Monaten den Glauben verloren, dass die beiden mittlerweile Ex-Vorstände die PS noch auf die Straße (oder besser gesagt in die norwegischen Flüsse) bekommen. Und was macht man dann - konsequenterweise zieht man die Reißleine, da das nicht in Gang kommende interessante Geschäftsmodell jeden Monat Geld verschlingt, ohne Einnahmen zu generieren.
Und was lernen wir daraus? Ein interessantes Geschäftsmodell und Vorstände mit jahrelanger Erfahrung reichen längst nicht aus, um Investoren zu überzeugen. Vermutlich fällt man bei der Due Dilligence, ohne die keine Investition erfolgt, regelmäßig durch, wenn der Vertragspartner eine Zwei-Mann-Firma ohne eigene Historie ist. Und das war die DWK unzweifelhaft, daran lässt sich halt nicht rütteln.
Hoffen wir, dass man aus der Problematik in Hamburg (Philip Moffat) und Frankfurt (René Parmantier) die entsprechenden Lehren gezogen hat und somit nicht noch einen Versuch startet, bei dem man erst Investoren akquirieren muss, bevor jedwedes Geschäft anläuft. Bei Readcrest Capital ist man den anderen Weg gegangen und hat bestehendes Geschäft eingebracht, was sich als deutlich erfolgreicher darstellt, auch wenn die Kursaufschläge insgesamt eher geringer ausfallen dürften als bei einer spannenden Idee, die Investoren begeistert und erfolgreich umgesetzt werden kann.
Vermutlich sind die Würfel, wie und mit welchem Geschäftsmodell es mit der DWK künftig weiter geht, wie auch bei den vorherigen Neuausrichtungen, längst gefallen. Vielleicht gelingt es ja dann doch noch, die jahrelange Hängepartie zu beenden und den weitgehend in festen Händen gehaltenen Aktienmantel in eine prosperierende Gesellschaft zu transformieren. Drücken wir dazu beiden Daumen!