Enron soll 2003 wieder Gewinne machen


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sir charles:

Enron soll 2003 wieder Gewinne machen

 
07.05.02 16:29
Enron soll 2003 wieder Gewinne machen

Der insolvente Energiehändler könnte als reiner US-Pipeline- und Kraftwerkskonzern überleben.


NEW YORK. Die im größten US-Firmenkonkurs aller Zeiten im Dezember 2001 zusammengebrochene Energiehandelsgesellschaft Enron hat erste Sanierungspläne vorgelegt. Sie will ihre Pipelines und Kraftwerke aus dem Konkurs-Debakel herausbringen und als drastisch verkleinerte Gesellschaft weitermachen, die sich auf den Transport, den Vertrieb und die Produktion von Strom und Erdgas konzentriert.


Die neue Firma soll bis ein endgültiger Name gefunden wird als OpCo Energy Company firmieren. Die Gesellschaft soll ausschließlich in Nord-, Mittel- und Südamerika arbeiten. Enron hofft auf Umsetzung des Plans bis zum Jahresende. Vorbedingung ist jedoch die Zustimmung der Gläubiger und des Konkursgerichtes. Es ist aber auch denkbar, daß die Gläubiger einen Einzelverkauf von Vermögenswerten vorziehen.


Die neue OpCo Energy würde über Pipelines mit einer Länge von 24.000 Kilometern und Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 6700 Megawatt verfügen, erklärte Enron. Sie könnte im Jahr 2003 einen Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) von mehr als 1,3 Mrd. Dollar verbuchen. Das neue Unternehmen soll 12.000 Mitarbeiter haben; bisher hatte Enron rund 23.000 Beschäftigte.

Enron war in den achtziger Jahren durch Zusammenschluß von zwei Pipelinefirmen entstanden und später mit der Liberalisierung der Energiemärkte in den Handel mit Strom und Erdgas sowie mit vielen anderen Rohstoffen vorgestoßen und hatte sich zum weltgrößten Energiehändler entwickelt, ehe Buchführungsmanipulationen, Verlustverschleierung und enorme Überschuldung zu dem Konkursverfahren führten.


Andersen vor dem Aus

Das US-Wirtschaftsprüferunternehmen Arthur Andersen, das jahrelang die Abschlüsse von Enron geprüft und das Unternehmen beraten hatte, habe kaum noch Rettungschancen, erklärte der von Andersen eingesetzte Sanierer, Ex-Fed-Chef Paul Volcker, am Wochenende. Mehr als 200 Kunden sind in den vergangenen Wochen abgesprungen, zuletzt SAP und die seit 67 Jahren zu den Anderson-Kunden zählende United Airlines

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