Jeder soll sein Investment selbst überprüfen.
Wie gesagt, aktuell find ich Verkäufe von Aktionären, die schon länger dabei sind, sogar verständlich. Die haben schlichtweg nach drei Jahren Seitwärtsphase die Schnauze voll. Und da sie ja wissen, dass Q4 ein schlechtes Quartal beim Konzern-Ebit gewesen sein wird, aufgrund der Vorlaufkosten beim Personal, verkaufen sie jetzt halt.
Ich setz hier auf die Karte Wachstum der nächsten 2-3 Jahre im margenstarken Geschäftskundenbereich. Das wird sich dann auch ab Q2 im Zahlenwerk von Ecotel wiederspiegeln. Nur haben heutzutage viele Anleger nicht mehr die Geduld diese paar Monate zu warten.
Ecotel ist ja auch schwer zu greifen. Man kriegt ja ständig noch die Fragen nach den sinkenden Konzernmargen, und muss dann immer aufs Neue erklären, dass die Margen sinken, weil das unwichtige Segment Wiederverkäufer so ein hohes Umsatzwachstum hat. Im Grunde müsste Ecotel aus rein psychologischen Gründen nur den Geschäftskundenbereich darstellen, Wiederverkäufer ganz weglassen und New Business nur als eine Art Zusatz-Kick betrachten, falls Nacamar die Kurve kriegt. Easybell wird immer seinen Beitrag leisten, aber davon gehen dann eh immer die Minderheiten ab.
Wie gesagt, im Grunde müsste man den Geschäftskundenbereich ausklammern. Der macht 2017 wohl etwa 48-50 Mio Umsatz bie klar zweistelligen Ebitda-Margen. Dafür zahlt man an der Börse nur 28-29 Mio bzw. das entspricht einem EV von 25-26 Mio €. Wenn man für die Easybell-Anteile und Nacamar noch ein paar Millionen einnimmt, könnte der EV unter 20 Mio € sinken. Dann wäre man ein hochprofitables, klar strukturiertes und seit Jahren steig wachsendes Unternehmen, mit entsprechenden Effekten an der Börse. Aber das ist nur eine theoretische Annahme, da man praktisch halt Verzahnungen zu den beiden anderen Segmenten hat.
the harder we fight the higher the wall