@t223
"Welche Möglichkeiten habe ich beim Kauf? Limit, Markt, Stop (ganz grob)
Beim Verkauf genau das selbe: Stop, Markt und Limit.
Markt-Orders tauchen im Orderbuch nicht auf, warum? Weil sie direkt ausgeführt werden.
Klebt der Kurs wie heute morgen mehrere Stunden an einem Fleck ist es für mich eben schon interessant ob der Kurs von einem Limit-Kauf oder Limit-Verkauf an dieser Position gehalten wird...."
Du machst aber nicht mit Orders den Markt. Da ist dein Denkfehler.
Ein Kurs zu einem Zeitpunkt x stellt den Preis y eines ABGESCHLOSSENEN Geschäftes zwischen Verkäufern und Käufern zu einem bestimmten Zeitpunkt dar.
Gibt es gerade (bei marktengen Werten) keine Käufer, aber genügend Verkäufer, dann springt ein Market Maker ein und bietet einen Preis (wahrscheinlich sehr viel niedriger als der vorige "echte" letzte Preis mit "echten" Käufern). Trotzdem gibt es immer einen Käufer und Verkäufer.
Du verwechselst hier Orders und Käufe.
Orders können da und hier liegen und brauchen nicht zwingend ein Gegenstück, denn dann bleiben sie einfach bis zu ihrem Verfallsdatum im Orderbuch oder bei den Brokern in den Büchern stehen.
Diese "offenen" Orders machen aber keine Kurse.
Kurse bestehen nur aus tasächlichen, "echten" und ausgeführten Orders. Und dafür MUSS es einen Käufer und einen Verkäufer geben, weil ansonsten eben kein Kauf oder Verkauf stattfinden kann.
Verstehst du?
Du kannst kein Fahrrad kaufen, wenn es keinen Verkäufer gibt. Ergo kommt bei der Fahrradbörse kein Preis/kein Kurs für "Fahrrad" zustande. Außer du bietest (deine Order) sehr viel mehr, bis ein Halter der Fahrräder schwach wird und eine Verkaufsorder (mit seinem Preis) gibt. Finden eure Orders auf dem Marktplatz (Tradegate, XETRA) zusammen, DANN gibt es ein Geschäft, das Fahrrad/die Aktie wechselt den Besitzer und ein neuer Kurs steht nun auf der Kurstafel. Wenn sich eure Orders nicht treffen (eure Preisvorstellungen immer noch auseinanderliegen) dann gibt es kein Geschäft und keinen Kurs.
Deine Aussagen ob also nun bei dem Kurs 28,50 jemand gekauft oder verkauft hat ist Nonsens, weil IMMER wenn jemand verkauft - es irgendjemand kaufen muss.
Das Eine gibt es nicht ohne das Andere.
"Zum zweiten, aus der Bilanz geht klar hervor, dass es Rückstellungen sind und kein Verlustvortrag. "
de.wikipedia.org/wiki/Verlustvortrag
Runterscrollen bis zum Absatz "Handelsrecht".
Dort wird dir mit Formel erklärt, wie der Bilanzverlust berechnet wird.
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag
+ Gewinnvortrag aus dem Vorjahr oder
- Verlustvortrag aus dem Vorjahr
+ Entnahmen aus der Kapitalrücklage
+ Entnahmen aus Gewinnrücklagen
- Einstellungen in Gewinnrücklagen
= Bilanzgewinn/Bilanzverlust
Das ist (NOCHMAL) KEINE Rückstellung!
Rückstellungen kann man selbst bilden (sozusagen nach Lust und Laune des Managements), ein Bilanzverlust/Bilanzgewinn ist eine Ergebnisgröße des Handelsrechtes und kann nicht einfach selbst gebildet, sondern wird nach festgelegten Regeln und Gesetzen zwingend jedes Jahr berechnet - ansonsten Knast...
Und wenn du jetzt noch weißt, was Evotec bis 2016 für Verluste angehäuft hat und du die Bilanzen seit 2016 anschaust und da bemerkst, dass der Bilanzverlust jedes Jahr kleiner wird, dann ist das schon logisch nicht einfach eine "Rückstellung" - ist einfach was ganz anderes. Es ist ein Ergebnis.