der Aktionär schreibt: Morphsoys muss verkaufen, verkaufen, verkaufen - nicht der Anleger. Hier der gesamte Artikel. Da wirds dann vielleicht deutlicher
Auf der Suche nach Partnern
Morphosys tritt in die entscheidende Phase seiner Geschichte ein. Was muss das Unternehmen nun tun?
Mit Spannung wartete man in der letzten Woche an der Börse auf die Zahlen von M. Diese fielen jedoch völlig im Rahmen der Erwartungen aus, was von den Aktionären mit Erleichterung aufgenommen wurde. In den ersten 6 Monaten erzielte M. einen kumulativen Umsatz von 8,7 Mio Euro. Im gleichen Zeitraum fielen Ausgaben von 18,4 Mio Euro an . Das EBITDA belief sich auf ein Minus von 6,4 Mio Euro. Dadurch entstand ein Verlust von 2,17 Euro je Aktie. Sorge bereitet uns jedoch die dünne Liquiditätsdecke. Barmittel und barähnliche Positionen beliefen sich nämlich am 30. Juni auf 28,2 Mio Euro. Bei einer Burn-Rate von 6-7 Mio – Euro im Quartal hat die Cash-Position einen kritischen Wert erreicht.
M. scheint dieses Problem erkannt zu haben. Bis zum Jahres ende will man mindestens eine strategische Partnerschaft mit einem internationalen Pharma-. Oder Biotechnologieunternehmen eingehen. Diese Kooperation soll, ähnlich wie im Fall Schering geschehen, die Liquiditätssituation verbessern. Schering hält 10 % an M. Die liquiden Mittel sollen bis zum Jahresende auf 40 Mio Euro aufgestockt werden.
M. ist in die entscheidende Phase seiner Unternehmensgeschichte eingetreten. Jetzt kommt es nämlich darauf an, Know-how und Produkt Gewinn bringend zu vermarkten. M. gehört mit seiner patentierten Antikörpertechnologie zu den führenden deutschen Biotechnologieunternehmen. Doch die se Führungsposition bringt wenig, wenn dem nicht entsprechende Geschäftserfolge gegenüberstehen. Senior Vice President der Bayer Corp, US-Tochter der Bayer AG, Wolf-Dieter Busse, erklärte vor kurzem, dass 2 Medikamente in die klinische Prüfung kommen, die auf der Antikörpertechnologie von M. beruhen. Damit hätten wir für M. einen „Präzendenzfall“ vorliegen. Die Börse wartet exakt auf solche Nachrichten, die nicht nur das Überleben von M. sichern würden, sondern auch Treibstoff für den Aktienkurs wären.
Die anfänglich viel bejubelte Ankündigung, dass M. auch eine eigene Produktpipeline aufbauen möchte, stufen wir mittlerweile vorsichtiger ein. Sicher ist dies der richtige Weg, doch er ist lang, holprig und kann bestenfalls als Fernziel dienen. Geld ist damit auf absehbare Zeit nicht zu verdienen.
Fazit: siehe oben oder suntrade.bluebull.com/board/...3&session_name=Suntrade_Session
Tigerente