also nix für ungut.
Ich gehe ja durchaus differenziert an meine Investments heran und pushe sie nicht wahnsinnig. Und dazu gehört nun mal auch, Vorstände für ihre Kommunikation zu kritisieren.
Zudem hat hier niemand Baader herabgewürdigt oder ihnen abgesprochen ihre Meinung äußern zu dürfen. Aber erkläre uns doch mal, wie sie auf 43 Cents EPS in 2019 kommen! Man wird doch wohl sagen dürfen, dass das laut neuster Präsentation von FP schlichtweg nicht darstellbar ist.
Und was deinen grundsätzlichen Einwand angeht. Ja klar sollte man langfristig an die Idee der Investitionen und deren Erfolg glauben oder eben nicht. Nur muss man natürlich auf dem Weg dorthin in die Detailanalyse gehen, also ob Fortschritte erkennbar sind oder nicht. Und diese Fortschritte sind aktuell nur marginal erkennbar. Und wer wie ich seit mittlerweile 7 Jahren dabei ist, der hat hier halt auch seine Erfahrungen einzubringen, was den alten und neuen Vorstand betrifft.
Ich sag ja gar nicht, dass FP keine Wachstumschancen hat oder teuer wäre. Andernfalls wäre ich auch nicht investiert. Aber vom währungsbereinigten Niveau wachsen zu wollen, ist (nett ausgedrückt) clever, aber (eigentlich) gelinde gesagt merkwürdig, wenn man ansonsten oft Bereinigungen anführt, um die Zahlen besser darzustellen. Ich versteh so eine Kommunikation einfach nicht. Man hat das doch gar nicht nötig. Würde Günther immer sehr transparent sein und sein Vokabular mal überdenken und auf dem Weg zum 2020er Ziel auch währenddessen unbereinigte Zahlen als Ziel nennen, könnte der Markt auch mehr Vertrauen aufbauen. Aber so wirkt das alles wie gut gemeint, aber schlecht umgesetzt, also in Sachen Kommunikation. Börse ist halt nicht nur Zahlenwerk, sondern auch Psychologie. Und Günther scheint zu denken, gerade beim Thema Psychologie mit seinem Vokabular und seinen (zumindest in Adhocs) pushig aufbereiteten Fakten punkten zu können, erreicht aber das genaue Gegenteil. Erstens weil nicht alle Leute auf diese Form der angriffslustigen Kommunikation stehen, und zweitens weil das zum Problem wird, wenn man dann die Zeit hinsichtlich Lieferung knapp wird. Es ist halt irgendwann schwer zu glauben, wenn man 2019 auf 20 Mio Ebitda kommt, dass man in 2020 etwa 42 Mio € erreichen soll. Bei allem Optimismus, den ich grundsätzlich in mir trage, irgendwann macht man sich als Vorstand dann auch unglaubwürdig. Obowhl ich ja selbst sage, dass man auch bei 32 Mio € Ebitda in 2020 deutlich unterbewertet wäre, zumindest solange das dann auch nicht wieder ein bereinigter Wert ist.
the harder we fight the higher the wall