.

Wall Street geht fest aus dem Dienstagshandel

Der Ölpreis hat am Mittwoch seinen Rückgang fortgesetzt und damit die Aktienkurse an Wall Street gestützt. Weniger beeindruckt zeigte sich der Markt dagegen von der Antrittsrede des neuen Chairman der amerikanischen Notenbank, Ben Bernanke, vor dem Finanzausschuß des Repräsentantenhauses. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte stieg um 0,3 Prozent oder 31 Punkte auf 11.059. Der S&P-500-Index kletterte um 0,4 Prozent oder 4 Punkte auf 1.280. Der Nasdaq-Composite-Index rückte um 0,6 Prozent oder 14 Punkte auf 2.276 vor.

Eine überraschend deutliche Zunahme der Ölvorräte der Vereinigten Staaten in der vergangenen Woche ließ den Preis für ein Barrel Rohöl unter die Marke von 58 Dollar sinken. Die Aussagen Bernankes enthielten dagegen nichts Neues. Daß er der amerikanischen Wirtschaft Stärke attestieren und weitere Zinserhöhungen ankündigen würde, war weithin erwartet worden.

Im Blickpunkt des Interesses stand unter anderem der Finanzsektor, nachdem Merrill Lynch die Übernahme von 49,8 Prozent an dem Vermögensverwalter BlackRock angekündigt hatte. BlackRock legten um 3,6 Prozent auf 151,25 Dollar zu. Merrill stiegen um 0,2 Prozent auf 75,30 Dollar. Bear Stearns kletterten um 1,6 Prozent auf 131,61 Dollar, nachdem die Analysten von Merrill Lynch die Aktie auf ”Buy” hochgestuft hatten. Freddie Mac gaben um 1,2 Prozent auf 65,60 Dollar und Fannie Mae um 0,5 Prozent auf 54,35 Dollar nach. Fed-Chairman Bernanke hatte den Entwurf eines Gesetzes als zu schwach bezeichnet, mit dem das Portfolio von Hypothekenanleihen der beiden Hypothekenfinanzierer reguliert werden sollte. Das Gesetz hätten den Refinanzierungsbedarf der beiden Gesellschaften drastisch reduziert.

Internetaktien reagierten gelassen auf eine Anhörung vor dem Menschenrechtsausschuß des amerikanischen Repräsentantenhauses. Den Unternehmen wird vorgeworfen, die chinesische Regierung bei der Zensur des Internets zu unterstützen. eBay gewannen 1,6 Prozent auf 40,65 Dollar und Amazon 2,6 Prozent auf 39,26 Dollar. Google gaben um 0,3 Prozent auf 342,38 Dollar nach.

Amerikanische Anleihen am Mittwoch gut behauptet

Der amerikanische Anleihemarkt hat sich am Mittwoch wenig beeindruckt gezeigt von der Antrittsrede des neuen Notenbankchairman Ben Bernanke vor dem Finanzausschuß des Repräsentantenhauses. Die am Berichtstag veröffentlichten Daten zur Industrieproduktion und der Empire State Manufacturing Index fanden angesichts der Bernanke-Rede kaum Beachtung. Im späten Handel stiegen zehnjährige Titel mit einem Kupon von 4,50 Prozent um 3/32 auf 99-7/32 und rentierten mit 4,60 Prozent. Die ebenfalls mit 4,5 Prozent verzinste 30-jährige Treasury kletterte um 10/32 auf 98-27/32. Seine Rendite stand bei 4,57 Prozent. Bernanke habe im Wesentlichen frühere Aussagen der Notenbank (Federal Reserve) wiederholt, sagten Marktteilnehmer. Der Fed-Chairman äußerte sich optimistisch zur amerikanischen Wirtschaft, warnte zugleich aber, daß die hohe Nachfrage zu einem stärkeren Preisauftrieb führen könnte. Weitere Zinserhöhungen seien notwendig. Bernanke bestätigte ferner, daß künftige Zinsschritte von Konjunkturdaten abhängig gemacht würden. Seine Aussagen deckten sich mit der Erwartung des Marktes, wo man derzeit davon ausgeht, daß die Fed bei ihrer nächsten Sitzung Ende März den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,75 Prozent erhöht und im Mai eine weitere Erhöhung auf 5,00 Prozent vornimmt. Zur aktuellen Inversion der Zinsstrukturkurve, bei der Anleihen mit kürzeren Laufzeiten höher rentieren als länger laufende Papiere, sagte Bernanke, sie sei kein Zeichen für eine beginnende Rezession. Ursächlich sei eine Reihe von Faktoren, darunter die starke Nachfrage nach dem neuen 30-jährige Treasury, die höhere wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen der Märkte auf eine andauernd niedrige Inflation. Die Daten zur Industrieproduktion im Januar verfehlten die Erwartungen. Gemeldet wurde ein Rückgang um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat, während Volkswirte im Schnitt mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet hatten. Der Empire State Manufacturing Index erreichte im Februar einen Stand von 20,31. Die Konsensprognose war von einem Indexstand von 18,00 ausgegangen.

Quelle: FAZ.NET

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Der Einsame Samariter

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BackhandSm.:

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