Nach den saftigen Gewinnwarnungen brauchen sich die Anleger kaum noch zu wundern, dass F.A.M.E Film Music Entertainment das vergangene Geschäftsjahr katastrophal abgeschlossen hat. Der Filmproduzent fuhr einen Verlust von 9,3 Millionen Euro ein - nach einem Gewinn von 1,4 Millionen Euro vor Jahresfrist. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen lag bei minus 10,3 Millionen fiel damit noch schlechter aus, als das Unternehmen prophezeit hatte. Das wird dem Pennystock einen weiteren Schlag versetzen.
Rechnen scheint nicht gerade die Stärke des Finanzmanagements von F.A.M.E. zu sein. Oder ist der Filmproduzent einfach nur unrealistisch? Nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von rund 560.000 Euro angekündigt hatte, musste es diese Prognose im November 2001 auf ein Minus von drei bis vier Millionen Euro herunterschrauben. Um seine Erwartungen später weiter auf minus 7,4 Millionen Euro zu senken. Jetzt fuhr die Gesellschaft sogar ein Ebit von minus 10,3 Millionen Euro ein. Peinlich, peinlich.
Als Grund für den Fehlbetrag nennt F.A.M.E. einmalige Sondereffekte in Form von Sonderabschreibungen auf noch nicht realisierte Drehbücher und noch nicht verwertete Filmlizenzrechte. Hinzu kämen außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte von Tochtergesellschaften. Die Geschäftsaussichten für das laufende Jahr dürften verhalten bleiben - deutsche Filmproduktionen sind kein Verkaufshit. Angesichts der mehrmaligen Fehleinschätzungen der Lage hat F.A.M.E. bei den Börsianern massiv Vertrauen verspielt.
Die katastrophalen Zahlen werden die F.A.M.E.-Aktie noch weiter unter Druck bringen - vor allem vor dem Hintergrund der Gewinnwarnungen. Angesichts der rückläufigen Nachfrage nach deutschen Filmproduktionen bleibt die Lage des Unternehmens trübe. Damit dürfte der Pennystock weiter vor sich hindümpeln.