EU-Gipfel will Energiemärkte öffnen


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EU-Gipfel will Energiemärkte öffnen

 
16.03.02 14:07
Geschäftskunden sollen ab 2003 ihren Stromversorger frei wählen können. Über eine Marktöffnung für Privatkunden wird noch entschieden
Barcelona - Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben nach jahrelangem Streit den Weg für eine Öffnung der Energiemärkte freigemacht. Die EU-weite Liberalisierung soll in mehreren Schritten erfolgen, hieß es am Samstag im Entwurf zur Schlusserklärung des EU-Gipfels von Barcelona.

Gewerblichen Kunden soll die freie Wahl ihrer Stromversorger demnach von 2003 an ermöglicht werden. Ihre Gaslieferanten sollen Industrie und Gewerbetreibende von 2004 an wählen können. Über eine mögliche Marktöffnung für Privatkunden soll dem Papier zufolge vor der nächsten Frühjahrstagung des Europäischen Rates Anfang 2003 entschieden werden.

Die Marktöffnung für gewerbliche Kunden werde mindestens 60 Prozent der Energielieferungen betreffen, heißt es in dem Entwurf. Zunächst unklar zunächst noch, ob sich die Staats- und Regierungschefs tatsächlich auf die Daten 2003 und 2004 festlegen würden. Von deutscher Seite hieß es, man sei sehr zufrieden mit dem in Barcelona gefundenen Kompromiss.

Eine Marktöffnung für Privatkunden wird von Bedingungen abhängig gemacht. Über das weitere Vorgehen soll laut Entwurf „im Lichte der Erfahrungen“ mit der Marktöffnung für Gewerbekunden entschieden werden. Der Entwurf sieht zudem vor, in jedem Mitgliedstaat einen „Regulierungsmechanismus“ zu schaffen. Damit sollten die Bedingungen für die Festsetzung der Tarife überwacht werden. dpa
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