Vergleicht es mal mit AGFA. Die waren Weltmarktführer im Bereich der analogen Fotografie. Als die digitale Fotografie kam, haben Sie den Trend zwar auch gesehn und erkannt, aber waren einfach zu träge (auch zu groß ?) um schnell umzustellen.
aus Wikipedia:
2000 lag der Nettoumsatz bei 5,26 Milliarden Euro. Der anteilige Umsatz der Fotosparte betrug rund 1,25 Mrd. Euro und sank bis 2004 auf 693 Mio. Euro.
Nachdem Agfa 2004 für die Schließung der hochdefizitären Fotosparte intern Kosten von 480 Millionen Euro ermittelt hatte, trennte sich Agfa-Gevaert im August 2004 formal von der Film- und Fotopapierproduktion. Dieser Geschäftsbereich wurde für angabegemäß 175 Mio. Euro an eine Investmentgesellschaft eines ehemaligen McKinsey-Beraters verkauft. Der Kaufpreis für die eigentliche Fotosparte betrug jedoch tatsächlich nur 2 Millionen Euro, während der Preis im Übrigen für ein mitübertragenes Leasingportfolio zu zahlen war. Doch schon nach neun Monaten waren sowohl das Eigenkapital von 300 Millionen Euro als auch die Barreserven in Höhe von 72 Millionen Euro aufgezehrt
Ehrlich gesagt ist es bei den Energieversorgern nicht ganz vergleichbar, aber ihr Geschäftsmodell wird ja auch gerade total auseinandergenommen. Dazu kommt noch der Gesetzgeber, der die Preise reguliert und die Haftung für die Atommeiler endlos erweitern will.
Wobei ich die Situation bei RWE noch schiweriger einschätze, denn Eon versucht sich ja gerade schnell zu ändern und aufzuspalten.
Glaube auch, dies ist wirklich sinnvoll, denn zu groß sind Eon und RWE im Bereich der Energieversorgern auf jeden Fall, wenn die Welt zu dezentralen und erneuerbaren Energien wechselt.