Etwas Psychologie... war das der tiefstpunkt???


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nippon:

Etwas Psychologie... war das der tiefstpunkt???

 
21.10.00 17:26
hallo,

ich habe gerade bei börsenagent eine abbildung gesehen, die sich auf die derzeitige psychologische situation des DOW JONES als weltleitbörse anhand des PUT/CALL-indikators bezieht. in den vergangenen drei jahren war es bis jetzt immer so, dass wenn der Put/Call-Indikator auf einem hoch sich sehr gute einstiegschancen boten.
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das bild:
Etwas Psychologie... war das der tiefstpunkt??? 202432

Erläuterungen (Analyse vom 21.10.00):
Am Put/Call-Indikator lässt sich recht gut erkennen, dass der Pessimismus meist kurz nach Kurstiefs im Index am Größten ist. Dies ist hier durch die senkrechten Linien, die immer einen Hochpunkt im Put/Call-Indikator darstellen und somit einen hohen Pessimismus signalisieren, sehr gut dargestellt. Die Frage ist nun, ob wir einen neuen Pessimismushöhepunkt nun erreicht haben. Derzeit deuten einige andere Indikatoren, die man dafür zu Rate ziehen kann, darauf hin, was dann für den Index (hier Dow Jones) bedeuten würde, dass wir nun den Tiefpunkt für die nächsten Monate gesehen haben.

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das würde doch bedeuten, dass wir derzeit gut einstiegschanchen haben, da die stimmung nach diesem indikator ziemlich negativ ist.

wie interpretiert ihr diese analyse?

hier nochmal der link:
http://www.boersenagent.de/w3/chartdetail.asp?id=22780

freue mich auf eure ERNST GEMEINTEN antworten.!
gruss
nippon
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Parocorp:

sehr interessant !

 
21.10.00 17:38
wirklich sehr interessant. allerdings muß man dann evtl. wirklich "nur" in US-werte investieren. durch die einführung des euro, kann sich das sezenarion bei uns etwas ändern... oder? dazu kommt die kriegsgefahr im nahen osten. und im kriegsfall würde sich am pessimismus auch nichts ändern.. (= börsenhausse kommt später)

wir werden sehen.

gruß
paro
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nippon:

para

 
21.10.00 17:56
ich denke man kann diese entwicklung auch auf die europäischen werte übertragen, da diese sich in der vergangenheit nie so recht von der wallstreet abkoppeln konnten.



Antworten
mob1:

nippon & paracorp ...

 
21.10.00 17:59
Interessanter Ansatz, paßt zu meiner persönl. Ansicht.
Habe auch im Lauf der letzten Woche mein Depot voll-
gestopft, bis nix Cash mehr war, da ich von einem
weiteren rel. pos. Verlauf ausgehe.

Der NM wird dem NAS schon wieder hinterherlaufen,
ob er aber wieder überholt und vornewegläuft, möchte
ich nicht unbedingt meinen. Habe deshalb diesmal
auch mehr duale bzw. reine NAS - Werte drin, NM
ist prozentual jetzt etwas weniger.

Gruesse
MOB
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nippon:

@ mob

 
21.10.00 18:09
ich persönlich bleibe noch skeptisch und baue weiterhin liquidität auf.
es gibt meiner meinung nach einfach zu viele unsichersheitsfaktoren, die
ich leider nicht einschätzen kann:

1. euroschwäche
2. us-präsidentschaftwahlen
3. die unruhen im nahen osten (von paracorp bereits erwähnt)
4. ernüchterung bei den internet-sektor (in form von gewinnwarnungen)
Antworten
MONG:

Meine Meinung ist zu Deinem Thema ist leider

 
21.10.00 19:52
oben gelandet.

MFG
MONG
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short-seller:

Psychologie ?

 
22.10.00 00:03
1. Den Tiefstpunkt hatten wir wohl letzten Mittwoch. Nachdem Amerika richtig einbracht, machte sich langsam Panik breit. Das Signal zur Trendwende.

2. Nun rechnen viele mit fallenden Kursen. Gut so, denn irgendwer muß auch verkaufen, damit es noch Käufer zum Ende der Hausse gibt.

3. Die Stimmung ist momentan erstklassig. In einer derartigen Situation interessieren auch Negativmeldungen nicht mehr.

Grüße
Shorty
Antworten
Loepi:

@Short seller

 
22.10.00 00:24
Da Mein Konfirmationsspruch dem entspricht was Du gerade
geschrieben hast:

1.Ich bin der Weg, die 2.Wahrheit und das 3.Leben

werde ich meine Aktien nicht verkaufen und dies auch nicht
versuchen. Hoffentlich.

LoepiEtwas Psychologie... war das der tiefstpunkt??? 202515smilecwm.tripod.com/net3/saint.gif" style="max-width:560px" >

PS: Schätze Deine Meinung sehr.  
Antworten
nippon:

an alle, die den beitrag noch nicht ....

 
23.10.00 16:18
... gelesen haben!!!
was haltet ihr davon??
Antworten
potti:

interessanter Ansatzpunkt

 
23.10.00 16:29
aber ich denke über statistische Werte hinaus sollten wir die fundamentalen
Rahmendaten nicht vergessen !
Da wir statistisch gesehen im Oktober immer wieder Kurseinbrüche sehen, bin
ich sowieso dafür im Oktober die Börsen zu schließen / sorry

Antworten
derGURU:

Du hast Recht

 
23.10.00 16:35
Ich sehe es ähnlich, vor allem wenn man die schlechte Stimmung in Verbindung mit den sehr hohen Barbeständen in den Fonds sieht. Trotzdem kalkuliere ich in den nächsten Wochen noch mal einen Rückschlag mit ein, der aber nicht unter die letzten Tiefs reichen muss.
Was mir ganz gut gefällt: die langfrisitg gemässigten Erwartungen. Mittlerweile sind die meisten schon zufrieden, wenn die Börse überhaupt mal wieder hoch kommt. Sowohl Analysten als auch Börsenbriefe geben sich gerade mit 10-20 Prozent Gewinn in den kommenden 6 Monaten zufrieden.
Die Zeichen stehen damit gar nicht so schlecht, da aus Amerika in Q1 mit einer Zinssenkung und unter Bush, der ja gerade in den Umfragen führt, mit einer Steuerreform gerechnet werden darf. Das wird sowohl die Liquidität erhöhen als auch das Wirtschaftswachstum wieder stärker wachsen lassen.
Bei uns ist der Euro das grosse Problem. Bleibt er schwach, werden wir den US-Vorgaben folgen, aufgrund mangelnden Interesses aus dem Ausland aber nicht zu einer Outperformance ansetzen können.  
Schafft der Euro die Trendwende, die Wahrscheinlichkeit würde ich aktuell mit 30 Prozent beziffern, wird Deutschland deutlich stärker laufen als die USA.
Antworten
nippon:

@potti /@guru

 
23.10.00 16:46
@potti: natürlich muss man die fundamentals immer im auge behalten. / kein schlechter vorschlag:" IM OKTOBER WEGEN ZU ERWARTENDER KURSRÜCKGÄNGE GESCHLOSSEN!!" :-)

@guru: woher bekommt ihr eigentlich immer eure informationen, wie liquide die fonds gerade sind? gibt es da einen URL?

zum euro: der wird die trendwende nach den präsidentschaftswahlen schaffen.
Antworten
furby:

Hi nippon, interessanter Ansatz

 
23.10.00 17:27
hast Du eigentlich einen nun wieder aktuellen Put-Call Chart, den Du hier rein stellen könntest?

Es gibt übrigens auch einen Crash Index, dürfte soetwas ähnliches darstellen, leider ohne Gebührenzahlung nur Zeitverzögert unter der hier bei Ariva schon von Kicky genannten URL:

wwfn.com/crashupdate.html

Ansonsten erwarte ich persönlich schon noch einen Rücksetzer. Oder andersrum: würde die Nasdaq Ende der Woche bei 3800 stehen, bekäme uns das sicherlich nicht besonders gut.

Vom nahen Osten sehe ich die größten Gefahren aufkommen...

Gruß furby
Antworten
nippon:

US-Wahlen: Präsidenten-Index

 
23.10.00 17:39
habe gerade diese interessante grafik in einem anderen forum gefunden, die ich euch natürlich nicht vorenthalten will:

">community.metamarkets.com/boardCharts/200010/-23pres.gif">

@furby: die entwicklungen vom nahen osten drücken derzeit wirklich auf das gemüt. menschlich und börslich.
ich werde mich mal um einen neuen put/call chart bemühen.

Antworten
Digedag:

nippon's verunglueckte Grafik nochmal neu:

 
23.10.00 21:41
Etwas Psychologie... war das der tiefstpunkt??? 203112community.metamarkets.com/boardCharts/200010/-23pres.gif" style="max-width:560px" >
Antworten
derGURU:

@ nippon

 
23.10.00 21:59
Hi,
ich hatte mal das M+K-Abo von L+P, hab ich jetzt aber gekündigt. Was die USA betrifft, so ist www.trimtabs.com eine Superseite um den MoneyFlow zu analysieren. Für D ist mir sowas nicht bekannt, aber mit der Zeit bekommt man ein gutes Gespür dafür, wenn man die Fondsmanager und Vermögensverwalter im Fernsehen so hört. Bestes Beispiel war doch der Superbär von Union letzten Freitag in der n-tv Telebörse. Der war praktisch zu allem negativ eingestellt. Und warum? Weil er nix hat. Die Zeiten, in denen die professionellen Anleger den privaten in ihrem Handeln überlegen waren, sind längst vorbei. Heute ist es schon fast umgekehrt, wahrscheinlich wegen des Performancedrucks, der die Institutionellen auch nicht mehr rational handeln lässt. Und wenn ich mehrere von dieser Spezies höre, die bärisch sind, so werde ich allmählich bullisch.
GvG
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nippon:

@digedag/ @derguru

 
25.10.00 01:49
@digedag: danke für das einfügen der grafik. da sieht man, dass ich normalerweise nur webeditoren benutze. gut, wenn es noch leute gibt, die das gute alte html noch fehlerfrei beherrschen. :-)

@derguru: das wäre wirklich interessant, wenn es eine solche seite auch für deutschland gäbe. danke für den link.
Antworten
nippon:

wie schätzt ihr heute die lage ein?? besonders im

 
28.10.00 15:56
hinblick auf die präsidentschaftwahlen????

gruss
nippon
Antworten
derGURU:

Hi nippon

 
28.10.00 18:11
Die Börse ist wieder zum Leben erwacht und die Eintracht hat 3-0 gewonnen, das wird doch ein schönes Wochenende, oder?
Was die Präsiwahlen betrifft, so habe ich immer auf Gore gehofft. Denn der Schuldenabbau wird langfristig zu niedrigeren Zinsen führen, was die Liquidität erhöht und gut für die Aktien ist. Ausserdem ist er in der Aussenpolitik gemässigter und weniger arrogant und aggressiv wie Bush.
Nachdem die Märkte aber dermassen gelitten haben, wären massive Steuerentlastungen so wie sie Bush will, wohl ein hilfreiches Mittel, um den Märkten kurzfristig Fantasie zu verleihen und ihnen auf die Beine zu helfen. Langfristig wird dies aber wieder die Inflationsrisiken erhöhen und die politischen Beziehungen zu Russland und China (Stichwort: satellitengestützte Raketenabwehr) dürften sich abkühlen.
Mittlerweile bin ich mir mit Gore aber auch nicht mehr so sicher. Denn die grossen Haussephasen der letzten Jahrzehnte wurden immer von massiven Steuersenkungen eingeleitet. Das war unter Reagan in den 80ern so und unter Clinton in den 90ern.
Wie dem auch sei, ich erwarte mal, dass die Märkte aufgrund der gemachten Annahmen unter Gore langfristig moderat und weniger volatil ansteigen werden. Unter Bush hingegen wäre eine hohe Volatilität vorstellbar, immer abhängig davon, ob die Märkte gerade auf die hohen Gewinnsteigerungen oder die steigenden Zinsen achten.
Für einen Trader oder Kurzfristanleger wäre damit wohl ein Präsi Bush von
Vorteil, während der Investor, wie ihn Kostolany immer beschrieben hat, unter Gore glücklich werden dürfte.
Letztendlich kann ich an der Entscheidung eh nichts ändern, also hoff ich mal, dass unsere Eintracht auswärts bald mal was reisst.
GvG
Antworten
HAHAHA:

wahlen

 
28.10.00 18:25
US-Wahlkampf knapp wie nie
 
Internationale Anleger glauben, dass die Wahl des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten George W. Bush zwar der Wall Street kurzfristig nutzen könnte, beurteilen jedoch Al Gores Ansatz, geringere und damit weniger inflationsträchtige Steuersenkungen, insgesamt als Erfolg versprechender. In den letzten Umfragen vor der Wahl, die am 7. November erfolgen wird, besitzt Bush einen, wenn auch statistisch nicht signifikanten, Vorsprung vor seinem demokratischen Widersacher.



Natürlich haben ausländische Anleger keine direkte Stimme, doch können internationale Kapitalflüsse dem Präsidenten sowohl sehr nützen als auch schaden. Und außerhalb der USA sieht man Bush zwar als unternehmensfreundlicher als Gore, doch wären Gores Pläne längerfristig besser für die Aktienmärkte, da sie ein geringeres Inflationsrisiko darstellen. Bush will Steuersenkungen in Höhe von 1,3 Bill. Dollar vornehmen, bei einem für die nächsten 10 Jahre auf 4,6 Bill. geschätzten Haushaltsüberschuss (Fiskaljahr 2000: 237 Mrd.), während Gore lediglich Steuernachlässe im Wert von 500 Mrd. Dollar vorschweben.

Gores Pläne für niedrigere Befreiungen wären sicherlich eher nach dem Geschmack von US-Notenbankchef Alan Greenspan, der es, ähnlich wie viele Großanleger, vorziehen würde, wenn der Überschuss dazu verwendet würde, Schulden zu verringern. Senkt man nämlich Steuern, wie Bush es vorhat, oder hebt die Ausgaben, wenn es sich um Überschüsse aus zyklischen Quellen handelt, zu einem ungünstigen Zeitraum, dann könnte das dazu führen, das die Fed die Zinssätze weiter anhebt. Und das wäre Gift für die Märkte.

In der Währungspolitik scheinen die Positionen hingegen nicht ganz so weit auseinander zu liegen, doch gibt es immer noch signifikante Unterschiede. Man hört aus beiden Lagern, dass die Kandidaten einen „starke Dollar“ favorisieren. Wenn man aber die Äußerungen der jeweiligen ökonomischen Berater betrachtet, Lawrence Lindsey für die Republikaner und Alan Blinder im demokratischen Lager, so lehnt Bush weitere Interventionen zur Stützung des Euro eindeutig ab, was zu einer weiteren Schwächung der Gemeinschaftswährung führen könnte, während Gore wohl schon eher mitziehen würde.

Nach Meinung einer ganzen Reihe von Investmentmanagern würden besonders die Sektoren Gesundheitswesen, Rüstung und Tabak Bushs Wahl mit einer Rallye begrüßen. Man geht davon aus, dass die Tabakkonzerne, die aktuell von der US-Regierung auf Entschädigung in Millionenhöhe verklagt werden, da die öffentliche Hand Mehrkosten durch die Behandlung von erkrankten Rauchern zu beklagen hat, unter einer Bush-Regierung besser davon kommen würden. Auch die Aktien der Rüstungskonzerne dürften profitieren, da Bush bereits eine Erhöhung des Verteidigungshaushalts in Aussicht gestellt hat.  
Antworten
KOHLHAAS II:

Reich würde man, wenn man wüßte, wer jetzt Recht

 
28.10.00 19:14
bekommen wird, die Bullen von ariva oder die pessimistischsten Bären von

www.elliottwaves.de/

die sehen ja die Weltwirtschaftskrise vor der Tür.
Wer Interesse hat, wird einige Beiträge finden, in denen beschrieben wird, daß Al und Co die Geldmenge immer mehr steigert u. die Aktienblase immer mehr aufbläht und irgendwann soll`s dann den großen unvermeidlichen Knall geben.
Hat jemand eine ernstzunehmende Kritik zu den Elliottern ?
Wäre dankbar - würde bei der Orientierung helfen.
Gruß KHII
Antworten
Idefix1:

Waren die Elliotter nicht

 
28.10.00 20:55
noch vor gar nicht allzu langer Zeit superbullish für CMGI - oder hab ich da eine Fehlinformation ?

Wenn ja braucht es keine weitere Kritik mehr ...

Wobei an jeder Spieltheorie sind auch ein bis zwei Körnchen Wahrheit.
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