Die meisten Leute, die sich mit solchen Nebenwerten beschäftigen, gucken auch in die Foren, kennen die Unternehmenspräsentationen und halten Kontakt zu IR etc, um sich zu informieren. Insofern dürften sie sicherlich auch wissen, dass es derzeit Sonderbelastungen durch Investitionen und Währungen gibt.
Ich seh eher das Problem, dass sich zu stark aufs EPS fokussiert wird. Und da FP halt besonders starke Hebel aufs EPS (nach unten wie nach oben) hat, können nur leicht schlechtere Daten hinsichtlich der Ebitda-Prognose halt schon große Auswirkungen aufs EPS und damit die Psyche der Anleger haben. Der Vorstand fragt sich wahrscheinlich immer, wieso die Anleger so negativ reagieren, wenn das bereinigte Ebitda doch wie angekündigt ausfällt, aber der normale Privatanleger guckt halt aufs unbereinigte EPS. Und wenn er da einen deutlich Rückgang von 30-40% zum Vorjahr sieht, ist er halt geschockt, ob das nun sinnvoll ist oder nicht.
Das einzigste was derzeit für FP spricht, ist im Grunde, dass doch sehr viel Skepsis im Markt ist. Alle haben Angst vor den 2017er Zahlen und dem schlechten Ausblick, der ja im Grunde schon durch die Blume angekündigt wurde. Ich bin jedenfalls gespannt wie geschickt oder nicht es der Vorstand versteht, die ganzen Besonderheiten der derzeitigen Lage des Unternehmens dem Finanzmarkt zu verklickern. Wird sicherlich nicht einfach, da die Anleger sich ungern mit mittelfristigen Prognosen abspeisen lassen. Heutzutage denkt kaum noch jemand 3 Jahre nach vorn, es sei denn es sind klassische Wachstumswerte.
the harder we fight the higher the wall