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Forrester: UMTS-Anbieter völlig Realitätsfremd !


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Forrester: UMTS-Anbieter völlig Realitätsfremd !

 
23.08.02 23:36
Forrester-Studie: UMTS-Anbieter brauchen mehr Realitätssinn


"Verängstigend unrealistische Erwartungen" hätten die Europäischen Anbieter von künftigen Mobildiensten. Man erwarte vier mal so viele Kunden für die kommenden fünf Jahre, als realistisch seien, bescheinigt eine Forrester-Studie den Telekommunikations-Anbietern.

Die warnenden Zahlen von Forrester Research sind Teil einer Studie, die im kommenden Monat unter dem Titel "3G - the Reality Check" erhältlich sein soll. Einige Anbieter in Europa wollen bereits im nächsten Frühjahr die neuen Telekommunikations-Dienste anbieten.

Die Autorin des Reports, Michelle de Lussanet, sammelte Daten und Infos zu 25 Mobilfunkanbietern in Europa und meint: "Sogar heute ist noch beängstigend, wie unrealistisch ihre geplanten Start-Termine sind".

Sowohl in Deutschland als auch England wurden bereits 3G-Dienste verschoben, zum Beispiel bei Hutchinson und Orange. Vodafone will in England noch dieses Jahr in den Testbetrieb gehen, bevor man 2003 einen Komplettstart wagt. Das ist schon ein Jahr später als die ursprüngliche Vision. O2 will Mitte 2003 loslegen, allerdings unter der Prämisse, dass Dual-Mode-Handsets, die zwischen bisherigem Mobilfunk und künftigen Standards wechseln können, verbreiteter sind. T-Mobile ist das einzige Unternehmen, das klugerweise noch keinen Starttermin bekanntgegeben hat. Alle unerreichten Ziele würden sonst das Vertrauen in den gesamten Markt erschüttern, so ein T-Mobile-Sprecher.

Statt nur die neuen Dienste zu starten, sei es viel wichtiger, sinnvolle Bezahldienste dafür zu entwickeln; darüber sind sich inzwischen fast alle Betreiber einig. Die Studie fasst zusammen; "Die meisten Anbieter sind sicher, dass Multimedia-Dienste für GPRS erst Geld abwerfen müssen, bevor man an den Aufbau der UMTS-Netze investiert".

De Lussanet wies die Versicherung der Unternehmen zurück, dass 40 Prozent der bestehenden Mobilfunkkunden Kunden bis 2008 UMTS nutzen würden. "Nach unsren Marktforschungen erwarten wir höchstens zehn Prozent Marktpenetration bis 2007", schreibt sie. Große Probleme werden die Dienste haben, wenn es um die Interoperabilität der Anbieter sowie um das Tauschen von Daten mit den GSM- und GPRS-Netzen ginge.

Die meisten Vorhersagen zu Mobilgeräten, die sowohl UMTS als auch GPRS und GSM beherrschten, seien falsch. Eine hätte sogar für dieses Jahr schon Produkte prophezeit. Die Wahrscheinlichkeit, dass die ersten UMTS-Geräte nur UMTS und sonst nichts beherrschen, sei viel größer, attestiert die Marktforscherin den Unternehmen.

Nick Greenway, Branchenanalyst der Firma Datamonitor, schlägt vor, dass die meisten Unternehmen schnellstens ihre UMTS-Lizenzen verkaufen sollten, um überlebensfähig zu bleiben. Monster-Investitionen für den Start der 3G-Dienste seien wirtschaftlich weniger sinnvoll, als den Markt komplett aufzugeben.
(Quelle: www.vnunet.de)


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