Euro-Hoch hält an, freundliche Stimmung an den Börsen
Die Euro-Währungshüter warten mit einer Leitzinssenkung vorerst noch ab.
An den internationalen Finanzmärkten gab es am Donnerstag fast nur positive Vorzeichen. Mit Ausnahme von Tokio, wo die Börse wegen eines Feiertag geschlossen blieb, verzeichnete man an allen wichtigen Börsen Kursgewinne. Daran konnten auch die stärker als erwartet ausgefallenen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA nichts ändern. Besonders gut hielten sich in Europa und in den USA die Technologiewerte.
Die Wiener Börse lag gestern im internationalen Trend. Auch hier zogen die Kurse bis zum späten Nachmittag leicht an. Deutliche Kursgewinne gab es für VA Tech und Mayr-Melnhof. Die Aktie des Feuerwehr-Ausrüsters Rosenbauer stürzte hingegen zeitweise um mehr als zwölf Prozent ab, ohne daß dafür ein fundamentaler Hintergrund erkennbar war. Die Aktienumsätze in Wien sind allerdings wegen der Urlaubszeit nach wie vor äußerst gering.
Jahr der Trendwende
Das Jahr 2002 dürfte, so die Raiffeisen Zentralbank (RZB), eine Trendwende an den Finanzmärkten bringen. "Drei Jahre Talfahrt des Euro und zwei negative Jahre an den Börsen liegen hinter uns. Nun ist die Talsohle erreicht oder bereits durchschritten", meinte RZB-Chefanalyst Peter Brezinschek am Donnerstag vor Journalisten.
Der Start ins neue Jahr dürfte an den Aktienmärkten noch etwas holprig werden, insgesamt könne man aber mit Kurszuwächsen im niedrigen zweistelligen Bereich rechnen. So könnte das wichtigste US-Börsenbarometer, der Dow Jones-Index um 10,5 Prozent zulegen, der Londoner FTSE-Index um 13,2 Prozent und der Dax in Frankfurt um 7,5 Prozent.
Völlig risikolos ist die Lage allerdings nicht, so Brezinschek: Sollte die von allen erwartete und von den Aktienmärkten bereits teilweise vorweggenommene Konjunkturerholung in den USA und in Europa - bezüglich Japan ist man weiterhin pessimistisch - nicht spätestens im zweiten Quartal 2002 Realität werden, könnte es zu herben Rückschlägen kommen.
Die EZB-Währungshüter ließen erwartungsgemäß bei ihrer Sitzung am Donnerstag in Frankfurt die Leitzinsen unverändert. Der Euro konnte sich weiterhin über der 90-Cent-Marke behaupten. Der Richtkurs gegenüber dem US-Dollar lag bei 90,36 nach 90,38 Cent. Im weiteren Jahresverlauf könnte die Gemeinschaftswährung bis auf 95 oder 97 Cent zulegen, so die Prognosen. Die Parität zum US-Dollar dürfte aber auch heuer in weiter Ferne liegen.
Die RZB rechnet damit, daß die EZB noch im ersten Quartal die Leitzinsen von derzeit 3,25 Prozent um einen halben Prozentpunkt senken wird. In den USA, wo die Fed die Zinsen im Vorjahr weit aggressiver nach unten gedrückt hatte als die EZB, werde es hingegen keine weitere Zinssenkung mehr geben, so die Prognose. Im Herbst könnten die US-Zinsen sogar wieder leicht steigen.
Die Euro-Währungshüter warten mit einer Leitzinssenkung vorerst noch ab.
An den internationalen Finanzmärkten gab es am Donnerstag fast nur positive Vorzeichen. Mit Ausnahme von Tokio, wo die Börse wegen eines Feiertag geschlossen blieb, verzeichnete man an allen wichtigen Börsen Kursgewinne. Daran konnten auch die stärker als erwartet ausgefallenen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA nichts ändern. Besonders gut hielten sich in Europa und in den USA die Technologiewerte.
Die Wiener Börse lag gestern im internationalen Trend. Auch hier zogen die Kurse bis zum späten Nachmittag leicht an. Deutliche Kursgewinne gab es für VA Tech und Mayr-Melnhof. Die Aktie des Feuerwehr-Ausrüsters Rosenbauer stürzte hingegen zeitweise um mehr als zwölf Prozent ab, ohne daß dafür ein fundamentaler Hintergrund erkennbar war. Die Aktienumsätze in Wien sind allerdings wegen der Urlaubszeit nach wie vor äußerst gering.
Jahr der Trendwende
Das Jahr 2002 dürfte, so die Raiffeisen Zentralbank (RZB), eine Trendwende an den Finanzmärkten bringen. "Drei Jahre Talfahrt des Euro und zwei negative Jahre an den Börsen liegen hinter uns. Nun ist die Talsohle erreicht oder bereits durchschritten", meinte RZB-Chefanalyst Peter Brezinschek am Donnerstag vor Journalisten.
Der Start ins neue Jahr dürfte an den Aktienmärkten noch etwas holprig werden, insgesamt könne man aber mit Kurszuwächsen im niedrigen zweistelligen Bereich rechnen. So könnte das wichtigste US-Börsenbarometer, der Dow Jones-Index um 10,5 Prozent zulegen, der Londoner FTSE-Index um 13,2 Prozent und der Dax in Frankfurt um 7,5 Prozent.
Völlig risikolos ist die Lage allerdings nicht, so Brezinschek: Sollte die von allen erwartete und von den Aktienmärkten bereits teilweise vorweggenommene Konjunkturerholung in den USA und in Europa - bezüglich Japan ist man weiterhin pessimistisch - nicht spätestens im zweiten Quartal 2002 Realität werden, könnte es zu herben Rückschlägen kommen.
Die EZB-Währungshüter ließen erwartungsgemäß bei ihrer Sitzung am Donnerstag in Frankfurt die Leitzinsen unverändert. Der Euro konnte sich weiterhin über der 90-Cent-Marke behaupten. Der Richtkurs gegenüber dem US-Dollar lag bei 90,36 nach 90,38 Cent. Im weiteren Jahresverlauf könnte die Gemeinschaftswährung bis auf 95 oder 97 Cent zulegen, so die Prognosen. Die Parität zum US-Dollar dürfte aber auch heuer in weiter Ferne liegen.
Die RZB rechnet damit, daß die EZB noch im ersten Quartal die Leitzinsen von derzeit 3,25 Prozent um einen halben Prozentpunkt senken wird. In den USA, wo die Fed die Zinsen im Vorjahr weit aggressiver nach unten gedrückt hatte als die EZB, werde es hingegen keine weitere Zinssenkung mehr geben, so die Prognose. Im Herbst könnten die US-Zinsen sogar wieder leicht steigen.