HANDELSBLATT, Freitag, 18. November 2005, 15:22 Uhr
Deutliches Signal
EZB kündigt Zinserhöhung an
Deutlicher geht es bei Notenbankern nicht: EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hat am Freitag umständlich, aber auch unmissverständlich eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank angekündigt.
HB FRANKFURT AM MAIN. "Nach zweieinhalb Jahren mit anhaltend ausgesprochen niedrigen Zinsen, denke ich, dass der Rat bereit ist, die Entscheidung zu treffen, die Zinsen zu ändern und das gegenwärtige Zinsniveau leicht anzuheben", erklärte Trichet überraschend auf dem Europäischen Bankenkongress in Frankfurt an. Diese Zinsänderung sei dazu da, um die Preisstabilität aufrecht zu erhalten und damit zu Wachstum und Beschäftigung im Euro-Raum beizutragen.
An den Finanzmärkten wurde spekuliert, dass die EZB bereits bei ihrer nächsten Ratssitzung am 1. Dezember den Leitzins von zwei Prozent anheben könnte. Einige Ökonomen hatten mit einer Anhebung der Leitzinsen zu diesem Zeitpunkt gerechnet, andere erwarteten jedoch erst 2006 eine Erhöhung. Trichet hatte sich bisher mit eindeutigen Aussagen zurückgehalten und stets die Umschreibungen der Notenbanker genutzt. Zuletzt war von „großer Wachsamkeit“ der EZB mit Blick auf die gestiegenen Inflationsrisiken die Rede. Nun hat Trichet jedoch ein deutliches Signal gegeben. An den Finanzmärkten reagierten Anleihen mit deutlichen Kursverlusten.
Deutliches Signal
EZB kündigt Zinserhöhung an
Deutlicher geht es bei Notenbankern nicht: EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hat am Freitag umständlich, aber auch unmissverständlich eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank angekündigt.
HB FRANKFURT AM MAIN. "Nach zweieinhalb Jahren mit anhaltend ausgesprochen niedrigen Zinsen, denke ich, dass der Rat bereit ist, die Entscheidung zu treffen, die Zinsen zu ändern und das gegenwärtige Zinsniveau leicht anzuheben", erklärte Trichet überraschend auf dem Europäischen Bankenkongress in Frankfurt an. Diese Zinsänderung sei dazu da, um die Preisstabilität aufrecht zu erhalten und damit zu Wachstum und Beschäftigung im Euro-Raum beizutragen.
An den Finanzmärkten wurde spekuliert, dass die EZB bereits bei ihrer nächsten Ratssitzung am 1. Dezember den Leitzins von zwei Prozent anheben könnte. Einige Ökonomen hatten mit einer Anhebung der Leitzinsen zu diesem Zeitpunkt gerechnet, andere erwarteten jedoch erst 2006 eine Erhöhung. Trichet hatte sich bisher mit eindeutigen Aussagen zurückgehalten und stets die Umschreibungen der Notenbanker genutzt. Zuletzt war von „großer Wachsamkeit“ der EZB mit Blick auf die gestiegenen Inflationsrisiken die Rede. Nun hat Trichet jedoch ein deutliches Signal gegeben. An den Finanzmärkten reagierten Anleihen mit deutlichen Kursverlusten.