Energieanlagenbau optimistisch für die Zukunft

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Energieanlagenbau optimistisch für die Zukunft

 
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Energieanlagenbau blickt optimistisch in die Zukunft

Erneuerbare Energie: Gesetzliche Regelungen für die Vergütung des Stromes bescheren der Branche einen Boom

VDI nachrichten, 18.4.2003
Trotz unsicherer Perspektiven blicken die Hersteller von Anlagen für die Kraft-Wärme-Kopplung, Bioenergie, Windenergie und Brennstoffzellen optimistisch in die Zukunft.

Durch das Gesetz zum Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sind bei Anlagen, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen, Investitionen ausgelöst worden. Gefragt sind Installationen zur Modernisierung von Altanlagen sowie kleinere Anlagen bis zu 50 kW Leistung für Neubauten.
Für das politische Ziel, den weiteren Ausbau der KWK voranzubringen, seien diese Investitionen jedoch nur ein „Strohfeuer“, bis es gelinge, transparente, diskriminierungsfreie Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, so Hans-Peter Gügel, Geschäftsführer der MDE Dezentrale Energiesysteme und Vorsitzender der KWK/Bioenergie-Branche im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau.
Derzeit bieten die Netzbetreiber für den ins öffentliche Netz eingespeisten Strom einen Preis von 1,41 Cent/kWh an.
„Dass dieses Angebot weit unter dem Marktwert liegt, ist evident. Wir sind gespannt, wie die Wettbewerbsbehörde, deren Einrichtung kürzlich politisch beschlossen wurde, dies beurteilen wird“, so Gügel.
Gedämpft optimistisch äußerten sich vorige Woche während der Hannover Messe auch Hersteller von Bioenergie-Anlagen. Durch die Optimierung der Anlagentechnik habe sich in den letzten Jahren ein wachsender Markt entwickelt. Die Zahl der Biogasanlagen in Deutschland stieg von 1750 in 2001 auf rund 1900 in 2002 an.
Auch bei den Biomasse-Kraftwerken kam es entgegen dem allgemeinen Trend im inländischen Kraftwerksbau zu einer lebhaften Nachfrage und einer Auftragsvergabe von rund 15 Anlagen. „Verbesserungen der Rahmenbedingungen im Inland und die zunehmenden Markterfolge im Ausland lassen die Branche trotz der derzeitigen weltpolitischen Unsicherheiten mit Optimismus in die Zukunft schauen”, so Gügel weiter.
Die deutsche Windenergie-Branche blickt ebenfalls auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Im Jahr 2002 konnte die Branche mit einem Zuwachs an installierter Leistung von 22 % gegenüber 2001 ein weiteres Rekordjahr aufweisen. In den ersten drei Monaten des Jahres 2003 wurden Windenergie-Anlagen mit 357,3 MW Gesamtleistung neu installiert. Damit sind zurzeit in Deutschland rund 12 360 MW installiert; diese Anlagen können rund 5 % des Nettostromverbrauchs erzeugen.
„Für 2003 erwarten wir einen weiteren Zubau auf dem Land von 3000 MW und eine deutliche Steigerung der Exportquote. In vier bis fünf Jahren wird die Quote von 20 % auf 60 % bis 70 % steigen“, so Norbert Giese, Geschäftsführer der AN Windenergie und Vorsitzender der Windenergiebranche im Verband VDMA. Norbert Giese zur oft kritisierten Förderung der Windenergie: „Nach ersten Berechnungen beliefen sich in 2002 die Mehrkosten der Windenergie durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz auf 0,23 Cent/kWh. Das entspricht rund 8 ¬ Mehrkosten pro Jahr für einen Vier-Personen-Haushalt.“
Der Export und der Offshore-Bereich sind die zukünftigen Märkte der Windbranche. Doch Experten wie der Marktforscher Klaus Övermöhle, Hamburg, warnen: „Genehmigungen können fünf Jahre und länger dauern. Zudem sind regionale Beziehungsstrukturen zu berücksichtigen.“
Erst Ende dieses Jahrzehnts wird die Brennstoffzellen-Technologie, derzeit noch in der Entwicklungsphase, eine bedeutende Rolle einnehmen. Davon gehen zumindest die Anbieter aus. „Dabei wird sich die Brennstoffzelle zuerst in der stationären Anwendung, noch vor dem portablen und dem mobilen Einsatz, durchsetzen“, so Michael Gnann, Programmleiter Brennstoffzelle bei MTU CFC Solutions.
Michael Gnann: „Wir gehen von einer Serieneinführung der stationären Brennstoffzelle zur gleichzeitigen Strom- und Wärme-Erzeugung im Jahr 2006 aus.“ Die Stromgestehungskosten der stationären Zellen lägen derzeit bei ca. 25 Cent/kWh. Ziel sei es, diese bis zum Jahr 2010 auf 6 Cent/kWh zu reduzieren – durch verbesserte Produktionstechnologien und optimierte Integration von Komponenten und Subsystemen. rus



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