ftd.de, Di, 31.7.2001, 18:35
Empfehlung: Ausblick bei Singulus umstritten
Von Julian Buchmann, Hamburg
Merck Finck hat die Aktie von Singulus mit "Kaufen" bestätigt. Performaxx bleibt bei "Marketperformer". Die Bankgesellschaft Berlin hält ihre "Halten-"Empfehlung aufrecht.
Singulus (WKN 723890) erwirtschaftete im zweiten Quartal einen Umsatz von 53,1 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug 9,85 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss lag bei 6,31 Mio. Euro. Damit lagen die Zahlen deutlich unter denen des Vorjahres, worauf Performaxx-Analyst Alexander Kitz in seiner Bewertung hinweist. Allerdings habe sich der positive Trend gegenüber dem ersten Quartal fortsetzen können. Der Auftragseingang sei bereits das zweite Quartal in Folge gestiegen und habe den Auftragsbestand auf 118 Mio. Euro erhöht.
Bei den Produktgruppen dominiere auf Halbjahresbasis mit mehr als 50 Prozent noch immer der CD-Sektor. Der DVD-Anteil sei weiter ausgebaut worden. Am stärksten komme das konjunkturell schwache Umfeld bei der CD-R-Linie zum tragen. Der Umsatzeinbruch lag hier bei 80 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres. Die Einstufung "Marketperformer" hält der Analyst aufgrund der hohen Profitabilität des Unternehmens, der starken Marktposition und der langfristig aussichtsreichen Wachstumsraten bei optischen Speichermedien trotz des schwierigen Marktumfeldes für gerechtfertigt.
Vorsichtiger Optimismus bei Singulus
Auch die Analysten der BG Berlin halten das Kurspotenzial der Singulus-Aktie vorerst für begrenzt. Analyst Michael Riedel spricht beim unternehmenseigenen Ausblick von einem "sehr vorsichtigen Optimismus". Mittelfristig erwarte Singulus neue Ertragsimpulse durch die Verlagerung der Nachfrage auf DVD-Maschinen. Diese würden höhere Margen ermöglichen. Die zu Jahresbeginn veröffentlichten Ziele wurden von der Gesellschaft nicht angehoben. Grund hierfür sei der unverändert starke Preiswettbewerb, so Riedel. Verursacht sei der Preisdruck durch die in Schwierigkeiten geratenen Konkurrenten Toolex, 4M und Steag Hamatech. Eine Verbesserung der Marktsituation sei kurzfristig nur durch eine Marktbereinigung in Verbindung mit dem Ausscheiden von Konkurrenten durch Übernahmen oder Konkurs zu erwarten.
Wesentlich positiver sieht Analyst Maximilian Schoeller von der Münchener Privatbank Merck Finck das Potenzial der Singulus-Aktie. Die Anlageempfehlung der Bank lautet unverändert "Kaufen". In seiner Bewertung gibt sich Schoeller mit Blick auf die Ergebnisse des Unternehmens zuversichtlich. Die Erträge in der zweiten Jahreshälfte seien traditionell stärker ausgefallen als in den ersten sechs Monaten. Schoeller verweist auf den hohen Auftragseingang bei Singulus. Er hat wenig Zweifel daran, dass das Unternehmen seine Erwartungen erfüllen wird.
© 2001 Financial Times Deutschland
Empfehlung: Ausblick bei Singulus umstritten
Von Julian Buchmann, Hamburg
Merck Finck hat die Aktie von Singulus mit "Kaufen" bestätigt. Performaxx bleibt bei "Marketperformer". Die Bankgesellschaft Berlin hält ihre "Halten-"Empfehlung aufrecht.
Singulus (WKN 723890) erwirtschaftete im zweiten Quartal einen Umsatz von 53,1 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug 9,85 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss lag bei 6,31 Mio. Euro. Damit lagen die Zahlen deutlich unter denen des Vorjahres, worauf Performaxx-Analyst Alexander Kitz in seiner Bewertung hinweist. Allerdings habe sich der positive Trend gegenüber dem ersten Quartal fortsetzen können. Der Auftragseingang sei bereits das zweite Quartal in Folge gestiegen und habe den Auftragsbestand auf 118 Mio. Euro erhöht.
Bei den Produktgruppen dominiere auf Halbjahresbasis mit mehr als 50 Prozent noch immer der CD-Sektor. Der DVD-Anteil sei weiter ausgebaut worden. Am stärksten komme das konjunkturell schwache Umfeld bei der CD-R-Linie zum tragen. Der Umsatzeinbruch lag hier bei 80 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres. Die Einstufung "Marketperformer" hält der Analyst aufgrund der hohen Profitabilität des Unternehmens, der starken Marktposition und der langfristig aussichtsreichen Wachstumsraten bei optischen Speichermedien trotz des schwierigen Marktumfeldes für gerechtfertigt.
Vorsichtiger Optimismus bei Singulus
Auch die Analysten der BG Berlin halten das Kurspotenzial der Singulus-Aktie vorerst für begrenzt. Analyst Michael Riedel spricht beim unternehmenseigenen Ausblick von einem "sehr vorsichtigen Optimismus". Mittelfristig erwarte Singulus neue Ertragsimpulse durch die Verlagerung der Nachfrage auf DVD-Maschinen. Diese würden höhere Margen ermöglichen. Die zu Jahresbeginn veröffentlichten Ziele wurden von der Gesellschaft nicht angehoben. Grund hierfür sei der unverändert starke Preiswettbewerb, so Riedel. Verursacht sei der Preisdruck durch die in Schwierigkeiten geratenen Konkurrenten Toolex, 4M und Steag Hamatech. Eine Verbesserung der Marktsituation sei kurzfristig nur durch eine Marktbereinigung in Verbindung mit dem Ausscheiden von Konkurrenten durch Übernahmen oder Konkurs zu erwarten.
Wesentlich positiver sieht Analyst Maximilian Schoeller von der Münchener Privatbank Merck Finck das Potenzial der Singulus-Aktie. Die Anlageempfehlung der Bank lautet unverändert "Kaufen". In seiner Bewertung gibt sich Schoeller mit Blick auf die Ergebnisse des Unternehmens zuversichtlich. Die Erträge in der zweiten Jahreshälfte seien traditionell stärker ausgefallen als in den ersten sechs Monaten. Schoeller verweist auf den hohen Auftragseingang bei Singulus. Er hat wenig Zweifel daran, dass das Unternehmen seine Erwartungen erfüllen wird.
© 2001 Financial Times Deutschland