hallo Kopfsalat...let's go...
und hier ein wenig Treasury...
- Das überraschend gute Wachstum der USA im dritten Quartal übertraf mit +7,3 % selbst die überaus optimistischen Erwartungen um die 6 %. Dank der Steuersenkungen kam der Privatkonsum zur Geltung. Für das vierte Quartal trauen sich jetzt schon einige Volkswirte eine Verlangsamung auf 3,5 % vorherzusagen.
§Ergo: Die Auswirkungen eines solch soliden Wachstums und die Anzeichen eine besseren Arbeitsmarktes (die wöchentlichen Arbeitslosenerstanträge lagen gestern mit 385.000 wieder unter der magischen 400.000er Marke) lassen schon wieder Zinserhöhungsphantasien der FED für den 9. Dezember aufkommen. Ich meine, dass ist zu früh
- Gestern Abend wurden die Protokolle der Septembersitzung der FED veröffentlicht. Darin bemerkt diese Zentralbank, dass sie Zinsentscheidungen nach ihrer Einschätzung und nicht nach dem Kalender fällt.
§Ergo: Auf der Sitzung am 9. Dez. wird nicht mehr von ´niedrigen Zinsen für eine lange Zeit´ die Rede sein. Fördert Zinserhöhungsphantasien der FED. Der Märzterminkontrakt preist bereits wieder eine Erhöhung um 0,25 % ein.
- Auf jenes Hammerwachstum war die folgende schwächere EURUSD-Bewegung ein überraschender relativer Nullevent. Die jüngste Handelsrange hat schließlich in Amerika und Asien gehalten Selbst ich, obwohl ausgewiesener €-Bulle, meine Stammleser wissen warum, hatte nach der Datenveröffentlichung mehr erwartet..
- Die russische Yukos-Krise eskaliert. Jetzt wurden 44% der Aktien „eingefroren“. Der russische Aktienindex fiel seit letztem Wochenende 16,5 %. Yukos ist ein wichtiger Steuerzahler in Russland. Das Euroland ist der größte Gläubiger Russlands.
- Heute gibt es um 16 Uhr noch den Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago. 55 nach 51.2 wird erwartet.
§Ergo1: Solange sich EURUSD unter 1.1710/20 bewegt, setzt sich das vorsichtige Ausloten nach unten fort und birgt das Risiko, dass erneute €-Nachfrage erst wieder bei 1.1540/50 eintritt. Und wieder Achtung: Dieser Abbruch ist keine Verletzung des steigenden EURUSD-Trends.
§Ergo2: Rentennegativ. Hinweis: Sollte sich heute der Rentenmarkt mal aufbäumen, ist dies ein gutes Verkaufsniveau.
- Die Rohstoffpreise steigen dank schwächerem USD und anspringender Industrieproduktion weiter. Gold erreichte wieder $ 391.90 (Das 2003-Hoch war 394.80).
§Ergo: Rentennegativ.
- Herr Snow hat gestern vor dem Bankenausschuss des US-Senat nichts erzählt, was sie und ich nicht schon wüssten. China und Japan hat er wegen den FX-Interventionen nicht abgekanzelt, will deren Zentralbanken aber weiter zu freien Wechselkursen drängen.
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O P T I
