Wim Duisenberg hat für den 9.Juli 2003 seinen Rücktritt angekündigt, so die Analysten der Bank Austria.
Aus persönlichen Gründen, wie er gesagt hätte. EURO-US-Dollar notiere darauf leicht fester und bilde somit die Grundlage für den wiederholten, späteren Anstieg über 0.8700 hinaus infolge weiterer leichter Verluste beim Dow Jones-Index. Die Entlastung für die Gemeinschaftswährung durch die Rücktrittsankündigung sei nachvollziehbar. Unter Duisenbergs Leitung wäre die Geldpolitik bis auf einige Ausnahmen zwar im wesentlichen berechenbar, seine Aussagen zum Außenwert des EUR hingegen zumeist nicht. Den Vertrauensverlust der Währung dürfe er sich zum Teil ans eigene Revers heften. Würde der EURO von Duisenbergs Entschluss nachhaltig profitieren? Eher nicht! Duisenberg habe sein Gesicht gewahrt, indem er als ursprünglicher Kompromisskandidat ein Jahr länger als ursprünglich angenommen, sein Amt ausüben werde.
Über die Beweggründe Duisenbergs, zum jetzigen Zeitpunkt seinen Rücktritt zu verkünden, dürfe indes, auch im Hinblick auf die Kredibilität des EUR, spekuliert werden. Es mute schon recht seltsam an, dass der Zentralbankpräsident bei seiner gestrigen Pressekonferenz über die Absicht der deutschen Bundesregierung, den blauen Brief aus Brüssel nicht zu akzeptieren, offensichtlich sehr verärgert wäre. Dem Vernehmen nach wollten die Deutschen, denen zudem die EU-Fördermittel für Ostdeutschland gestrichen werden solle, Frankreich beim Wunsch nach einem französischen EZB-Präsidenten unterstütze, falls es gelänge, die Versendung des blauen Briefes zu verhindern. Allerdings habe Frankreich gegenwärtig das Problem, noch keinen eigenen Kandidaten definitiv vorweisen zu können, nachdem sich der ehemalige Wunschkandidat Trichet Vorwürfen ausgesetzt sehe, er sei an den Bilanzfälschungen einer französischen Großbank beteiligt gewesen.
Ob sich die übrigen Länder auf einen anderen französischen Kandidaten einigen würden (vielleicht Noyer), sei indes noch nicht sicher. Sicher sei allerdings, dass Postengeschacher, faule Kompromisse und ähnliches dem EURO in den nächsten Wochen und Monaten eher einen Bärendienst erwiesen würde. Ganz abgesehen davon, dass die Autorität Duisenbergs, solange er noch im Amt weile, beträchtlichen Schaden nähme. Für den heutigen Tag erwarten die Analysten der Bank Austria im unmittelbaren Vorfeld des G-7 –Treffens keine richtungsweisenden Einflüsse. Der Datenkalender sei ausgedünnt. Die Veröffentlichung der deutschen Industrieproduktion dürfe weitgehend unbeachtet bleiben, nachdem die Märkte die leicht verbesserten deutschen Auftragseingänge gestern ebenfalls ignorierten haben. "Warten auf den US-Aktienmarkt" hieße derzeit das Motto. Die Analysten der Bank Austria halten ihre "Shortposition" in EUR-USD (Einstieg 0.8655, S/L0.8750, T/P 0.8630).
Aus persönlichen Gründen, wie er gesagt hätte. EURO-US-Dollar notiere darauf leicht fester und bilde somit die Grundlage für den wiederholten, späteren Anstieg über 0.8700 hinaus infolge weiterer leichter Verluste beim Dow Jones-Index. Die Entlastung für die Gemeinschaftswährung durch die Rücktrittsankündigung sei nachvollziehbar. Unter Duisenbergs Leitung wäre die Geldpolitik bis auf einige Ausnahmen zwar im wesentlichen berechenbar, seine Aussagen zum Außenwert des EUR hingegen zumeist nicht. Den Vertrauensverlust der Währung dürfe er sich zum Teil ans eigene Revers heften. Würde der EURO von Duisenbergs Entschluss nachhaltig profitieren? Eher nicht! Duisenberg habe sein Gesicht gewahrt, indem er als ursprünglicher Kompromisskandidat ein Jahr länger als ursprünglich angenommen, sein Amt ausüben werde.
Über die Beweggründe Duisenbergs, zum jetzigen Zeitpunkt seinen Rücktritt zu verkünden, dürfe indes, auch im Hinblick auf die Kredibilität des EUR, spekuliert werden. Es mute schon recht seltsam an, dass der Zentralbankpräsident bei seiner gestrigen Pressekonferenz über die Absicht der deutschen Bundesregierung, den blauen Brief aus Brüssel nicht zu akzeptieren, offensichtlich sehr verärgert wäre. Dem Vernehmen nach wollten die Deutschen, denen zudem die EU-Fördermittel für Ostdeutschland gestrichen werden solle, Frankreich beim Wunsch nach einem französischen EZB-Präsidenten unterstütze, falls es gelänge, die Versendung des blauen Briefes zu verhindern. Allerdings habe Frankreich gegenwärtig das Problem, noch keinen eigenen Kandidaten definitiv vorweisen zu können, nachdem sich der ehemalige Wunschkandidat Trichet Vorwürfen ausgesetzt sehe, er sei an den Bilanzfälschungen einer französischen Großbank beteiligt gewesen.
Ob sich die übrigen Länder auf einen anderen französischen Kandidaten einigen würden (vielleicht Noyer), sei indes noch nicht sicher. Sicher sei allerdings, dass Postengeschacher, faule Kompromisse und ähnliches dem EURO in den nächsten Wochen und Monaten eher einen Bärendienst erwiesen würde. Ganz abgesehen davon, dass die Autorität Duisenbergs, solange er noch im Amt weile, beträchtlichen Schaden nähme. Für den heutigen Tag erwarten die Analysten der Bank Austria im unmittelbaren Vorfeld des G-7 –Treffens keine richtungsweisenden Einflüsse. Der Datenkalender sei ausgedünnt. Die Veröffentlichung der deutschen Industrieproduktion dürfe weitgehend unbeachtet bleiben, nachdem die Märkte die leicht verbesserten deutschen Auftragseingänge gestern ebenfalls ignorierten haben. "Warten auf den US-Aktienmarkt" hieße derzeit das Motto. Die Analysten der Bank Austria halten ihre "Shortposition" in EUR-USD (Einstieg 0.8655, S/L0.8750, T/P 0.8630).