Im Grunde hast du recht. Wenn ich wollte und so ein Marktschreier vorm Herrn wäre, wie manch anderer, dann könnt ich das Spiel einfach mitspielen und diverse Nebenwerte hochzocken.
Ich weiß nicht, obwohl ich den Markt nicht unbedingt als teuer empfinde,gibt es derzeit Tendenzen, die mich etwas beunruhigen. Es geht nicht mehr irklich um Fundamentalanalyse oder die Analyse von Markt, Sentiment etc., sondern danach welche Aktie man mit welcher Marktmacht und Öffentlichkeit am schnellsten hochzocken kann. Manch einer macht das wohl in reiner Absicht (einzelne Börsenbriefe oder opinion leader), manch anderer merkt es garnicht oder will sich damit nicht beschäftigen.
Selbst wikifolio als Plattform (die übrigens seit gestern einen neuen 9% Anteilseigner hat) muss sich irgendwann fragen, ob es Grenzen des Wachstums gibt, oder ob man zumindest bei weiterem Wachstum (was ich ja hoffe) ein paar Regeln ändert. Lang&Schwarz wird von der ganzen Geschichte selbst dann profitieren, wenn die Märkte mal stark fallen, aber Wikifolio können bestimmte Entwicklungen den Ruf kosten. Man stelle sich Tumulte bei einigen Nebenwerten vor, die durch Wikifolios in stark fallenden oder gar crashenden Märkten ausgelöst wurden. Dann gibts Beschwerden bei der Deutschen Börse, und schon kann das Konsequenzen haben. Ich glaub nicht, dass es soweit kommt, aber so ein 10%iges Risiko für so ein Szenario seh ich in ein paar Jahren schon. ... Jedenfalls ist das auch in meinem Hinterkopf, wieso ich bestimmte Dinge nicht in meinem wikifolio mitmache und stattdessen sehr marktenge Werte lieber in steigendes AUM hinein abbaue.
the harder we fight the higher the wall