Wenn der Veba-Konzern vor zehn Jahren eine Tochter für über 6 Mrd. DM verkauft und daraus einen Buchgewinn von mehr als 2 Mrd. DM eingestrichen hätte, wäre ihm großes Aufsehen sicher gewesen. Dass Eon für VAW Aluminium von Norsk Hydro 3,1 Mrd. Euro einstreicht und 1,1 Mrd. Euro Gewinn verbucht, ist zwar nichts Alltägliches, doch im Rahmen der bereits abgehakten und der noch geplanten Transaktionen etwas Normales. Allein im Jahr 2000 wurden 4,6 Mrd. Euro Nettobuchgewinne eingestrichen.
Mit dem Verkauf der VAW ist der Transmissionsprozess vom Rand- zum Kerngeschäft einen großen Schritt vorangekommen. Die Mehrheit am Logistik-Spezialisten Stinnes wird wohl in diesem Jahr fallen, die Immobilientochter Viterra wird kapitalmarktfähig getrimmt und in spätestens fünf Jahren wird es auch für die Chemietochter Degussa eine Lösung geben. Dann hat das Konglomerat Eon endgültig ausgedient, und der Energiekonzern will mit Strom, Gas und Wasser endlich eine Rolle spielen, die den deutschen Ölgesellschaften versagt blieb: die des internationalen Players.
In drei bis vier Jahren will Vorstandschef Ulrich Hartmann Eon ganz oben auf dem Treppchen stehen sehen. Der Treibsatz dafür sind 35 bis 40 Mrd. Euro Mittel (Liquidität und Kredite). Doch der Grundsatz, nicht um jeden Preis einzukaufen, muss dann durchlöchert werden, wenn der strategische Reiz eines Zielobjekts die Renditevorgaben in den Hintergrund drängt. Eine so energische Expansionsstrategie birgt immer Risiken. So wird beispielsweise der Preis für die britische Powergen von insgesamt 13,2 Mrd. Euro allenthalben als recht heftig beurteilt, aber die amerikanische Tochter LG & E bietet den Vorzug einer Wachstumsplattform auf dem großen und vor der Konsolidierung stehenden US-Markt. So werden denn auch schon die nächsten Schritte in den USA eingefädelt. Wenn die Registrierung der SEC für Powergen vorliegt, soll der Tanz in den USA erst richtig beginnen.
Einschließlich Powergen wird Eon 40 % des Energiegeschäftes im Ausland erledigen. In drei bis vier Jahren sollen es zwei Drittel sein. Fast scheint es, dass über die große Offensive in Nordamerika der Heimatmarkt etwas wenig Aufmerksamkeit erfährt. Gemeint ist natürlich nicht der Griff nach der Ruhrgas-Mehrheit, dem kartellrechtliche und politische Unwägbarkeiten im Wege stehen, sondern die Zukunft des deutschen Stromgeschäftes. Es ist nicht recht erkennbar, in welche Richtung Eon Energie künftig gehen soll. Soll die Retail-Schiene mit pompösen Werbetrommeln gefördert werden, oder verspricht man sich doch vom Industriegeschäft die besseren Margen? Auch auf diese Frage muss eine Antwort gegeben werden.
Mit dem Verkauf der VAW ist der Transmissionsprozess vom Rand- zum Kerngeschäft einen großen Schritt vorangekommen. Die Mehrheit am Logistik-Spezialisten Stinnes wird wohl in diesem Jahr fallen, die Immobilientochter Viterra wird kapitalmarktfähig getrimmt und in spätestens fünf Jahren wird es auch für die Chemietochter Degussa eine Lösung geben. Dann hat das Konglomerat Eon endgültig ausgedient, und der Energiekonzern will mit Strom, Gas und Wasser endlich eine Rolle spielen, die den deutschen Ölgesellschaften versagt blieb: die des internationalen Players.
In drei bis vier Jahren will Vorstandschef Ulrich Hartmann Eon ganz oben auf dem Treppchen stehen sehen. Der Treibsatz dafür sind 35 bis 40 Mrd. Euro Mittel (Liquidität und Kredite). Doch der Grundsatz, nicht um jeden Preis einzukaufen, muss dann durchlöchert werden, wenn der strategische Reiz eines Zielobjekts die Renditevorgaben in den Hintergrund drängt. Eine so energische Expansionsstrategie birgt immer Risiken. So wird beispielsweise der Preis für die britische Powergen von insgesamt 13,2 Mrd. Euro allenthalben als recht heftig beurteilt, aber die amerikanische Tochter LG & E bietet den Vorzug einer Wachstumsplattform auf dem großen und vor der Konsolidierung stehenden US-Markt. So werden denn auch schon die nächsten Schritte in den USA eingefädelt. Wenn die Registrierung der SEC für Powergen vorliegt, soll der Tanz in den USA erst richtig beginnen.
Einschließlich Powergen wird Eon 40 % des Energiegeschäftes im Ausland erledigen. In drei bis vier Jahren sollen es zwei Drittel sein. Fast scheint es, dass über die große Offensive in Nordamerika der Heimatmarkt etwas wenig Aufmerksamkeit erfährt. Gemeint ist natürlich nicht der Griff nach der Ruhrgas-Mehrheit, dem kartellrechtliche und politische Unwägbarkeiten im Wege stehen, sondern die Zukunft des deutschen Stromgeschäftes. Es ist nicht recht erkennbar, in welche Richtung Eon Energie künftig gehen soll. Soll die Retail-Schiene mit pompösen Werbetrommeln gefördert werden, oder verspricht man sich doch vom Industriegeschäft die besseren Margen? Auch auf diese Frage muss eine Antwort gegeben werden.