23.12.2009 16:20
E.ON und RWE testen neue Strombörse N2EX
DJ E.ON und RWE testen neue Strombörse N2EX
LONDON (Dow Jones)--Vor dem offiziellen Handelsstart der neuen britischen Strombörse N2EX im Januar haben die britischen Handelsabteilungen der beiden Energiekonzerne RWE und E.ON erste Geschäfte unter "Live-Bedingungen" an der neuen Handelsplattform getätigt. Die kurz vor Weihnachten vollzogenen Trades gehören einer Serie von letzten Tests unter Echtzeitbedingungen an, bevor die Börse am 11. Januar 2010 mit einer Day-ahead-Auktion ihre Handels- und Clearingaktivitäten aufnimmt.
"Wir können bestätigen, dass die neue Plattform unter Live-Bedingungen funktioniert und bereit für den Handelsstart ist", sagte Paul Beyon, Vize-Präsident der Abteilung UK Power bei RWE Trading und zugleich Vorsitzender der britischen Power Trading Forum of Futures and Options Association (FOA). Der bevorstehende Start der neuen Strombörse geht auf eine Initiative der FOA vor drei Jahren zurück. Die britische Trading-Lobby erhofft sich von dem neuen Handelsplatz mehr Liquidität am britischen Strommarkt. Die jetzt getätigten Trades der RWE Trading seien über zwei Broker abgewickelt worden, sagte Beyon.
Auch die E.ON AG, Düsseldorf, zeigte sich von den ersten Handelstests an der neuen Plattform zufrieden. Die Trades seien erfolgreich vollzogen worden - spannend sei jetzt, wie der britische Markt auf den Start der N2EX reagiere, sagte Jon Doughty, Head of Portfolio Optimisation bei E.ON Energy Trading. "Wir sind für den zukünftigen Markt extrem optimistisch und warten jetzt den Starttermin im Januar ab", sagte der Manager.
Dass allerdings zwei aus Deutschland kommende Unternehmen die ersten Trades an der vor allem für britische Marktteilnehmer konzipierten Börsenplattform durchführen und kommentieren, lässt die Akzeptanz im eigenen Land fraglich erscheinen. Wie eine Sprecherin der Nord Pool Spot auf Anfrage von Dow Jones TradeNews Energy mitteilte, soll die Liquidiät der neuen Börse vor allem durch britische Marktteilnehmer gewährleistet werden. "Wir hoffen zunächst auf eine breite Teilnahme britischer Unternehmen, bevor wir große Erwartungen hinsichtlich deutscher Marktteilnehmer formulieren", sagte die Sprecherin bei einer Börsenpräsentation vor Marktteilnehmern in Düsseldorf.
Die Börsenbetreiber Nord Pool und Nasdaq hatten sich Ende des vergangenen Jahres in einem Bieterwettstreit gegen andere europäische Wettbewerber mit ihrem Konzept für die Strombörse durchgesetzt und den Zuschlag der FOA erhalten. Unter anderen europäischen Energiebörsen hatte damals auch die EEX Interesse an dem Projekt gezeigt. Nasdaq und Nord Pool Spot betreiben derzeit gemeinsam den nordischen Stromhandel.
-Von Michael Lechner, Dow Jones Newswires; +49 (0)69-29725 103, unternehmen.de@dowjones.com
DJG/mil/tow/bam
Besuchen Sie auch unsere Webseite www.dowjones.de
(END) Dow Jones Newswires
December 23, 2009 09:50 ET (14:50 GMT)
Copyright (c) 2009 Dow Jones&Company, Inc.
© 2009 Dow Jones News
Gruss
C H R I S