Powell verliert die Lust am Krieg
Die Spannungen in der Bush-Regierung spitzen sich zu: Colin Powell will seine Amtszeit als US-Außenminister angeblich nicht verlängern. Am Wochenende hatte er sich im Gegensatz zu mehreren seiner Kabinettskollegen für eine Rückkehr der Uno-Rüstungsinspektoren in den Irak ausgesprochen.
AP
Buhs wichtigster Minister: Colin Powell
Washington - Nur wenn Mitte des Jahrzehnts ein diplomatischer Durchbruch im Nahost-Konflikt oder ein ähnliches Großereignis in der Außenpolitik bevorstehen sollte, wolle Powell seinen geplanten Rücktritt als Außenminister noch einmal für kurze Zeit hinausschieben, berichtet das US-Magazin "Time".
Powell werde jedoch nicht vor 2005 abtreten. Er werde auch dann im Amt bleiben, falls es zu einem US-Militärschlag gegen Irak kommen sollte, den Powell im Gegensatz zu anderen Regierungsvertretern bislang noch nicht vehement gefordert hat.
Am Wochenende waren Meinungsverschiedenheiten im Kabinett von US-Präsident George W. Bush in der Irak-Frage deutlich geworden. Powell plädierte in einem Interview mit dem britischen TV-Sender BBC für die Rückkehr der Uno-Rüstungsinspektoren in den Irak. Zuvor hatte Vize-Präsident Dick Cheney die Rückkehr der Inspektoren als sinnlos bezeichnet. Ebenso wie Verteidigungsminister Donald Rumsfeld plädierte Cheney für einen Präventivschlag gegen Irak mit dem Ziel, Präsident Saddam Hussein zu stürzen.
Die Inspektoren der Vereinten Nationen sollen überprüfen, ob der Irak Massenvernichtungswaffen produziert oder besitzt. Die Verbündeten der USA bräuchten mehr Beweise für eine vom Irak ausgehende Bedrohung, forderte Powell. Nur damit könnten sie von der Notwendigkeit eines Eingreifens überzeugt werden. "Der Welt müssen die Informationen, die nachrichtendienstlichen Erkenntnisse vorgelegt werden, die verfügbar sind", sagte Powell. Er erinnerte daran, dass auch Präsident George W. Bush eine Rückkehr der Uno-Waffeninspekteure in den Irak wünsche.
Das Weiße Haus dementierte unterdessen, dass es zwischen Powell und Cheney zu einem offenen Streit gekommen sei. Beide seien sich einig, dass es einen Regimewechsel im Irak geben müsse, hieß es.
Die Spannungen in der Bush-Regierung spitzen sich zu: Colin Powell will seine Amtszeit als US-Außenminister angeblich nicht verlängern. Am Wochenende hatte er sich im Gegensatz zu mehreren seiner Kabinettskollegen für eine Rückkehr der Uno-Rüstungsinspektoren in den Irak ausgesprochen.
AP
Buhs wichtigster Minister: Colin Powell
Washington - Nur wenn Mitte des Jahrzehnts ein diplomatischer Durchbruch im Nahost-Konflikt oder ein ähnliches Großereignis in der Außenpolitik bevorstehen sollte, wolle Powell seinen geplanten Rücktritt als Außenminister noch einmal für kurze Zeit hinausschieben, berichtet das US-Magazin "Time".
Powell werde jedoch nicht vor 2005 abtreten. Er werde auch dann im Amt bleiben, falls es zu einem US-Militärschlag gegen Irak kommen sollte, den Powell im Gegensatz zu anderen Regierungsvertretern bislang noch nicht vehement gefordert hat.
Am Wochenende waren Meinungsverschiedenheiten im Kabinett von US-Präsident George W. Bush in der Irak-Frage deutlich geworden. Powell plädierte in einem Interview mit dem britischen TV-Sender BBC für die Rückkehr der Uno-Rüstungsinspektoren in den Irak. Zuvor hatte Vize-Präsident Dick Cheney die Rückkehr der Inspektoren als sinnlos bezeichnet. Ebenso wie Verteidigungsminister Donald Rumsfeld plädierte Cheney für einen Präventivschlag gegen Irak mit dem Ziel, Präsident Saddam Hussein zu stürzen.
Die Inspektoren der Vereinten Nationen sollen überprüfen, ob der Irak Massenvernichtungswaffen produziert oder besitzt. Die Verbündeten der USA bräuchten mehr Beweise für eine vom Irak ausgehende Bedrohung, forderte Powell. Nur damit könnten sie von der Notwendigkeit eines Eingreifens überzeugt werden. "Der Welt müssen die Informationen, die nachrichtendienstlichen Erkenntnisse vorgelegt werden, die verfügbar sind", sagte Powell. Er erinnerte daran, dass auch Präsident George W. Bush eine Rückkehr der Uno-Waffeninspekteure in den Irak wünsche.
Das Weiße Haus dementierte unterdessen, dass es zwischen Powell und Cheney zu einem offenen Streit gekommen sei. Beide seien sich einig, dass es einen Regimewechsel im Irak geben müsse, hieß es.

