Paris für Europäisierung von Rüstungsprojekten
Die französische Verteidigungsministerin Michèle Alliot-Marie hat sich für eine Europäisierung wichtiger französischer Rüstungsvorhaben ausgesprochen.
Dies könne zur notwendigen Konsolidierung der europäischen Branche beitragen, sagte sie auf der Pariser Wehrtechnikmesse Eurosatory. Als Beispiele nannte Alliot-Marie die Entwicklung von Aufklärungs- und Kampfdrohnen sowie das Projekt Integrierter Land-Luft-Kampf (BOA). In die beiden Entwicklungen sollen 435 Millionen Euro investiert werden.
In die 300 Millionen Euro teure Entwicklung der Drohnen ist die gesamte französische Flugtechnikbranche involviert. Dassault hat die Federführung bei der Kampfdrohne UCAV und der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS bei der Aufklärungsdrohne EuroMale. Auch die Elektronikkonzerne Thales und SAGEM sind einbezogen. An der Kampfdrohne sind auch die schwedische Saab und die griechische HAI beteiligt.
Für 135 Millionen Euro soll ein BOA-Demonstrator geschaffen werden. Dabei geht es um das Zusammenwirken von Kampfpanzern und Infanterie, ferngelenkten Robotern und Drohnen auf dem Schlachtfeld. Hauptentwickler sind hier Thales, SAGEM und der Panzerbauer GIAT Industries sowie EADS und der Raketenbauer MBDA, an dem EADS und BAE Systems je 37,5 Prozent halten.
dpa/wiwo
14.06.2004
http://www.wiwo.de/pswiwo/fn/ww2/sfn/buildww/cn/...depot/0/index.html