Die Zusammenarbeit mit Springer wurde von mir mehrfach als positiv bewertet und ich habe auch den Link zu dem Beitrag mit den 150 verkauften Simulatoren in einem anderen Forum gepostet bevor er dann hierher übernommen wurde. Wenn es etwas positives zu berichten gibt bin ich der erste der das auch erwähnt. Ich lasse mir hier keine Einseitigkeit vorwerfen.
Ich habe aber auch beschrieben, dass es sich bei Springer um einen erfahrenen Player handelt, der sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Die werden dort schon hart mit Endor verhandelt haben und nichts verschenkt haben. Trotzdem kann es natürlich für Endor ein gutes Geschäft sein - nur kann das keiner von uns wissen.
Ich habe auch beschrieben, dass der Prozess den Endor aktuell tendenziell wohl eher verlieren wird auch das Ergebnis einer Vertriebspartnerschaft gewesen ist - man sieht also, dass es selbst wenn es zunächst nach einer win-win-Situation aussieht niemand sagen kann was man Ende wirklich davon übrig bleibt.
Was ist daran schlimm wenn ich auch die Risiken erwähne wenn hier ausschließlich gute Stimmung ohne Berücksichtigung der Gefahren gemacht wird? Natürlich bestehen für Endor viele Risiken! Endor ist ein Unternehmen und unternehmerisches Handeln ist immer mit Risiken verbunden. Daran finde ich nichts schlimmes! Und davor sind auch große Konzerne nicht geschützt. Kann man aktuell ja ganz wunderbar bei etlichen Energieversorgern sehen.
Das Problem von Endor ist ein ganz anderes. Man ist sehr klein und hat in den letzten Jahren teilweise Geld "verbrannt" was nun dazu führt, dass man anfällig ist wenn es zu weiteren Problemen kommt. Es gibt einfach keine Reserven - was man ja auch wunderbar an den durch den Prozess beschriebenen Gefahren sieht - welche der Vorstand selbst einräumt.
In der Vergangenheit wurden Prognosen oft nicht eingehalten. Relativ kurz nach dem Börsengang wurden die eigenen Erwartungen verfehlt - was dazu führte, dass der Wert der Aktie seit Ausgabe in der Spitze über 90 Prozent verloren hat. Bei so einer Entwicklung kann man ja wohl kaum davon sprechen alles richtig gemacht zu haben. Natürlich kann es sein dass man daraus gelernt hat und es zukünftig besser macht. Es könnte aber auch sein, dass sich nichts ändert und es weiter schlecht läuft.
Man sollte sich auch mal folgende Fragen stellen: Wie hat sich der Anteil des CEO am Unternehmen seit dem Börsengang entwickelt? Warum steigt keiner im größeren Umfang ein (Meldepflicht wäre teilweise schon bei einem Investment unterhalb von 50.000 Euro erreicht gewesen)? Und warum beteiligen sich nicht mal die Partner an Endor wenn die Zukunft so positiv aussieht? Natürlich kann es auf diese Fragen logische Antworten geben - trotzdem darf man sie bei der Bewertung eines Unternehmens ruhig auch mit berücksichtigen.