Wenn sie rotieren, verstoßen hart gekochte Eier scheinbar gegen physikalische Gesetze. Pünktlich zu Ostern liefern zwei Rechenkünstler eine Erklärung: Schuld ist demnach die Reibung.
Nicht nur die unerforschten Tiefen des Weltalls oder des menschlichen Körpers, auch alltägliche Dinge können Wissenschaftlern gehöriges Kopfzerbrechen bereiten. Eines davon ist das Hühnerei: In hart gekochter Form stellt es sich mitunter taumelnd auf die spitze Seite, wenn es in eine Kreiselbewegung versetzt wird.
Hühnereier: "Geopferte Rotationsenergie"
Die komplizierte Physik hinter diesem Vorgang haben jetzt zwei Forscher genau aufgeschlüsselt. Ihre Lösung des Problems stellen Keith Moffatt von der britischen University of Cambridge und Yutaka Shimomura von der japanischen Keio University in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins "Nature" vor.
Das Drehverhalten eines harten Eies wirkt auf den ersten Blick paradox: Sein Schwerpunkt bewegt sich nach oben, das System scheint Energie zu gewinnen. Tatsächlich jedoch, so das Ergebnis der Berechnungen, wird die Drehenergie zum Teil in eine horizontale Kraft umgesetzt, die das Ei in die Senkrechte drückt. "Das Ei opfert Rotationsenergie, um sich aufzurichten", so Moffatt gegenüber der Online-Ausgabe des Magazins.
Der Tanz auf der Spitze gelingt allerdings nur ab etwa zehn Umdrehungen pro Sekunde und auf einem Untergrund, der das richtige Maß an Reibung ermöglicht. Auf einer Oberfläche von perfekter Glätte wäre das Kunststück unmöglich, so die Wissenschaftler. Auch zu viel Reibung ist nicht gut: "Wenn man es auf einer Tischplatte aus Hartgummi probieren würde", meint Moffatt, "würde sich das Ei nicht aufrichten."
Ein anderer Hinderungsgrund ist altbekannt: Bei einem ungekochten Ei ist ebenfalls alles Drehen vergebens. Dabei wird, wie Moffatt und Shimomura ausführen, die der Schale mitgegebene Bewegungsenergie größtenteils vom weichen Innern aufgebraucht, so dass nicht genügend Kraft zum Aufstellen des Eies übrig bleibt.
Nicht nur die unerforschten Tiefen des Weltalls oder des menschlichen Körpers, auch alltägliche Dinge können Wissenschaftlern gehöriges Kopfzerbrechen bereiten. Eines davon ist das Hühnerei: In hart gekochter Form stellt es sich mitunter taumelnd auf die spitze Seite, wenn es in eine Kreiselbewegung versetzt wird.
Hühnereier: "Geopferte Rotationsenergie"
Die komplizierte Physik hinter diesem Vorgang haben jetzt zwei Forscher genau aufgeschlüsselt. Ihre Lösung des Problems stellen Keith Moffatt von der britischen University of Cambridge und Yutaka Shimomura von der japanischen Keio University in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins "Nature" vor.
Das Drehverhalten eines harten Eies wirkt auf den ersten Blick paradox: Sein Schwerpunkt bewegt sich nach oben, das System scheint Energie zu gewinnen. Tatsächlich jedoch, so das Ergebnis der Berechnungen, wird die Drehenergie zum Teil in eine horizontale Kraft umgesetzt, die das Ei in die Senkrechte drückt. "Das Ei opfert Rotationsenergie, um sich aufzurichten", so Moffatt gegenüber der Online-Ausgabe des Magazins.
Der Tanz auf der Spitze gelingt allerdings nur ab etwa zehn Umdrehungen pro Sekunde und auf einem Untergrund, der das richtige Maß an Reibung ermöglicht. Auf einer Oberfläche von perfekter Glätte wäre das Kunststück unmöglich, so die Wissenschaftler. Auch zu viel Reibung ist nicht gut: "Wenn man es auf einer Tischplatte aus Hartgummi probieren würde", meint Moffatt, "würde sich das Ei nicht aufrichten."
Ein anderer Hinderungsgrund ist altbekannt: Bei einem ungekochten Ei ist ebenfalls alles Drehen vergebens. Dabei wird, wie Moffatt und Shimomura ausführen, die der Schale mitgegebene Bewegungsenergie größtenteils vom weichen Innern aufgebraucht, so dass nicht genügend Kraft zum Aufstellen des Eies übrig bleibt.