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Das Argument der kundenspezifischen Ansprache ist natürlich nicht ganz von der Hand zu weisen. Es entspricht aber tatsächlich weniger dem Bedürfnis der Kunden, das wir zur Zeit sehen. Ganz im Gegenteil wird gerade für den Bereich der Privatnutzer eingeklagt, dass man neben seiner "normalen" E-Mail und der "normalen" Post auch noch zusätzlich sein De-Mail-Konto überprüfen müsste. Schwer vorzustellen, dass es zukünftig dann für jede Form der Kommunikation eigene Kommunikatonskanäle geben wird.
EGVP ist wie gesagt schon ein etabliertes Postfach - also noch vor der De-Mail entwickelt und eingesetzt. Hier will man offensichtlich nicht von einem bewährten System abweichen. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass man vermutlich auch nicht unendlich viele neue Kommunikationskanäle etablieren wird.
Letztlich ist das von Ihnen beschriebene Risiko natürlich vorhanden. Die Frage ist, wie hoch das Risiko ist und welchen wirtschaftlichen Einfluss es haben könnte. Wir gehen bei unseren Marktannahmen von konservativen Annahmen aus und rechnen mit einem potenziellen De-Mail-Transaktionsvolumen von rund 50 Mio. De-Mails p.a.. Nehmen wir einmal an, dass in diesem Transaktionsvolumen tatsächlich 100 % der von Ihnen zitierten Kommunikation enthalten wäre. Dann wäre das ein Minus von 4,8 Mio. abzüglich der Menge an EGVP-Transaktionen, die wir selbst managen könnten.Ist das nun ein hohes Risiko? (Bitte immer beachten, dass hier sind Gedankenspiele!)
Ich würde das Augenmerk an dieser Stelle tatsächlich eher auf Ihre Aussage richten, dass sich hier im Moment eine ganze Menge tut und zwar im Bereich der vorhandenen Systeme. Jetzt gilt es ganz generell die Akzeptanz für diese Kommunikationskanäle zu erhöhen und Nutzungsszenarien zu entwickeln. Und ich habe den Eindruck, dass es hier weniger darum geht, noch weitere Standards oder Systeme zu finden.
FPH kann (soweit diese Zeilen gelesen werden) sicherlich bestätigen, dass die Hürden sehr hoch sind, bis Bundes- und Länderbehördern mit einer Zusammenarbeit bereit sind.
Nun ja, das ist systemimmanent. Es gibt ja nicht eine Bundes- oder Länderbehörde bzw. Kommune und alle haben ihre eigene Infrastruktur. Wenn man die Diskussion um das Thema e-Government verfolgt, dann wird zudem klar, dass sich die einzelnen Länder und der Bund auch nicht einheitlich verhalten. Dennoch, eGovernment, eJustice und damit verbundene Standards wie De-Mail sollen am Ende dafür sorgen, dass Prozesse schlanker und schneller werden. Allerdings mit der entsprechenden Projektzeit.
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