war heute intraday schon wieder bei 16 und notiert jetzt nur knapp darüber. wie auch die letzte sentiment-analyse von animusx (und die lagen letzte woche mit ihren 4000 genau richtig!) zeigt, ist die sorglosigkeit bei den instis unglaublich hoch, die glauben alle an steigende kurse. wenn die mal alle raus wollen (müssen!?) könnte im dax ne lawine losgetreten werden ... downside-risks sind wesentlich größer als upside-chances, und das sage ich mit abgestreiftem bärenfell ;-)
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DAX: Fortsetzung des Südkurses
Das Fazit der letzten Standortbestimmung lautete:
(…) Ein unmittelbares Überwinden der 4.000er Marke ist in der kommenden Woche unwahrscheinlich. Eher wird der DAX noch einmal leicht korrigieren. (…) Sollte sich der Markt aber nicht bei 3.900 Punkte stabilisieren, so dürfte es noch einmal gut 50 Punkte gen Süden gehen. (…)
Allen Unkenrufen zum Trotz, konnte der deutsche Aktienindex die Hürde von 4.000 Zählern in der vergangenen Woche nicht überwinden. Zweimal testete der DAX erfolglos das Niveau, bevor er dann ab Mittwoch heftig auf Tauchstation ging. In der Spitze fiel das Marktbarometer am vergangenen Freitag auf 3.887 Punkte. Die Woche beendete es mit 3.910 Punkte. Per Saldo bleibt ein Wochenverlust von 1,95 Prozent oder 78 Punkte.
Die animusX-Ratios ließen es ja bereits vermuten, der DAX würde die 4.000er Hürde nicht überwinden können. Auch die Angebotsüberhänge und damit der Zwischenstopp wurden in der vergangenen Woche wieder gut getroffen. Damit kristallisieren sich die Ratios zunehmend als Herzstück für den Trader heraus.
Die Profis sind mit der Entwicklung der vergangenen Woche mehr als zufrieden. Der animusX-OverconfiX bestätigt dies. Der Indikator weist auf der Ebene der Institutionellen einen sehr hohen Wert aus. Damit wird verdeutlicht, dass die Profis der Gefahr der Selbstüberschätzung unterliegen. Bei den privaten Investoren sieht es dagegen nicht ganz so kritisch aus. Wofür der Indikator steht und wie er interpretiert wird, lesen Sie auf www.animusx.de
Die überschwänglichen Gefühle der Profis werden auch von dem animusX-Sentiment untermauert. Der Subindex für Institutionelle legt auf sagenhafte 63 (!) Prozent zu. Sie sind somit willens, antizyklisch auf Einkaufstour zu gehen. Bei den Privaten hat sich der Subindex im Vergleich zur Vorwoche leicht verschlechtert. In der konsolidierten Betrachtung bleibt es für die kommende Woche damit bei einem unveränderten Sentimentwert von 49 Prozent.
Es wird immer deutlicher, die Stimmung trübt sich zunehmend ein und die Marktteilnehmer sind damit wesentlich stärker geneigt, eher auf die Verkäuferseite zu wechseln. In der technischen Betrachtungsweise hat im Sentiment eine Trendumkehr stattgefunden.
Zu der Investitionsquote kann man sagen, dass die Institutionellen ihre Shortpositionen gemäß ihrer Stimmung reduziert haben. Leider haben sie im Gegenzug keine Longpositionen aufgebaut. Damit wird auch deutlich, dass der Markt den Startschuss zunächst vorgeben muss, bevor offensichtlich entsprechend des Sentiments investiert wird. Die Privaten hingegen haben ihre Shortpositionen ausgebaut und sind sich ihrer Sache recht sicher.
Ab wann werden die Institutionellen ins Handeln kommen? Diese Frage soll wieder mit Hilfe der animusX-Ratios beantwortet werden.
Hier wird deutlich, dass sich die Angebotsüberhänge bei 4.000/050 Zählern drastisch reduziert haben. Sie sind nun auf 3.950/4.000 Punkten zu erwarten. Aus der technischen Sicht bedeutet dies, dass ein vermeintlicher Anstieg wohl bei 3.950 Punkten - und damit bei dem 50%-Retracement (Bewegung 4.000 auf 3.887 Punkte) wahrscheinlich ein Ende finden wird. Starke Nachfrage kommt erst zwischen 3.800/050 Punkten ins Spiel. Aus technischer Sicht demnach zwischen 3.840 und 3.860 Punkten. Hier verläuft indes das 61,8%-Retracement von der Aufwärtsbewegung August bis September.
Fazit:
Das die jüngste Abwärtsbewegung ein Ende gefunden hat ist unwahrscheinlich. Zwar kann es aktuell zu einer kurzfristigen Gegenbewegung kommen, diese wird aber bei 3.950 Punkten im Sande verlaufen. Eine Fortsetzung des Südkurses dürfte dann wohl der Fall sein. Führen wird es den Markt dann in die 3.850er Region.