Eilmeldung: USA wollen Saddam stürzen !!!


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Jessyca:

Eilmeldung: USA wollen Saddam stürzen !!!

 
21.01.02 17:09
Ich probiers mal mit Kopieren, gibt oft grüne Sterne:

"Newsweek": USA wollen Saddam stürzen
 
Washington/Bagdad/Kairo -21.01.01 17:06 Die USA wollen nach einem Bericht des US-Nachrichtenmagazins "Newsweek" den irakischen Machthaber Saddam Hussein stürzen. Darin seien sich Präsident George W. Bush und seine Spitzenberater einig, berichtete das Magazin am Montag unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsbeamten.
 
Über das Vorgehen sei noch keine Entscheidung gefallen. Eine Invasion werde nicht grundsätzlich ausgeschlossen, doch wolle man sich zunächst um die Rückkehr der UN-Waffenkontrolleure bemühen und bei anhaltender Weigerung Bagdads um internationale Unterstützung für ein militärisches Vorgehen werben. Das dürfte zwischen sechs und 18 Monate dauern.

Saddam kündigte in der Nacht zum Montag an, er wolle sein Volk "mobilisieren", um einem möglichen amerikanischen Angriff auf sein Land entgegenzutreten. Bei einem Treffen mit den Spitzen von Partei und Militärführung wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur INA Maßnahmen zur Straffung der Organisations- und Mobilisierungsprozesse innerhalb der Partei diskutiert, um für die Anforderungen der gegenwärtigen außergewöhnlichen Situation gewappnet zu sein. "Auch über die Mobilisierung des irakischen Volkes wurde gesprochen."

Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Mussa, hatte den irakischen Präsidenten bei seinem Besuch in Bagdad am vergangenen Wochenende davor gewarnt, den Amerikanern durch die scharfe anti- amerikanische Propaganda seines Kabinetts und der staatlichen Medien einen Anlass für einen Angriff zu liefern. Die arabische Presse berichtete anschließend, Saddam Hussein habe versprochen, darüber "ernsthaft nachzudenken". Mussa war nach seinem Treffen mit ihm jedoch sehr einsilbig und wollte auch nichts zu einer möglichen Aussöhnung zwischen den Irakern und Kuwait sagen. Der Generalsekretär wird noch in diesem Monat zu einem Besuch in Kuwait erwartet.

 
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Jessyca:

Meldung ist ganz aktuell !

 
21.01.02 17:13
trotz Schreibfehler beim Datum, es muß natürlich 21.01.02 heißen!
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zombi17:

Echt aktuell , das wollen die schon seit 11Jahren o.T.

 
21.01.02 17:14
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klecks1:

habe ich Donnerstag bei essanelle gelesen

 
21.01.02 17:16
Jessyca-das (un)bekannte Wesen
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Jessyca:

oh schön, wenn man eine neue Frisur hat

 
21.01.02 17:17
was hast du bezahlt?
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klecks1:

Saddam

 
21.01.02 17:18
Saddam bereitet Irak auf Angriff vor


I raks Staatschef erwägt eine Generalmobilmachung, um für einen etwaigen US-Angriff gewappnet zu sein. Wie die amtliche irakische Nachrichtenagentur INA am Montag berichtete, traf sich Saddam Hussein mit Vertretern des Revolutionsrates und der regierenden Baath-Partei. Dabei sei diskutiert worden, wie Irak „den böswilligen, feindseligen Plänen“ Amerikas begegnen könne.

Erst vor wenigen Tagen hatte Saddam Hussein erklärt, er rechne mit einem Angriff der USA und sei darauf vorbereitet.


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Reila:

Nicht auszuschließen.

 
21.01.02 17:19
Man braucht noch einen ordentlichen Vorwand. Sowas wie Gleiwitz. Der Krieg würde sicher nicht länger als ne Woche dauern. Aber was danach kommt, da reicht meine Fantasie nicht hin.

R.
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Brummer:

wenn die meldung aktuell ist kann es nur bedeuten

 
21.01.02 17:20
daß die Amis einen neuen Kriegsschauplatz aufmachen wollen (Irak). Denn stürzen
hätten sie ihn nach dem Kuwait - Krieg können/müssen.

Gruß Brummer
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DarkKnight:

Was kommt danach?

 
21.01.02 17:24
Vielleicht doch mal den "Spinner" Jan van Helsing lesen? Oder?

Was danach kommt, ist eine Destablisierung Europas durch "Terroranschläge" auf heimische Industrie. Insbesondere U.S.-Konkurrenten: Luftfahrt, Banken, Nahrungsmittel und Chemie.

aber ich bin ja nur ein dummer Schwarzseher, ein Dark Knight ...
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unknown777:

naja Jan van Helsing ist schon sehr dark knight ; o.T.

 
21.01.02 17:27
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vega2000:

Wieso stürzen ?

 
21.01.02 17:30
Nach Presseinformationen ist Saddam schwer erkrankt (Krebs), -die USA brauchen also nur noch ein wenig zu warten.


Unter Saddams harter Hand


Totgesagte leben länger. Seit Monaten kursieren in irakischen Dissidentenkreisen Gerüchte vom Rücktritt oder gar Ableben Saddam Husseins. Neue Nahrung erhielten die Spekulationen am Wochenende durch einen Bericht der in London ansässigen arabischen Tageszeitung al-Hayat. Demnach wolle der Diktator, der an Lymphdrüsenkrebs erkrankt sein soll, im September abdanken und seinen jüngeren Sohn Qusai zu seinem Nachfolger auf Lebenszeit ernennen.

Saddam Hussein wurde am 17. Juli 1979, heute vor 22 Jahren, von seinem politischen Ziehvater Hassan al-Bakr zum Nachfolger im Amt des Präsidenten und Vorsitzenden der seit 1968 im Irak herrschenden Baath-Partei ernannt. Nur drei Jahre hat das Land seitdem in relativem Frieden verbracht. Während der Kriege gegen Iran und Kuwait landeten tausende Oppositionelle in Gefängnissen. Ungeahnte Ausmaße erreichte das Grauen 1988 in Kurdistan, als während der "Anfal"-Offensive fast die gesamte Landbevölkerung deportiert wurde und das Regime dabei systematisch Giftgas einsetzte. An vorderster Front: Ali Hassan al-Majid, einst in der Baath-Partei zuständig für Nordirak, wurde er von Saddam nach seinem grausamen Vorgehen gegen die Kurden immer da eingesetzt, wo besondere Härte gegenüber Regimegegnern gefragt war. Wegen seiner Verantwortung für die Giftgaseinsätze wird er von den Kurden "Chemie-Ali" genannt.

Die UN-Sanktionen konnten der Terrorherrschaft kein Ende setzen. Wie viele Schiiten von 1992 bis 1995 einem Vernichtungsfeldzug im Süden des Landes zum Opfer fielen, weiß bis heute niemand. Während seine Gegner über den Gesundheitszustand Saddams spekulieren, lässt dieser seine Untertanen unvermindert die harte Hand spüren. Tausend Dinar mussten Händler anlässlich seines Geburtstags im April abdrücken. Derlei Sonderabgaben sind ein beliebtes Instrument, das irakische Staatssäckel zu füllen. Wer sich weigert, dem droht der Entzug der Geschäftslizenz. Oder er landet gleich im Gefängnis - so wie Mohammed Ahmed*.

Ein Jahr saß der bis dahin unbescholtene Geschäftsmann aus Bagdad in Haft. Zusammen mit seinem Kompagnon hatte er europäische Altkleider aus Iran importiert. Das Geschäft florierte, bis eines Tages die Sonderpolizei in ihrem Lager in Kirkuk aufkreuzte, sämtliche Waren konfiszierte und Ahmed festnahm. Eine halbe Million Mark gingen verloren. Was Ahmed genau zur Last gelegt wurde, hat er nie erfahren. Mehrere tausend Mark an Bestechungsgeldern zahlte sein Partner, um ihn schließlich freizubekommen. Danach war ihr Geschäft ruiniert. Kompensation für den Verlust haben sie nicht erhalten. Trotzdem wollen sie nicht gegen den Willkürakt klagen. "Wir sind doch nicht lebensmüde", sagt Ahmeds Kompagnon. "Damit würden wir uns direkt mit Udai anlegen."

Auf ihn, den missratenen Sohn des Diktators, sollen einige Morde gehen. Nach übereinstimmenden Berichten von Händlern und Oppositionellen kontrolliert Udai Sadam einen Großteil des lukrativen Schmuggels mit Diesel, Zigaretten, Alkohol, Autos, Computern sowie Waffen. An den Vereinten Nationen vorbei nimmt das Regime dadurch jährlich hunderte Millionen Mark ein, mit denen es die eigene Klientel bedienen und so seine Macht sichern kann.

Nach Auskünften geflohener irakischer Rüstungsexperten hat Bagdad mit diesen Geldern in den vergangenen zwei Jahren auch das Arsenal an Massenvernichtungswaffen weiter ausbauen können. Dabei werde Bagdad, so ein Sprecher des in London ansässigen Oppositionsbündnisses "Iraqi National Congress" (INC), von Wissenschaftlern aus Russland tatkräftig unterstützt.

Mit der Aufrüstung und dem Schmuggel lässt sich auch die Absage Saddams erklären, das Embargo durch "intelligente Sanktionen" zu ersetzen. Mit ihnen sollten Handelsbeschränkungen aufgehoben und im Gegenzug die Kontrollen über den Schmuggel sowie militärische Güter und Waffentechnologie verschärft werden. Die Angst der Menschen, das Regime könnte biologische oder chemische Waffen besitzen, ist ein wichtiges Moment, das die Diktatur aufrechterhält. Insofern wird Bagdad künftig einer Wiederaufnahme der seit 1998 ausgesetzten Waffeninspektionen kaum zustimmen.

Mit der Wiederaufnahme der Öl-Exporte seitens Bagdad ist fürs Erste alles wieder wie gehabt. Dabei wäre eine Reform des Embargos dringend nötig. Der einst breite Mittelstand fristet ein Dasein in kläglicher Armut. Kinderarbeit ist im Zweistromland mittlerweile üblich. Da das Regime die Lebensmittelrationen im Süden des Landes selbst verteilt, kann es die Menschen in Abhängigkeit halten. Doch Saddam Hussein weiß: Die Zeit läuft.

Obwohl der Westen beteuert, das Embargo ziele auf den Sturz des Regimes, fehlt es dazu an Konzepten. Übersehen wird dabei, dass die "Embargoresolution" die Aufhebung der Sanktionen nicht an Bedingungen hinsichtlich demokratischer oder menschenrechtlicher Mindeststandards knüpft. Vorschläge, diese Lücke zu füllen, gibt es genügend. Sie reichen von einer militärischen Unterstützung der Opposition, über die materielle wie politische Stärkung der demokratischen Ansätze im seit 1991 autonomen Irakisch-Kurdistan bis zur Einrichtung eines Kriegsverbrechertribunals gegen Saddam und seine Schergen. In einem Punkt ist sich die stark zersplitterte Opposition einig: Sie wünschen sich ein stärkeres Engagement Europas, um sich vom Makel zu befreien, die fünfte Kolonne des "US-Imperialismus" zu sein, wie Saddam gerne höhnt. Während sich die internationale Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Haltung gegenüber Bagdad schwer tut, verbreitet Saddam weiterhin Schrecken und Terror. Wie die Menschenrechtsorganisation "Coalition for Justice in Iraq" kürzlich mitteilte, sind seit vergangenen Oktober achtzig Frauen unter dem Vorwurf der Prostitution öffentlich hingerichtet wurden. Mitte Juni wurden sieben Richter verhaftet, die sich zuvor für die Zulassung von Anwälten in Verfahren vor den gefürchteten Sondergerichten ausgesprochen hatten. Und unvermindert hält die "Arabisierung" der kurdischen Erdölzentren Kirkuk und Khanaqin an. Zehntausende Kurden wurden seit 1992 aus Kirkuk deportiert, ohne dass nennenswerter internationaler Widerstand dagegen laut wurde.

Für die Zukunft hat Saddam schon vorgesorgt. Systematisch hat der Diktator in den vergangenen sechs Jahren seinen jüngeren Sohn Qusai als Nachfolger aufgebaut. Mit der Wahl in den Kommandorat der Baath-Partei und der Ernnenung zum Oberbefehlshaber des Baath-Büros für militärische Angelegenheiten im Mai ist Qusai endgültig zum zweitmächtigsten Mann im Staat aufgestiegen.

Nach Auskunft verschiedener Oppositionsgruppen ist derzeit eine umfangreiche Reorganisation innerhalb des Partei- und Militärapparats im Gange. Dabei soll Ali Hassan al-Majid von seinem Posten in Bagdad abgelöst werden sein. Das könnte ein Zeichen für Diadochenkämpfe sein, aber auch dafür, dass "Giftgas-Ali" auf anderem Posten gebraucht wird. Fraglich ist auch, ob Saddams zweiter Sohn Udai seine Degradierung widerstandslos hinnehmen wird.

Das Zünglein an der Waage könnte das autonome Kurdistan sein. Am Sonntag hat sich Saddam in einer Ansprache im Staatsfernsehen direkt an die Kurden gewandt und ihnen versprochen, ihre Wünsche stärker zu berücksichtigen. Unter den Kurden stoßen derartige Reden auf Misstrauen. Truppenverlegungen im Norden haben bereits Befürchtungen über einen drohenden Militärschlag ausgelöst. Keine rosigen Aussichten für das zerrüttete Land. Es scheint ganz so, als könnte der Geschäftsmann Ahmad mit seiner düsteren Prophezeiung recht behalten: "Etwas Besseres kommt nicht nach."

Quelle:Die Tageszeitung



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Jessyca:

Bin Laden war auch krank und soll deshalb tot sein o.T.

 
21.01.02 17:33
Antworten
Stox Dude:

Erst Somalia dann Irak ? o.T.

 
21.01.02 17:42
Antworten
Reila:

Welche Rohstoffe hat Somalia? o.T.

 
21.01.02 17:48
Antworten
DarkKnight:

In Somalia wure vor 7 Jahren ein Hubschrauber

 
21.01.02 18:04
abgeschossen ... mit den all american boys inside ... das ist eine symbolische Warnung: wer uns in die Quere kommt, der hat irgendwann eine Abrechnung zu erwarten.

aktuell kommt ein Kinofilm über dieses "weltbewegende" Thema.

Die spinnen, die Amis.
Antworten
Stox Dude:

Es geht nicht um Rohstoffe, sondern

 
21.01.02 18:06
um eine noch offene Rechnung.
Als Ausrede benutzen die Amis die "angeblichen" AQ Organisationen die Zuflucht
in Somalia suchten und sich dort verstecken.

Saddam hat einen Trumpf in der Hand, er koennte den UN Inspektoren wieder
die Tueren oeffnen, dann duerfte es schwer werden fuer die Amis Verbuendete
zu finden die einem Angriff befuerworten.
Bush Junior moechte dort anfangen wo sein Vater aufhoerte und die Arbeit
beenden. Mit Dick Cheney und Powell hat er ja 2 Getreue seines Vaters die
ihn unterstuetzen.
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Reila:

Kann mir nicht vorstellen,

 
21.01.02 18:10
daß der Irak die Inspekteure freiwillig wieder ins Land läßt. Aber mit der Forderung könnten die Amerikaner schnell eine Krise auslösen.

R.
Antworten
Stox Dude:

Warte es ab Reila, erst bringt Saddam die Amis

 
21.01.02 18:16
zum kochen, dann oeffnet er kurz die Tuer um die Verbuendeten zu verunsichern
und dann das alte gewohnte Versteckspiel.
Antworten
Reila:

Tja, Stox, wird langsam ein wenig unübersichtlich

 
21.01.02 18:37
mit den Krisenherden:
Israel-Palästinenser, Pakistan-Indien, Afghanistan, Irak, Balkan, Kaukasus, China-Taiwan und die vielen Konfliktherde, vor allem in Afrika, wo man sich noch keine schweren Waffen leisten kann. Aber es werden sich wohl immer genügend finden, die mit Streichhölzern neben den Benzifässern kokeln. Der wesentliche Trost dabei ist, daß Russen und Amis sich nicht auch noch feindlich gegenüberstehen.

R.
Antworten
zombi17:

Ein wenig Bildung kann nicht schaden

 
21.01.02 18:42
Somalia

   


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Geographie Wirtschaft Kurzinfo Aktuelles Länderwahl

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Somalia liegt am Horn von Afrika, das im Nordosten des Kontinents in den Indischen Ozean ragt.

Erdteil: Afrika

Offizieller Name: Soomaaliya (Somalisch)(Somalia)

Staatsform: es existiert keine  Zentralregierung

Staatsführung: es existiert keine  Zentralregierung

Regierungsführung: es existiert keine  Zentralregierung

Landesfläche: 637.657 qkm (Weltrang 41)

Gliederung: keine

Hauptstadt: Mogadischu

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen:   --- Bitte wählen Sie --- Arabische Liga CITES IsDB OAU UN WTO Weltbankgruppe


Offizielle Sprache: Somalisch; Arabisch

Staatsreligion: Islam

Währung: 1 Shilling = 100 cents

Bevölkerung: 9 672 000

Bevölkerungsdichte :  15,2 Menschen je qkm

Ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung: Somalis 98.3%; Araber 1.2%; Bantu 0.4%; andere 0.1%

Religionszugehörigkeit: Muslime 99.9%; andere 0.1%

Größte Städte: Mogadishu 900,000; Hargeysa 90,000; Kismaayo 90,000; Berbera 70,000; Marka 62,000

Internationales Kennzeichen: SP

Nationalfeiertag: 26. Juni (Tag der Unabhängigkeit im Jahre 1960); 1. Juli (Tag der Gründung der Republik im Jahre 1960); 21. Oktober (Tag der Revolution von 1969);

Geographische Lage: 41º O - 52º O / 2º N - 12º N

Geographische Merkmale: höchster Berg --> Surud Ad 2416 m; längster Fluß --> Webi Shebeli (Teil) 2010 km.

Geographie: Im Norden liegt das Ogo-Hochland, ein zerklüfteter uralter Gebirgszug, der sich, aus Äthiopien kommend, am Golf von Aden entlang zieht. Der schmale Küstenstrich davor besteht aus heißem, trockenem Buschland und heißt Guban. Südlich der Berge beginnt die Haud-Hochebene, danach senkt sich das Land allmählich bis zum Indischen Ozean ab. Die zwei größten Flüsse, Juba und Webi Shebeli, durchfließen von Äthopien kommend den Süden Somalias und bieten im unwirtlich heißen Klima eine lebenswichtige Wasserreserve.

 Höhe Temp. Januar Temp. Juli Niederschlag (Jahr, mm)
Mogadischu 17 26 25 429

Flora/Fauna: Nur im Süden und an den nördlichen Berghängen gibt es genug Regen, um einen kleinen Waldbestand und Grasland zu erhalten, ansonsten ist Somalia von Halbwüste und Trockensavanne bedeckt. Charakteristische Tiere der Region sind Elefanten, Zebras, Giraffen, Antilopen und Leoparden.

Zeitzone: MEZ +2,0 Stunde(n)

Durchschnittliches Jahreseinkommen je Einwohner: 150 $ (US)

Geburtsrate je 1000 Menschen: 44,3 (Weltdurchschnitt. 25.0).

Todesrate je 1000 Menschen: 18,2 (Weltdurchschnitt 9.3).

Wirtschaftliche und soziale Kennziffern:

Dienstleistung: (in %) 26,4
Industrie: (in %) 9,1
Landwirtschaft: (in %) 64,5
BSP/Kopf: (US$) k.A.
Inflation: (in %) k.A.
Arbeitslosigkeit: (in %) k.A.
Urbanisierung: (in %) 26
Bev.-Wachstum/Jahr: (in %) 4,43
Kindersterblichkeit: (in %) 12,2
Einwohner pro Arzt: 19.071

Ressourcen:  Vieh, Bananen, Uran, Eisenerz, Zinn, Gips, Bauxit, Kupfer und andere unerschlossene Mineralien

Wirtschaft:  Bemühungen der früheren somalischen Regierung, das Land zu industrialisieren und neben der Viehzucht als wichtigstem Ertragszweig weitere Wirtschaftsbereiche aufzubauen, wurden durch den Bürgerkrieg vereitelt. Die Zerstörung der Infrastruktur ist nur eines der zahlreichen Probleme.

Kultur: Somalia gehört zu den wenigen Ländern Afrikas mit einem einheitlichen kulturellen Erbe. Es gibt eine gemeinsame Sprache und gemeinsame Traditionen in allen Stämmen kuschitischen Ursprungs.

Schon am 12.10.1954 von der Mandatsmacht Italien für das ehemalige UNO-Treuhandgebiet gebilligt. Das Blau entspricht dem der UNO-Flagge. Die fünf Strahlen des weißen Sternes vertreten die fünf getrennten Somaliländer (Italienisch-, Französisch-, Britisch-Somaliland, Gebiete in Äthiopien und Kenia).

Kurzinfo: Somalia und seine Hauptstadt Mogadischu werden vor allem in Deutschland eng verbunden bleiben mit der Entführung der Lufthansa-Maschine "Landshut" durch palästinensische Terroristen im Oktober 1977. An Bord befanden sich 83 Passagiere und 5 Besatzungsmitglieder. Mit der Aktion sollten Mitglieder der RAF freigepreßt werden. Die Geiseln wurden am 18. Oktober in Mogadischu mit Zustimmung des damaligen Präsidenten Siad Barre von der Elitetruppe GSG 9 befreit. Flugkapitän Jürgen Schumann wurde von den Terroristen ermordet, die GSG 9 erschoß 3 der 4 Hijacker. Der Vorfall in dem nicht zufällig ausgewählten Zielland wirft ein Licht auf die unruhige Geschichte und Gegenwart Somalias. Forschungsreisende berichteten schon im 19. Jahrhundert von Greueltaten und fehlender Bereitschaft der zerstrittenen Somali-Stämme zur Staatenbildung. Nach jahrzehntelangem Protektoratszeit Italiens Süden und der Briten im Norden ist Somalia heute eines der ärmsten Länder der Erde. Es herrscht politisches Chaos, Clan-Führer oder Stammeshäuptlinge kämpfen um die Macht, eine allgemein anerkannte Regierung gibt es nicht. Die UNO erlebte dort ein großes Fiasko. Im Sommer 1992 beschloß sie, Friedenstruppen nach Somalia zu entsenden, vor allem aus Entwicklungsländern. Doch am 9. Dezember intervenieren US-Truppen unter UNO-Mandat, um das Bandenwesen und die Hungerskatastrophe zu bekämpfen. Im Januar 1993 erreichten amerikanische und alliierte Truppen mit 37.000 Mann ihre Maximalstärke, wurden bis April aber zunächst auf 5000 abgebaut. Ihnen folgten Soldaten aus anderen UNO-Mitgliedsstaaten, darunter 1700 deutsche UNO-Soldaten, die zur Absicherung humanitärer Hilfe in das als befriedet geltende Gebiet von Belet Huen einrückten. Amerikanisches Militär verfolgte derweil vergeblich den als Kriegsverbrecher geltenden Clan-Führer Aidid. Im März 1994 zogen nacheinander die deutschen, amerikanischen und andere westlichen Truppen ab, im März 1995 verließen die letzten Blauhelme das Land. Die gescheiterte Intervention erreichte zeitweise eine Beseitigung der Hungersnot, doch die Kämpfe im Land gingen weiter. Am 1. August 1996 starb der mit anderen Clan-Führer zerstrittene Aidid an den Folgen einer schweren Verletzung, doch sein Sohn und Nachfolger Hussein Aidid setzte die Kabalen des Vaters fort. Wer heute an der Macht in Somalia ist und was im Land geschieht, darüber fehlen zuverlässige Informationen. Gewiß ist nur, daß der Region, in der die Römer vor 2000 Jahren mit Weihrauch, Myrrhe, Elfenbein und Leopardenfellen handelten, von rivalisierenden Clans ruiniert wird.

Aktuelle Entwicklung: Die Beziehungen zwischen Äthopien und Somalia werden durch die Krise in Puntland weiter belastet. Die somalische Regierung warf Äthiopien am 25.11.2001 vor, mit 200 Soldaten in die abtrünnige Region einmarschiert zu sein, um dort Oberst Abdullahi Yussuf in seinem Kampf gegen die Übergangsregierung in Mogadischu zu unterstützen. Äthiopien dementierte.

Die USA wollen ihren Anti-Terror-Feldzug offenbar auf Somalia ausweiten. Die Frage sei nicht mehr, ob die USA das Land angreifen, sondern nur noch wann und mit welchen Mitteln, hieß es aus deutschen Regierungskreisen am Rande des Treffens der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel am 19.12.2001. "Wer Somalia ausschließt, ist ein Narr", hieß es aus dieser Quelle.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hatte bei dem Treffen in Brüssel gesagt, der Kampf gegen den Terror sei nicht zu Ende. "Harte und schmutzige Arbeit" sei noch zu erledigen. Der Kampf müsse dort hingetragen werden, wo sich Terroristen befänden. Zellen der El Kaida gebe es auch in Somalia, Jemen und Sudan.

Seit den Anschlägen haben die USA einige Maßnahmen gegen somalische Staatsbürger und Organisationen ergriffen. Die islamische Organisation El Ittihad, die ihren Sitz in dem ostafrikanischen Land hat, wurde auf eine schwarze Liste von Organisationen mit mutmaßlichen Verbindungen zum Terrorismus gesetzt. Ferner ließen die USA die Vermögenswerte des Finanznetzwerkes Barakaat einfrieren.

Augenzeugen berichten allerdings bereits seit Wochen über amerikanische Kriegsschiffe vor der somalischen Küste und Aufklärungsflüge der US-Luftwaffe. Eine US-Militärdelegation hatte sich in der letzten Woche in der somalischen Stadt Baidoa in Gesprächen mit oppositionellen Clanchefs über mögliche terroristische Lager informiert.

Zerrissenes Land am Horn von Afrika - Somalia

Somalia wird in den Kurzinfos folgender Länder erwähnt: Äthopien, Djibouti und Kanada.

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