sondern mit sich selbst
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Die Energieversorger sind zweifellos in einer Zwickmühle. Gegen die Politik in der aktuellen Situation rechtlich vorzugehen, wäre jedoch so mit das dümmste, was Sie machen könnten. Ich denke wenn es dazu kommen sollte, wäre mein Vertrauen in die Urteilsfähigkeit der Konzernführung erschüttert und wäre für mich ein Grund, mein Engagement bei Eon zu überdenken.
höhere Durchleitungsgebühren für externe Anbieter? - Also ich finde es völlig in Ordnung, wenn E-On seine starke Position am Markt ausnutzt, um zusätzlichen Gewinn zu generieren- als Aktionär erwarte ich das sogar.
In allen Sektoren der Wirtschaft wird mit harten Bandagen gekämpft- das machen übrigens auch Solarworld und co. nicht anders- das ist Kapitalismus.
Auch in der Politik übrigens- wobei sich speziell dort über Wettbewerbsfairness streiten lässt- wenn sich z.B. heute ein Herr Trittin (Federal Minister for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety from 1998 to 2005 in Germany) hinstellt und lauthals die angeblich völlig unzureichenden geplanten Stresstests für AKW anprangert, dann frage ich mich, welche Stresstests er selbst in seiner Amtszeit als Umweltminister diesbezüglich veranlasst hat und wieso eigentlich die älteren AKW damals nicht schon durch seine Veranlassung gegen Jumbo- Abstürze gesichert wurden? Komisch nicht?
Ein Rechtstaat zeichnet sich dadurch aus, dass eben NICHT immer sofort das gemacht wird, was gerade die durch die Medien beeinflussten Massen wollen. Das gilt fuer alle Rechtsbereiche.
Und, falls es einige Kollegen hier nicht verstehen, wir leben im Kapitalismus. Unternehmen sind zuerst den Aktionaeren verpflichtet. Das gilt fuer E.ON ebenso wie fuer Solarworld oder Nordex.
Was Lichtblick angeht, so verstehen die es geschickt, die neue Oeko-Religion als Marketing-Instrument zu nutzen. Das Unternehmensziel ist einen moeglichst hohen Gewinn zu erzielen. Einen Unterschied zu E.ON gibt es hier nicht.
deine Beiträge sind wirklich immer interessant- Kompliment, aber natürlich habe ich auch diesmal was zu meckern, weil- was heißt schon "grün" bei einem Konzern? Meinst du Solarworld ist als Konzern "grün" nur weil da Solarmodule vom Band rollen? Ich denke mal, es ist eher wichtig, dass die Führung eines Unternehmens konsequent dafür sorgt, im Rahmen seiner Möglichkeiten, gegebenenfalls sogar über die gesetzlichen Vorgaben hinaus, Resourcen möglichst effektiv zu nutzen. Der Begriff "umweltschonend" drückt, denke ich, besser aus, was von den "Massen" gewollt ist. Das Erforschen und Umsetzen von Technologien für Solar- Wind- und Wasserkraft ist ein Prozess- auch deren prozentual weiter wachsender Einsatz. Was nützt mir der schönste Windpark in der Nordsee, wenn nicht parallel der Enrgietransport zu den Endnutzern geregelt und auch praktisch umgesetzt wird. Ein entsprechendes geeignetes Leitungsnetz entsteht nicht durch lautes Geschrei und schon gar nicht schlagartig.
Du musst meinen Beitrag richtig lesen, ich habe gesagt, "...ein Unternehmen ist ZUERST den Aktionären verpflichtet". Natürlich sind auch die anderen Interessengruppen zu beachten. Den Eigentümern verpflichtet zu sein heisst übrigens nicht, kurzfristig den Gewinn zu maximieren. Stattdessen gilt es, eine langfristige Gewinnoptimierung zu erreichen.
Weiterhin verweise ich auf den letzten Beitrag von Aktiennase. Dem kann ich mich nur anschließen.
Der Ausdruck "Unternehmen als Sklaven der Aktionäre" ist ja wohl völlig daneben. Die Aktionäre sind die EIGENTÜMER des Unternehmens. Wer dauerhaft gegen die Interessen der Eigentümer handelt, wird von der Bildfläche verschwinden.
Presse: Koalition einig über Aus für Altreaktoren
LEIPZIG (dpa-AFX) - Die Koalition von Union und FDP hat sich nach einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" (Freitag-Ausgabe) bereits grundsätzlich auf ein Abschalten von alten Atomreaktoren verständigt. Auf dem internen Dienstags-Treffen der Partei- und Fraktionsspitzen im Kanzleramt wurde sei eine "Grundsatzvereinbarung" besprochen und für gut geheißen worden, bestätigten Teilnehmer der Zeitung. Danach werde der Wiederbetrieb der sieben Alt-Reaktoren plus des Reaktors bei Krümmel nach Ablauf des Moratoriums ausgeschlossen.
Durch eine "Verschärfung der Sicherheitskriterien" für den Betrieb von Atomkraftwerken, die durch das Umweltministerium zu erarbeiten sei, werde die dauerhafte Außerdienststellung von acht der 17 Reaktoren "garantiert sein", bestätigte ein Teilnehmer der Gesprächsrunde.
Mit dieser Grundsatzvereinbarung hätte sich die Regierungsspitze selbst über ihr eigenes Prinzip hinweggesetzt, vor Ablauf der Prüfphase und des Moratoriums keine Festlegungen zu treffen, schrieb das Blatt.
ý Und trotzdem ist sowohl EON als auch RWE heute schon deutlich nach oben gegangen?! Scheinbar sind solche Ereignisse schon eingepreist, was aber auch wieder Annahme bestätigen würde, dass die Aktie derzeit zu einem fairen Preis zu haben ist...
Der Verzicht auf die Klage seitens Eon zeugt keinesfalls von Stärke. Der Speilraum der Versorger ist nun mal extrem eingeengt. Die Vorgehensweise ist jedoch weise, bedächtlich und im Interesse der Aktionäre, der Politik und der Bewölkerung (zumindest bis zur nächsten Strompreiserhöung). Wichtig ist, dass der von Merkel vor einigen Monaten ausser Kraft gesetzte gesellschaftliche Konsens wieder hergestellt wird. Hätten wir diesen gesellschaftlichne Konsens weiterhin gehabt, wäre deartig abartiges Verhalten einer Regierung erst gar nicht möglich und die Unternehmen könnten in einem "friedlichen Umfeld" ihren Geschäften nachgehen.
Natürlich zeugt die Klage von RWE ebenfalls nicht von Stärke, sondern von Arroganz einer beleidigten Leberwurst, die sich jedweder Realität verschliesst und seine Spielräume weiterhin enengt. Ein Geschäftmodell, das per Gerichtsbeschluss gegen eine Bundesregierung durchgesetzt werden muss, hat langfristig keine Zukunft, denn die Gesetzte, nach denen Richter entscheiden, werden von der Politik gemacht. Es zeugt von geringer Innovationskraft des Unternehmens und schadet den im politischen Betrieb aufgebauten Netzwerken. Die Keule verschaft einem RWE-Aktionät wohl eine Genugtuung, aber keine nachhaltige Gewinne.
Ich bin froh, dass RWE die Drecksarbeit macht. Die Vorgensweise wird zwar allen grossen Energie-Versorgern schaden, aber RWE doch am meisten, und nachdem auch EnBW in Bredulie steckt, wird das Konkurenzumfeld für Eon immer besser.
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