Frage an Experten


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terz:

Frage an Experten

 
13.09.01 16:18
Warum steigt der Kurs der Münchner Rückversicherung in Verbindung mit dem
Schaden in NY jetzt so stark an?

Danke.....


                                                   

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josua1123:

Nach dem ersten Schock

 
13.09.01 16:24
und auf Grund der gewaltigen Schäden
geieten die Versicherer allesamt unter Druck.
Heute hat man sich besonnen und spekuliert darauf
das das Sicherheitsbewustsein steigt
und die Versicherungen damit besser verdienen.

jo.
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Gretzky:

terz

 
13.09.01 16:25
Die antwort ist nicht schwer. Durch dieses attentat muß die münchner rück eine geschätzte millirde euro zahlen. Das ist zwar negativ, was das momentane ergebnis betrifft, jedoch findet gleichzeitig ein umdenken statt. Das heißt, das die meisten bzw. fast alle großen unternehmen dieser erde ihre polizzen einem service unterziehen müssen, da sie sicherlich nicht gegen alle eventualitäten versichert sind. Das mehr an prämie kommt mit 100%iger sicherheit im großen rahmen der münchner rück zugute, da fast alle versicherungen einen teil der versicherungssumme bei der rück rückversichern. Das gibt enorme wachstumsaussichten für die zukunft. Das ist einer der hauptgründe, warum sie jetzt steigt


grüße

Gretzky
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derGURU:

Zunächst ist er ja auch deutlich

 
13.09.01 16:26
gefallen, bis fast 200. Mittlerweile ist absehbar, dass die MüRü nur für einen eher 'relativ kleinen' Teil der Gesamtschäden aufkommen muss. Zunächst ging man ja von bis zu 40 Mrd.  USD Gesamtschaden aus. Der Rückgang der Marktkapitalisierung war deutlich höher als der zu erwartende Schaden. Daraufhin haben einige (heute wars wohl GoSa) die MüRü aufgestuft auf Kaufen.
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monique:

Terz: habe Dich im Board vermisst?

 
13.09.01 16:27
Was ist los?
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Arbeiter:

Die Katastrophe und ihre Kosten

 
13.09.01 16:32

Die Katastrophe und ihre Kosten


Nun setzt sich langsam der Staub in den Häuserschluchten von New York und das Ausmaß der Schäden wird mehr und mehr erkennbar. Neben der unzähligen Menschenleben, die durch die Terroranschläge ausgelöscht wurden, erreichen die Sachschäden ebenfalls gigantische Ausmaße. Allein der Einsturz des World Trade Center (WTC) kostet nach Expertenschätzungen rund 5 Mrd. US-Dollar. Nur Naturkatastrophen wie Erdbeben, Fluten und Wirbelstürme konnten dies übertreffen.

Die Allianz

Die Allianz AG, einer der größten Versicherer weltweit, gab gestern nach Börsenschluss bekannt, dass eine endgültige Analyse aller einzelnen Versicherungen und Rückversicherungsdeckungen noch nicht möglich sei. Nach ersten Schätzungen zum Gesamtausmaß der Schäden aus den Anschlägen erwartet die Allianz Gruppe eine Schadenbelastung von bis zu 700 Mio. Euro. Gleichzeitig revidierte man das prognostizierte Ergebnis erheblich nach unten. Insgesamt rechnet die Allianz Gruppe aus heutiger Sicht mit einem Jahresüberschuss für das laufende Geschäftsjahr von knapp über 2 Mrd. Euro, verglichen mit 2,4 Mrd. Euro in 2000.

Die Münchener Rück

Die größte Rückversicherungsgesellschaft der Welt, die Münchener Rück, teilte mit, dass es aufgrund der Komplexität der Zusammenhänge noch viel zu früh ist, Einzelheiten zu den Versicherungsdeckungen und zu den jeweiligen Rückversicherungsdeckungen bekannt geben zu können. Bei diesen Schadenereignissen handelt es sich um eine der größten von Menschen verursachten Katastrophen. Die Münchener Rück wird erhebliche Schadenbelastungen zu verzeichnen haben, die bis zu einer Größenordnung von 1 Mrd. Euro reichen können und vor allem aus den Versicherungszweigen Luftfahrt, Gebäude, Betriebsunterbrechung, Leben und Arbeiterunfall stammen werden. Diese Schäden werden zwar die prognostizierte Entwicklung des Jahresüberschusses im laufenden Geschäftsjahr 2001 deutlich beeinträchtigen, die Finanzkraft der Münchener-Rück-Gruppe, nach eigenen Angaben, aber nicht berühren. Zum Vergleich weist die Gesellschaft darauf hin, dass sie durchaus ähnliche Schadenbelastungen zu tragen hatte für die Winterstürme 1990, für Hurrikan Andrew 1992 sowie die Stürme im Dezember 1999 in Mitteleuropa. Den im Verhältnis zu ihrem Portefeuille bisher größten Schaden hatte die Münchener Rück bereits im Jahre 1906 mit dem Erdbeben in San Francisco zu verkraften.

Belastungen für Schweizer Gesellschaften

Die Schweizer Swiss Re, Nummer zwei unter den Rückversicherern, geht nach ersten, groben Schätzungen davon aus, dass sich die eigene Schadenssumme auf umgerechnet rund 1,2 Mrd. SFr beläuft. Allerdings seien durch gegenseitige Absicherungen die Risiken verteilt und könnten somit auch in Größenordnungen wie dieser Katastrophe getragen werden.

Der Schweizer Versicherungs- und Finanzdienstleistungskonzern Zurich Financial Services (ZFS) rechnet auf Grund der Terroranschläge in den USA mit einer Netto-Belastung vor Steuern von weniger als 400 Mio. US-Dollar. Wie das Unternehmen in Zürich mitteilte, dürften die Belastungen damit nicht über zwei Prozent des Eigenkapitals hinausgehen, das 2000 mit rund 21 Mrd. US-Dollar angegeben wurde.

flife
 
 
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terz:

Hab noch was gefunden...

 
13.09.01 16:32


ANALYSE: Independent rät zum 'Übergewichten' von Allianz und Münchener Rück
 
FRANKFURT (dpa-AFX) - Trotz der Terroranschläge in den USA bleibt Independent Research bei seiner "Übergewichten"-Empfehlung für Allianz und Münchener Rück . Damit gehen die Experten davon aus, dass sich die Papiere um bis zehn Prozentpunkte besser als der Marktindex entwickeln werden.

Gleichzeitig senkt Independent Research in einer am Donnerstag vorgelegten Studie die Schätzungen nach den ersten Angaben der Gesellschaften. "Allerdings sehen wir die 2001er-Schätzungen als sehr unsicher an", schränken sie ein. Die Allianz rechnet mit einer Schadensbelastung von bis zu 700 Mio. Euro. Das Ergebnis der Gesellschaft soll im laufenden Geschäftsjahr nun 2 nach bisher erwartet 2,4 Mrd. Euro betragen. Independent Research nimmt seine Schätzung für die Allianz von 10,65 auf 8,20 Euro zurück, während die Schätzung für 2002 von 12,25 Euro vorerst unverändert bleibe. "Bei der verhältnismäßig kleinen Belastung sehen wir aktuell keinen Anlass das Papier abzustoßen", erläutern die Experten.

MÜNCHENER RÜCK SCHÄTZT SCHADENSSUMME AUF BIS ZU 1 MRD EURO

Die Münchener Rück beziffert die Schadenssumme auf bis zu 1 Mrd. Euro. Die Gesellschaft erklärte zudem, das die Schadenshöhe das Ergebnis in 2001 massiv belasten wird, die Solidität der Münchener Rück aber keineswegs gefährdet ist. Im Jahr 2000 hatte die Gesellschaft in de USA ein Prämienaufkommen von 5,5 Mrd. Euro. Die Schätzung für 2001 reduziert Independent Research auf 7,50 nach bisher 10,73 Euro, während die Erwartung für 2002 mit 11,86 Euro unverändert bleibe.

Insgesamt sei es noch unklar, wie hoch der Schaden der Anschläge in New York und Washington sei. Die Schätzungen reichten von 10 bis 15 Mrd. Dollar. Allerdings lägen alleine die Angaben über den Wert des World Trade Center weit auseinander. Zudem sei die Zahl der Toten noch völlig offen, so dass die Angaben sehr ungenau seien. "Der bisher grösste Versicherungsfall, der Hurrikan Andrew verursachte einen Versicherungsschaden von 19,65 Mrd. Dollar", schreiben die Experten. "Wir können uns gut vorstellen, dass die Katastrophe von New York und Washington eine ähnliche Dimension erreichen kann."

Die Rückversicherer hätten insgesamt Schäden aus den Sparten Luftfahrthaftpflicht, Büro- und Gebäudeversicherung, Betriebsunterbrechung und Lebens- und Unfallversicherung zu tragen. So sei die Münchener Rück an der Versicherung der American und United Airlines Maschinen beteiligt./ms/js

Übrigens: High Schatzi





Frage an Experten 411461
                                                         

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IZ:

technische reaktion - nicht mehr. o.T.

 
13.09.01 16:34
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terz:

Ich denke IZ hat Recht und die Münchner fällt

 
13.09.01 21:38
wieder.....

Frage an Experten 411693

Wer investiert heute schon in eine Firma die irgendwann mal mehr verdient.

Vorläufig wirds richtig teuer für die Versicherungen..




Frage an Experten 411693
                                                         

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Gretzky:

Wartet es erstmal ab o.T.

 
13.09.01 22:05
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DarkKnight:

das kostet keinem Versicherer auch nur

 
13.09.01 22:13
eine Mark .. warum? Dazu muß man das Geschäft verstehen: die Versicherer haben Rückversicherer und sind damit weitestgehend draußen. In den Bereichen wo sie nicht draußen sind, gehen sie den Weg der Rückversicherer: es werden Risikoeinschätzungen zu einzelnen Policen oder Policenaggregaten getroffen und die werden als Asset-Backed-Securities verkauft. Die werden wiederum von Fonds gekauft, die den Risiken entsprechende Renditen anbieten. Und die landen, je nach Bonität, d. h. je nach Risiko, irgendwo in den normalen Märkten oder Junk-Bond-Märkten.

Auf deutsch: der Investor bezahlt über das Kursrisiko, auch bei fonds oder Dachfonds.
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9745400lopi:

Tradecenter weit unter Wert versichert.

 
13.09.01 23:05
Gesamtschaden dürfte 20 Milliarden Dollar weit übersteigen
Von Harald Posny
Düsseldorf - Nur einer der beiden Zwillingstürme des New Yorker Word Trade Center (WTC) war versichert, und der angeblich weit unter dessen Wert. "Die Möglichkeit des Totalverlusts beider Türme ist als so gering eingeschätzt worden, dass kein derartiges Risiko versichert worden ist", erklärte das US Insurance Informations Institute gestern. Allenfalls sei mit einer Höchstschadensumme von 1,5 Mrd. Dollar gerechnet worden, was allein "normale" Feuer-, Sturm- Wasser- und Haftpflichtschäden umfassen dürfte. Der Wert der Türme lag weit höher. Sie waren erst im April für 3,25 Mrd. Dollar von der Port Authority of New York an den Immobilientycoon Larry Silverstein verkauft worden. Welche Versicherungen für das WTC tatsächlich bestehen, ist noch nicht bekannt.
Obwohl die Versicherungsschäden nach dem Terrorangriff auf das New Yorker WTC nicht einmal annähernd geschätzt werden können, geht die internationale Assekuranz vom bisher größten Schaden in der Welt-Versicherungsgeschichte aus. "Schätzungen", wie die zwischen 22 und 44 Mrd. Euro (43 bis 86 Mrd. DM) von Lloyds of London demonstrieren schon durch die Schwankungen, auf welch ungewissen Annahmen diese Zahlen beruhen.
Die bislang größte Schadensumme war 1992 nach dem Jahrhundert-Hurrikan "Andrew" an der Ostküste der USA fällig. Damals zahlte die Assekuranz rund 20 Mrd. Dollar. Das waren aber nur die versicherten Schäden. Die nicht versicherten volkswirtschaftlichen Schäden waren weit höher. Angesichts des Terrorangriffs auf New York und Washington, der möglicherweise vielleicht viele Tausend Menschenleben gekostet haben kann, dürften diese 20 Mrd. Dollar weit übertroffen werden.

In New York ist das so genannte Kumulrisiko ausschlaggebend, die Ballung von Personen-, Sach-, Feuer-, Haftpflicht- und Vermögensschäden aus einem Schadenrisiko. Aktuelle Schätzungen sind deswegen so schwierig, weil nicht bekannt ist, was im einzelnen und in welcher Höhe versichert ist. Allianz-Vorstandsmitglied Herbert Hansmeyer: "Bei solchen Katastrophen sind gerade die Haftpflichtfragen sehr schwierig."
Das gilt auch für die Folgerisiken. Wenn zutrifft, dass der im Süden Manhattans auf den Straßen liegende Staub nicht nur Asche, sondern auch durch die Luft wirbelnder Asbest ist, dürften sich auch noch horrende Schadenersatzansprüche aus künftigen Folgeschäden ergeben. Das als krebserregend geltende Asbest soll zwar nicht im relativ neuen WTC, sicher aber in dessen älteren Nachbargebäuden als feuer- und korrosionshemmende Beschichtung auf Decken, Wänden und Stahlträgern von Gebäuden aufgetragen sein. Freigesetzt oder bei der Verarbeitung führt es zu Lungenkrebs.
Einen besonders großen Umfang dürften neben der Industrie-Feuerversicherung die Schäden aus der Betriebsunterbrechungsversicherung (BU) haben. Sie ersetzt die Gewinne der in den beiden Bürotürmen residierenden Banken und Fonds, Versicherungs- und Vermögensverwaltungen. In Zusammenhang mit dem vorausgegangenen Feuer muss aber zuvor geklärt werden, ob dessen Ursache, ein offensichtlicher Terrorangriff mittels eines Privat-Passagierflugzeugs, versichert war.
Terrorangriffe sind wie die Risiken aus Krieg zwischen Staaten, Bürgerkrieg und inneren Unruhen in "normalen" Gebäudeversicherungs-Policen (Feuer-, Sturm-, Wasserschäden) ausdrücklich ausgeschlossen. Das WTC war gegen den verheerenden Terroranschlag im Jahr 1993 (Schadensumme: 510 Mio. Dollar) nicht versichert. Danach konnten zwar Terrorakte versichert werden, doch erschienen Risiken dieses Ausmaßes für undenkbar und deren Deckung demzufolge zu teuer.
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DarkKnight:

Sowas kann man heutzutage auch nicht mehr

 
13.09.01 23:13
versichern: man muß Risk-Management einführen, das Risiken nachvollziehbar unter Kontrolle halten, und dies regelmäßig prüfen und dokumentieren. Diesen Wahnsinn macht keiner mehr mit ... es führt dazu, daß per Saldo sichergestellt sein muß durch internal controls, daß kein frustrierter Mitarbeiter sich in einer Toilette einschließt, nach Rundgang der Security ein Feuer entfacht und eine Atombombenwarnung abgibt?

Das ist die Scheiß-Realität in der Political-Correctness immobile Society in US.
Antworten
terz:

Übrigens ...siehe Kurs

 
21.09.01 18:09



Frage an Experten 419053
                                                         

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