„Dumme Investments“Doch dann folgte der rasante Absturz. 2008 schloss Berkshire mit einem Jahresverlust von 33 Prozent ab. Seit Januar fiel die Aktie noch einmal um 25 Prozent. Es scheint, als fingen die Aktionäre an zu zweifeln, ob Buffett auch dieses Mal alles richtig gemacht hat. Einige Fehler räumte der 78-Jährige selbst ein. „2008 tätigte ich einige sehr dumme Investments“, gesteht er. Ihn wurmt vor allem der Kauf von Aktien des Ölkonzerns ConocoPhillips für sechs Milliarden Dollar, als Öl- und Gaspreis auf Höchstniveau lagen. „Dieses furchtbare Timing hat Berkshire einige Milliarden Dollar gekostet“, ärgert sich Buffett. Nicht ganz so teuer geriet sein zweiter Fehltritt, für den er sich bei seinen Aktionären entschuldigte. Für rund 244 Millionen Dollar beteiligte sich Buffett vergangenes Jahr an zwei irischen Banken. Der Wertverlust bis Dezember: 89 Prozent.
Aber auch andere seiner jüngsten Investments entwickelten sich nicht so wie gewünscht. Ende September stieg er mit fünf Milliarden Dollar bei Goldman Sachs ein. Wenige Tage später kaufte er Aktien des Mischkonzerns General Electric im Wert von drei Milliarden Dollar. Seitdem sind beide Kurse deutlich gefallen. „Hat Buffett sein glückliches Händchen verloren?“, fragte unlängst das US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“.
Besorgt blicken die Investoren zudem auf einige Absicherungsgeschäfte mit einem Gesamtvolumen von 67 Milliarden Dollar, die Berkshire Hathaway laufen hat. Unter anderem hat der Konzern hochriskante Junkbonds abgesichert, die in den nächsten Jahren fällig werden. Im Extremfall drohen Verluste in Höhe von 7,9 Milliarden Dollar.
Hohe Verluste
Einen weiteren kritischen Punkt stellt das starke Gewicht der Finanzwerte im Berkshire-Portfolio dar: Buffett gehören 13,1 Prozent am Kreditkartenkonzern American Express, der mit nicht bezahlten Schulden der Amerikaner zu kämpfen hat. Im vergangenen Jahr verlor Buffetts Beteiligung 63 Prozent ihres Wertes. Außerdem besitzt er 7,2 Prozent an der US-Bank Wells Fargo. 2008 hielten sich deren Verluste zwar noch in Grenzen. Doch seit Januar hat die Aktie fast zwei Drittel eingebüßt.
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