Ich habe mich gestern mal beim Autobauer Daimler umgesehen und war vor Ort in Berlin auf der HV. Wenn man so ne Garagenfirma wie Drillisch kennt, dachte ich mir, dann muß es ja bei einer Weltfirma wie Daimler anders zugehen. Aber so richtig überzeugen konnte mich Daimler nicht. Ich zähle mal ein paar Parallelen von Größenwahn auf, die mir aufgefallen sind, bei Drillisch sind die Beträge in Millionen, bei Daimler sind es Milliarden.
Viele Rentner haben 50 und mehr Euro für ne Daimleraktie ausgegeben und ich habe sehr viele frustrierte Gesichter gesehen, der Kurs bewegt sich z.Zt. um die 24 Euro, ein Aktienrückkaufprogramm hatte Daimler auch, der Autokonzern hat sich innerhalb von zwei Jahren zwei Aktienrückkaufprogramme genehmigen lassen und insgesamt 7,6 Milliarden Euro für eigene Aktien ausgegeben. durchschnittspreis ca 39 Euro. Das ist beinahe das Doppelte dessen, was der neue Großaktionär von Daimler, die Aabar-Holding aus Abu Dhabi, bezahlt hat, nämlich 20,27 Euro je Daimler-Aktie.
Die 9,1 % neue Aktien für Aabar-Holding wurden mit einer Kapitalerhöhung ohne Bezugsrecht für Altaktionäre ausgegeben.
Im vergangenen Jahr schlugen die Belastungen durch den knapp 20-prozentigen Chrysler-Anteil mit über drei Milliarden Euro zu Buche, die in der Bilanz komplett auf Null abgeschrieben wurde, unter anderem hat Daimler Garantien von rund einer Milliarde Dollar für den Chrysler-Pensionsfonds gegeben, die bei einer Insolvenz von Chrysler nach Kapitel 11 des US-Rechts fällig werden könnten und das Geschäftsergebnis 2009 belasten werden.
Fazit:
Man muß nicht unbediengt in einer Garagenfirma wie Drillisch investiert sein um minus im Depot zu haben, andere Firmen kochen auch nur mit Wasser und verbrennen gewaltig Geld, ich bin überzeugt das Daimler und Drillisch die Finanzkriese überleben und das wir auch wieder bessere Zeiten sehen, auch wenn das Management Fehler gemacht hat. Größenwahn zahlt sich nicht aus !!
Eine uralte Weisheit der Dakota-Indianer lautet; Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!