Finanzminister wollen Dollar stützen....*LOL*


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börsenfüxlein:

Finanzminister wollen Dollar stützen....*LOL*

 
09.02.04 06:15
Einigkeit auf Brust und Papier

Identische Krawatten, identische Botschaft


Einigkeit demonstrierten die G7-Finanzminister und Notenbankchefs auf Brust und Papier: mit identischen Krawatten mit den Währungszeichen für Dollar, Euro, Yen und britischem Pfund auf blauem Grund präsentierten sie sich bei ihrem Treffen im Boca Raton (Florida) zum gemeinsamen Gruppenbild. Aber auch beim heißen Thema Wechselkurse rangen sich die Vertreter der wichtigsten Währungen zu einem ungewöhnlich klaren Signal durch. Zu starke Währungsschwankungen seien für das Wirtschaftswachstum unerwünscht.

Für die Europäer heißt das im Klartext: die Talfahrt des Dollars darf nicht ungehindert weitergehen. Mit der Ankündigung, die Devisenmärkte genau zu beobachten und nötigenfalls "zu kooperieren", griffen die Minister zwar auf eine Standardformel zurück. Der Hinweis gilt als Warnung an Devisenhändler, dass die großen Industrieländer außerordentlichen Wechselkursschwankungen nicht unbedingt tatenlos zusehen. Die Finanzwelt wartet nun mit Spannung, wie die Devisenmärkte am Montag reagieren werden.

Unisono weigerten sich die Finanzminister, der Formulierung irgendwelche Interpretationen hinzuzufügen. "Weitere Erklärungen machen die Sache nur weniger klar", meinte Bundesfinanzminister Hans Eichel, der sich ansonsten hoch zufrieden zeigte.



Unbedachte Worte stürzen Märkte ins Chaos

Die Minister stehen jedes Mal vor dem gleichen Dilemma. Die Erwartungen sind immens, und die Interpretation ihrer Worte kann die Märkte ins Chaos stürzen. Deshalb ist eigentlich immer Verbalakrobatik gefragt, um nicht mit allzu klaren Worten Position zu beziehen. Doch vage Formulierungen sind auch ein Risiko, wie das vorherige Treffen im September in Dubai zeigte.

Damals sprachen sie sich für "flexiblere Wechselkurse" aus - gemünzt war dies auf die asiatischen Länder, denen die USA vorwerfen, ihre Währungen künstlich niedrig zu halten, um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Doch Devisenhändler zogen andere Schlüsse: "Flexiblere Wechselkurse" interpretierten sie als stillschweigende Vereinbarung, den Dollar weiter fallen zu lassen. Prompt brach der Dollar-Kurs nach dem Treffen ein, bis heute um fast zehn Prozent.


Wie ernst gemeint sind die Bekenntnisse der Minister?

Offen ist auch, wie ernst die einzelnen Minister es mit ihrem Bekenntnis meinen. Ihre Interessen sind zur Zeit ziemlich gegenläufig. US-Finanzminister Snow machte deutlich, dass die Wechselkurs-Debatte für ihn allenfalls als Randthema Bedeutung hatte. Die USA brauchen im Wahljahr und nach dem Verlust von fast drei Millionen Arbeitsplätzen unter Präsident George W. Bush dringend mehr Schub. Ein billiger Dollar heizt das Exportgeschäft an und soll Jobs schaffen. Bei einem Wachstum im 4. Quartal von vier Prozent (auf hochgerechneter Jahresrate) wurden im Januar nur 112.000 neue Stellen geschaffen. Das reicht nicht, um die 8,3 Millionen arbeitslosen Amerikaner von der Straße zu holen.

Die Europäer fürchten dagegen, dass der starke Euro ihnen das Exportgeschäft als Lokomotive für den Wirtschaftsaufschwung kaputt macht. Ob die europäische Konjunktur bei einem günstigeren Wechselkurs aber mehr Dampf entwickeln würde, ist fraglich. Schließlich haben es die europäischen Unternehmen vor zwei Jahren auch nicht geschafft, den damals schwachen Dollar für einen kraftvollen Start aus dem Konjunkturtief zu nutzen.

(N24.de, dpa)


Reaktion: Euro kurz runter und jetzt im Morgengeschäft bei 127,40...hihi

diese Nasen...

gute morgen
füx
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