Eichel lehnt Konjunktur-Programme ab


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sir charles:

Eichel lehnt Konjunktur-Programme ab

 
18.10.01 15:59
Eichel lehnt Konjunktur-Programme ab

Berlin - Der deutsche Finanzminister (SPD) lehnte Konjunktur-Programme zum Ankurbeln der schwachen Wirtschaftslage erneut ab. Auf die Frage, ob die deutsche Wirtschaft entsprechende Maßnahmen brauche, sagte Hans Eichel am Donnerstag: "Nein." Der Minister zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Wirtschaftslage ohnehin bald verbessern werde. "Wir werden die Talsohle in diesem Winter durchschreiten", betonte er. Im nächsten Jahr werde das Wirtschaftswachstum wieder höher sein als in diesem. Den genauen Zeitraum für den konjunkturellen Umschwung könne aber derzeit niemand benennen.

Anhebung der Tabak- und Versicherungssteuer

Aufgrund der für heuer erwarteten schlechten Wachstumsraten von 0,75 Prozent wird es nach Aussagen des Ministers deutlich schwieriger, die für das kommende Jahr geplante Nettokredit-Aufnahme von rund 21 Milliarden Euro (289 Mrd. S) zu halten. "Die Finanzplanung muss überarbeitet werden", sagte er. Jedoch halte die Regierung eisern an dem Ziel fest, bis 2006 auf einen ausgeglichenen Haushalt zu kommen. "Natürlich, wenn die Konjunktur schlechter läuft, haben sie weniger Einnahmen und wenn der Arbeitsmarkt schlechter läuft, haben sie mehr Ausgaben." Dies müsse vernünftig zur Deckung gebracht werden. "Das wird ein sehr schweres Brot. Das ist wie beim Start des Konsolidierungsprogramms im Sommer 1999."

In diesem Zusammenhang schloss Eichel nicht mehr aus, aufgrund der schlechteren Konjunktur gegebenenfalls in eine höhere Neu-Verschuldung zur Finanzierung des Haushalts auszuweichen. "Ich habe für den begrenzten Zweck der Anti-Terror-Maßnahmen Steuer-Erhöhungen vorgeschlagen, damit wir nicht durch eigene Entscheidung noch in zusätzliche Schulden ausweichen", sagte er.
Gleichzeitig bestätigte Eichel am Donnerstag Medienberichte, wonach die deutsche Regierung die Anhebung der Tabak- und der Versicherungssteuer um bis zu drei Monaten verschieben wolle.


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händchen:

haste das gelesen - Eichel der Trittbrettfahrer ??

 
18.10.01 16:21
was wieder einmal zeigt: Der Merz ist ein Fettnäpfchentreter par excellence


Merz: Eichel ist «Trittbrettfahrer» der Anschläge vom 11. September
  - SPD verlangt öffentliche Entschuldigung =

  Berlin, 18. Oktober (AFP) - Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat
Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) als «Trittbrettfahrer der
Terroranschläge vom 11. September» bezeichnet, was von der SPD
umgehend scharf kritisiert wurde. Merz sagte am Donnerstag dem
Sender n-tv mit Blick auf die geplante Erhöhung der Tabak- und
Versicherungssteuer, Eichels Einnahmen würden dadurch am Ende
deutlich höher sein. Die Bundesregierung will mit den
Steuererhöhungen das Anti-Terror-Paket finanzieren, für das drei
Milliarden Mark veranschlagt sind.

  SPD-Fraktionschef Peter Struck warf Merz «verbale Entgleisung» vor.
Er habe sich «nicht nur total in der Wortwahl vergriffen, sondern
als gefährlicher Dilettant erwiesen». Wer in dieser Situation so
spreche, habe weder die Dimension der schrecklichen Ereignisse von
New York erfasst noch die Belastung der Sicherheitslage durch
kriminelle Nachahmungstäter erkannt. Merz müsse sich bei Eichel
«für diesen Blackout öffentlich entschuldigen».
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