DURCH DIE DECKE ODER in den Keller!?


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jack303:

DURCH DIE DECKE ODER in den Keller!?

 
24.03.03 08:51
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Market Track / Kommentar:

Hallihallo, da bin ich wieder...

...und wir haben heute eine Menge miteinander zu besprechen. Nun, zunächst möchte ich wiederholt festhalten, dass die Märkte am 12.03.2003, sprich vor 7 Handelstagen ein markantes Tief gebildet haben und seither kräftig zulegen konnten. Der DAX konnte von 2203 auf 2715 Punkte ansteigen, was einem Zuwachs von 23 % entspricht. Der S&P500 und der COMPX konnten in dieser Zeit 12 % zulegen und der DOW 14 %. Man kann es nun drehen und wenden, wie man will, doch es liegt auf der Hand, dass ich diesen Move nicht gesehen habe. Im Gegenteil, ich bin den ganzen Move über Short geblieben und in meiner APS Strategie hat es mich die gesamte Jahresperformance gekostet, wodurch ich nun wieder bei 0 anfangen darf, was das Jahr betrifft.

Ich möchte jetzt nicht...

...einen auf John Wayne machen und so tun, als würde das alles an mir abprallen wie nichts. Ganz im Gegenteil! Nun stellt sich die Frage, was zu tun ist und ob ich nicht tatsächlich auf einer völlig falschen Hochzeit tanze. Diese Frage muss ich mir stellen, da ich natürlich um meine eigene Fehlbarkeit bescheid weiß und mir zu keinem Zeitpunkt die Illusion mache, dass ich immer richtig liege. Ich bin weder ein Guru noch habe ich den Anspruch einer werden zu wollen. Ich gebe Euch die Möglichkeit in meine Gedanken einzutauchen und was ihr dabei brauchen könnt, nehmt Ihr mit. Ich gebe zu, dass ich durch die Bewegung der letzten Tage gewissermaßen angeschlagen worden bin und in Zeiten wie diesen, mache ich immer wieder das selbe:

Ich rolle alles von vorne auf und auf diese etwas längere Reise möchte ich Euch jetzt mitnehmen!

Bevor ich jedoch in die Vollen gehe, möchte ich Euch wissen lassen, dass ich in erster Linie die US-Märkte analysiere, da ich der Auffassung bin, dass sich der Verlauf für die Westeuropäer davon ableiten läßt. Sicher wird immer wieder gesagt, dass sich der DAX in den nächsten 10 Minuten auf immer und ewig vom US Markt abkoppeln wird, doch das ist bis heute nicht geschehen und deshalb möchte ich diese These gar nicht erst besprechen. Zunächst werden wir uns dem FSI widmen und analysieren.

Der FSI ( FONDEX SENTIMENT INDIKATOR)



Der FSI steht derzeit bei 73 und als die Gegenbewegung begonnen hat, stand er im Bereich von 50. Er war praktisch nicht in der Lage ein bärisches Extrem zu markieren, bevor diese Bewegung begonnen hat. Diese Tatsache verrät mir folgende Punkte. Zum einen hat er keinen besonders weiten Weg, bevor er in ein bullisches Extrem verfällt (was bärisch ist). Ein Stand von 90 im FSI ist auch kurzfristig ein extremes Verkaufssignal und das ist der Grund, weshalb ich keinen mittelfristigen Upswing erkennen kann. Das Problem liegt dabei in der Zeit. Der Indikator zeigt uns lediglich, dass wir nicht viel Zeit für eine Rallye haben, doch er zeigt uns nicht, ob die zeitlich kurze Rallye über eine gewaltige Dynamik verfügen kann.

An dieser Stelle besitzt der FSI eindeutig einen Schwachpunkt!

Alles was ich zu Wissen glaube ist, dass der Markt keinen Platz für eine langwierige Bullenveranstaltung hat, doch nach dem, was ich die letzten Tage gesehen habe, muss ich mir natürlich schon die Frage stellen, wie die Nummer einzuordnen ist. Gehört die jetzige Bewegung zu dem Upswing, der im Oktober 2002 angefangen hat, oder ist es lediglich die Mutter aller Bullenfallen im Rahmen des Downswings, der im Dezember 2002 angefangen hat. Diese Frage ist anhand der Psychologie nicht zu beantworten, denn sie verrät uns lediglich, dass der Weg aus mittelfristiger Sicht nach unten zeigt und NICHT NACH OBEN! Was uns die Psychologie jedoch nicht verrät ist die Antwort auf die Frage, ob wir die Dezemberhochs 2002 kurzfristig durchbrechen werden, oder nicht!

Lesen Sie mehr im zweiten Teil von DURCH DIE DECKE ODER IN DEN KELLER!? hier klicken  


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jack303:

Der Chart

 
24.03.03 08:51



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jack303:

TEIL 2

 
24.03.03 08:52

Market Track / Kommentar:

Diese Frage läßt sich nur mit der technischen Analyse erörtern!

Wir sehen uns in diesem Zusammenhang eine Reihe von Indexcharts an und vielleicht kommen wir so der Antwort etwas näher. Ich möchte Euch einen Chart des S&P500 und des S&P100, des NDX und des Biotech Index zeigen.

S&P500 (SPX)



Ich habe vor einigen Tagen bereits meine Idee vorgestellt, das der SPX Seit Juli 2002 ein recht symmetrisches Dreieck ausbildet. Am Freitag hat der SPX an einem sehr wichtigen Abwärtstrendkanal geschlossen und im selben Atemzug ist der RSI Wilder im superduperüberkauften Terrain und die Stochastik bei 100. Es liegt auf der Hand, dass der Upmove zunächst Geschichte ist und da wir schon seit zwei Tagen ein starkes Verkaufssignal kassieren, habe ich vor zwei Tagen meine Puts für einen Trade aufgestockt. Das heißt, dass ich im Rahmen des nächsten Pullback, denn ich als hart und heftig einschätze, mein Beta wieder etwas anheben werde.

Ich bleibe short, aber ich bleibe nicht aggressiv short. Warum? Weil ich nicht beurteilen kann, ob es nach diesem Pullback ein zweites Bein nach oben geben wird, welches den SPX in den Bereich von 920 Punkten bringen könnte. Wie weit der Pullback führen wird, ist derzeit schwer zu sagen, wobei man einen recht soliden Anker setzt, wenn man mit 3 Tagen rechnet und diesen gegebenenfalls adjustiert. Was ist die Alternative? Nun, die Alternative wäre, dass wir uns nun für ca. eine Woche zwischen 895 und 920 aufhalten und wenn das Dreieck leicht nach oben durchbrochen wird (was oft vorkommt), könnten es sogar 930 Punkte werden.

Diese Alternative ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen, denn schließlich haben wir das Schäfchenlevel bei 870 nach oben durchbrochen und nun befinden wir uns eben auf der Schäfchenwiese. Was meine Knockoutzertifikate auf den DAX angehe, ist die Position noch 2,5 % groß und beim ersten Pullback werde ich die Stops eng anziehen. Sollte der DAX vorher auf 2810 gehen, habe ich einen guten Brocken zu verdauen. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass es passieren wird. Ich werde Euch in dieser Sache auf dem Laufenden halten.

S&P100 (OEX)



Im OEX sehen wir, dass sich der Index aktuell genau an der obern Begrenzung eines sehr flachen Abwärtstrends befindet. Seit Juli 2002 bildet auch dieser Index ein recht symmetrisches Dreieck aus und wir können leider nicht einschätzen, ob der OEX (aktuell 456,36) bis in den Bereich von 473 Punkte steigen wird, um die obere Begrenzung seines Dreiecks zu testen. Im Moment sieht es auch für diesen Index so aus, dass er zumindest einen Pullback kassieren muss! Sowohl der RSI, als auch die Stochastik schreien danach und die Aufwärtsbewegung der letzten Tage ist ohnehin grenzenlos überdehnt. Der Pullback im OEX sollte zumindest die Gewinne der letzten 2 Tage ausradieren und bis in den Bereich von 437 Punkte laufen.

Auch hier wissen wir leider, dass es eine Alternative gibt. Der OEX hat immerhin auch sein Schäfchenlevel bei 440 Punkten durchbrochen und befindet sich aktuell auf einer Schäfchenwiese. Er könnte auch für eine gute Weile zwischen 456 und 473 rummachen und anschließend einfach abstürzen. Wir müssen in diesem Zusammenhang einfach aufpassen, ob sich Distribution breit macht und er oben Bleibt, oder ob sich ein starker Pullback zeigt. Im Prinzip ist es so. Wenn er gleich fällt, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass er anschließend wieder steigt und sich die obere Begrenzung des Dreiecks ansieht, welche bei 473 liegt. Sollte er jetzt oben bleiben und ein Gemisch aus Distribution und Rasierbrand fabrizieren, wird er anschließend auf NIMMERWIEDERSEHEN abtauchen.

Der NASDAQ100 (NDX)



Der Chart des NDX spielt für mich aus kurzfristiger Sicht eine wichtige Rolle. Am vergangenen Freitag hat der NDX bei 1093,12 geschlossen, wobei er seinen massiven Widerstand bei 1100 nicht berührt hat. Am Freitag hatten wir dreifachen Verfallstag und das Volumen war das höchste im bisherigen Jahresverlauf 2003. Am Freitag bildeten wir einen HANGING MAN aus und zwar einen nahezu perfekten. Okay, er hat keine Glatze, aber er hängt schon sehr verdächtig in der Luft. Auffällig ist auch, dass wir am Freitag deutliche Distribution im NDX gesehen haben, während der SPX und der OEX keine derartigen Anzeichen gezeigt haben.

Das Schäfchenniveau im NDX lag im Bereich von 1060 Punkten und seitdem er es durchbrochen hat, befindet er sich auf einer Schäfchenwiese. RSI und Stochastik deuten auch an, dass die Tage der Rallye zumindest für ein paar Tage gegessen sein sollten, wobei der HANGING MAN die These aufwirft, dass wir dass Hoch im NDX gesehen haben sollten. Wenn wir jetzt einen Pullback sehen sollten und den NDX in einer Nussschale betrachten, ist es eigentlich weniger wahrscheinlich, das er sich einige Tage später erneut aufraffen kann, um ein neues Hoch zu bilden.

Der Biotech Index (BTK)



Der Biotech Index hat auch eine sehr interessante Geschichte zu erzählen! Wie sich unschwer erkennen läßt, hat der BTK seit Juli 2002 ein Dreieck ausgebildet, welches er Anfang 2003 nach unten durchbrochen hat. Ähnlich wie bei Wedges, gibt es nach dem Ausbruch aus einem Dreieck in den meisten Fällen einen deutlichen Pullback, den wir im Moment gut sehen können. Der BTK hat am Freitag bei 350,56 geschlossen und die untere Begrenzung des Dreiecks verläuft nun bei 360 Punkten. Die Biotechs haben scheinbar kaum noch Platz nach oben und haben sich am Freitag über das Schäfchenlevel bei 345 Punkten begeben.

Betrachtet man also den BTK, sieht es eher danach aus, als würde er sich noch einige Tage da oben aufhalten und der Distribution zum Opfer fallen, ohne einen Pullback zu vollziehen. Andererseits sind die Stochastik und der RSI in einem stark überkauften Bereich und schreien nach einem Pullback. Der BTK reflektiert eigentlich sehr schön, dass wir uns mit zwei möglichen Varianten auseinander setzen müssen. Entweder ein Pullback an aktueller Stelle und dann möglicherweise ein weiteres Minihoch, oder eine Woche voller Distribution und Rasierbrand, um anschließend für längere Zeit abzutauchen.

Lesen Sie meine Fazit im dritten Teil von DURCH DIE DECKE ODER IN DEN KELLER!? hier klicken


Feedback an: nabil.khayat@fondex.de

Widerstände: siehe www.fondex.de

Market Track / mittelfristige Sicht siehe www.fondex.de unter Market Track lesen

Market Track / langfristige Sicht siehe www.fondex.de unter Market Track lesen

Psychologieindikatoren siehe www.fondex.de unter Market Track lesen


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jack303:

Der Chart

 
24.03.03 08:52



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jack303:

Der Chart

 
24.03.03 08:52



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jack303:

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24.03.03 08:52



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jack303:

Der Chart

 
24.03.03 08:53



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jack303:

TEIL 3

 
24.03.03 08:53

Market Track / Kommentar:

Fazit meiner Überlegung:

Ich mag als unverbesserlich und stur wirken, doch nach erneuter Überprüfung der Lage muss ich bei meiner Ansicht bleiben, dass wir es zwar mit einer sehr dynamischen Rallye zu tun haben, doch es scheint nicht mehr als die Mutter aller Shortsqueezes zu sein. Die Psychologie zeigt, dass wir viel zu nah an einem bullischen Extrem stehen, als dass man von einer nachhaltigen Ausdehnung der Rally ausgehen sollte. Was die Rally als solches betrifft, befindet sich der Läufer auf den letzten 20 Metern seines 100-Meter-Laufs. Leider kann man den kurzfristigen Bereich, sprich den Verlauf der kommenden Tage nicht besonders gut einschätzen. Ich schwanke zwischen der These, dass wir oben bleiben und eine Mischung aus Rasierbrand und Distribution sehen werden und der These, dass wir einen heftigen Pullback bekommen, um anschließend ein weiteres, wesentlich kürzeres Bein nach oben bilden werden. Dieses zweite Bein, sofern es denn kommen sollte, würde meines Erachtens keine 5 % über das Hoch vom Freitag den 21. März 2003 reichen.

Jeder von uns muss seine Entscheidung selber treffen und dieser Bärenmarkt ist gleichermaßen ein gnadenloser Killer, wie weit davon entfernt, dem Ende zuzugehen. Im Moment wird die Rallye durch einen positiven Kriegsverlauf genährt, wobei ich es für logisch befinde, dass Saddam die schwachen Glieder seiner Armee außerhalb von Bagdad platziert hat. Ich denke, dass Saddam sehr gut um die mangelnde Loyalität dieser Krieger bescheid weiß und es wäre aus seiner Sicht wohl ein strategischer Fehler, sie in Bagdad zu platzieren, wo sie die gesamte Widerstandsbewegung kippen könnten. Innerhalb Bagdads hat Saddam sein Elitetruppen positioniert und wenn die WILLIGEN in Bagdad ankommen, wird es nicht besonders leicht für sie sein.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es ein Kinderspiel wird und was SADDAM betrifft, sitzt er sicher nicht in einem seiner Palastbunker, sondern befindet sich in einem stinknormalen Wohnhausbunker, in dem er vorher noch nie gewesen ist. Das selbe gilt für seine missratenen Söhne. Es liegt auf der Hand, dass der Markt gegenwärtig die HAPPYHIPPO-Nummer einpreist und das war schon immer die Stelle, an der er eine Menge Platz für Enttäuschungen eingebaut hat. Insgesamt bin ich also der Ansicht, dass man aus mittelfristiger Sicht Short zu sein hat. Dabei darf man jedoch nicht mehr an sich reißen, als man verdauen kann und man sollte im Bereich der Optionen mit 2004er Laufzeiten arbeiten. Dabei sollte man keinesfalls den Anspruch stellen, dass die Position sofort in den Gewinn läuft, sondern, dass sie aus mittelfristiger Sicht ertragsreich sein wird.

Zu guter Letzt, muss jeder für sich eine Entscheidung treffen und was meine Person betrifft, bleibe ich ein Langzeitbär und bin gegenwärtig auch weiterhin bärisch, was den mittelfristigen Horizont betrifft! Tut mir leid, dass ich Euch nicht mit etwas mehr Optimismus begegnen kann, doch so sehe ich die Dinge eben und es gibt zu keiner Zeit eine Gewähr, dass ich sie richtig sehe!

Schönes Wochenende!


Feedback an: nabil.khayat@fondex.de

Widerstände: siehe www.fondex.de

Market Track / mittelfristige Sicht siehe www.fondex.de unter Market Track lesen

Market Track / langfristige Sicht siehe www.fondex.de unter Market Track lesen

Psychologieindikatoren siehe www.fondex.de unter Market Track lesen


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